Aus dem Leben + Foto + Politik

Korfu – Die unschönen Seiten

Ja, ich weiß, ich reite ein wenig dar­auf herum, aber ich habe auch einen Hang zum Mor­bi­den. Des­halb konnte ich es nicht ver­mei­den, die lei­der viel zu vie­len unschö­nen Sei­ten Kor­fus nach­zu­hal­ten. Das Fol­gende ist nur eine kleine Auswahl.

Mit den Fotos ist dann aber auch die­ses Thema abge­hakt. Das, was noch kommt, wird defi­ni­tiv schöner.

(Unter den Fotos habe ich übri­gens noch ein wenig Text geschrieben.)

Eines von vielen Schrottautos, die am Straßenrand standen

Eines von vie­len Schrott­au­tos, die am Stra­ßen­rand standen

Auch die Shamrock Bar ist schon länger zu

Auch die Sham­rock Bar ist schon län­ger zu

 

Unter anderem alles, was eine Öffnung hat, wird als Mülleimer verwendet

Unter ande­rem alles, was eine Öff­nung hat, wird als Müll­ei­mer verwendet

 

Ich kenne jemanden, der daraus noch etwas Fahrbares machen könnte

Ich kenne jeman­den, der dar­aus noch etwas Fahr­ba­res machen könnte

 

Kleiner Scherz. Das ist übrigens Sissi, ja genau, DIE Sissi.

Klei­ner Scherz. Das ist übri­gens Sissi, ja genau, DIE Sissi.

 

Zur Feuerbekämpfung liegt ein feuchter Mob bereit

Zur Feu­er­be­kämp­fung liegt ein feuch­ter Mob bereit

 

Aber zurück zu Mülleimern. Die werden eher unregelmäßig geleert, offensichtlich.

Aber zurück zu Müll­ei­mern. Die wer­den eher unre­gel­mä­ßig geleert, offensichtlich.

 

Das war der Zugang zu "unserem" Strand. Ungelogen.

Das war der Zugang zu „unse­rem“ Strand. Ungelogen.

 

Ruinen werden einfach vergittert, weil das billiger ist, als sie abzureißen.

Rui­nen wer­den ein­fach ver­git­tert, weil das bil­li­ger ist, als sie abzureißen.

 

Die Natur holt sich ihren Lebensraum sogar in schwindelerregenden Höhen zurück

Die Natur holt sich ihren Lebens­raum sogar in schwin­del­er­re­gen­den Höhen zurück

 

Auch mitten in Korfu-Stadt gibt es zahlreiche dieser Häuser

Auch mit­ten in Korfu-Stadt gibt es zahl­rei­che die­ser Häuser

 

Vereinzelt ist man aber auch mal froh, dass nicht alles funktioniert

Ver­ein­zelt ist man aber auch mal froh, dass nicht alles funktioniert

Und jetzt den­ken wir alle mal kurz dar­über nach, was es für ein Volk bedeu­tet, wenn die hoch­nä­si­gen Nord­eu­ro­päer kom­men und sagen: „Spart mal schön!“ Ein Volk, das zu einem nicht uner­heb­li­chen Aus­maß davon lebt, dass Nord­eu­ro­päer zu Besuch kom­men, die schöne Land­schaf­ten und Gebäude sehen möchten.

Dass es auf Korfu – und mut­maß­lich auch im Rest Grie­chen­lands – so aus­sieht, wie es aus­sieht, liegt daran, dass die Grie­chen zum Spa­ren gezwun­gen wer­den und gleich­zei­tig extrem unter Tou­ris­ten­schwund zu lei­den haben. Es liegt hin­ge­gen auf gar kei­nen Fall an den Grie­chen selbst, die zu kei­nem Zeit­punkt weder faul in Erschei­nung tra­ten, noch irgend­wie unfreund­lich waren. Wir waren in Mini­märk­ten und Kios­ken, die 16 Stun­den am Tag geöff­net haben; die von Men­schen im Ren­ten­al­ter betrie­ben wer­den, weil sie wahr­schein­lich gar keine andere Wahl haben; deren Regale höchs­tens zur Hälfte noch mit Waren bestückt sind.

Es klingt immer alles so ein­fach. Und klar, man hätte schon viel frü­her ein­grei­fen müs­sen, Dinge anders regeln sol­len. Aber jetzt sind wir halt da, wo wir sind und müs­sen mit der Situa­tion umge­hen. Ja, wir müs­sen damit umge­hen. Es kann in einer euro­päi­schen Union nicht mehr darum gehen, mit dem Fin­ger auf die ande­ren zu zei­gen. Es muss mehr Gemein­schaft ent­ste­hen, nicht weni­ger. Das bedingt auch eine gemein­same poli­ti­sche Führung.

Nach­dem die vor­he­rige Gene­ra­tion schon Tat­sa­chen mit der wirt­schaft­li­chen Union geschaf­fen hat, sollte unsere Gene­ra­tion dafür ste­hen, den poli­ti­schen und gesell­schaft­li­chen Eini­gungs­pro­zess vor­an­ge­bracht zu haben.

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