Gastkolumne

Facebook-Party.

Jetzt ist es natür­lich total unklug, aus­ge­rech­net eine Urlaubs­ver­tre­tung dazu zu nut­zen, hier gesell­schafts­po­li­ti­sches Zeugs zu blog­gen, aber ers­tens hat der Johan­nes ja gewust, wor­uaf er sich ein­lässt und zwei­tens regts mich gerade so auf.

Es war also mal wie­der eine facebook-Party. In den Nie­der­lan­den. Und mich fragt jemand, warum ich denn auch bei die­sem schlim­men face­book ange­mel­det bin und das auch noch beruf­lich emp­fehle.
Also noch­mal zum Mit­schrei­ben:
Ein 16-jähriges Mäd­chen hat ein fal­sches Häk­chen bei face­book gesetzt, als sie ihre Geburts­tags­party plante.
20000 Men­schen füh­len sich ein­fach mal ange­spro­chen, 3000 Men­schen beschlie­ßen, dass sie das Mäd­chen zwar nicht ken­nen, aber dass es bestimmt lus­tig ist, diese Party zu besu­chen.
Diese Men­schen ran­da­lie­ren, prü­geln sich mit der Poli­zei, ver­wüs­ten die Straße - und nen­nen das aber immer noch feiern.

Und damit das doofe Inter­net irgend­wie trotz­dem Schuld hat, nen­nen wir das ganze ein­fach »facebook-Party«, auch wenn »Volldeppen-Party« oder auch das gute alte »ran­da­lie­rende Aus­schrei­tun­gen« deut­lich bes­ser pas­sen würde - und kluge Men­schen fal­len drauf rein und geben dem Web die Schuld.

Weil ich ja beruf­lich sowas berate gibts hier einen Tipp, sogar gra­tis: Küm­mert Euch um die Dep­pen, die gabs schon immer und die wirds auch immer geben. Und - viel wich­ti­ger: Bil­det die jun­gen Men­schen aus, erklärt ihnen wie das Web funk­tio­niert, und dann löst sich das mit den fal­schen Häk­chen von sel­ber. Nur wenn Ihr das Web wei­ter ver­teu­felt, dann ändert sich gar nix.

Sorry, musste gerade mal raus.
Genervt, Ihr Chris­tian aus­sem jawl.

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  1. Sarafina sagt:

    Dein Fazit bringt es wirk­lich auf den Punkt und mehr muss man da glaube ich auch nicht mehr zu sagen.

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