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Gesehen: Call My Agent – Berlin

Basie­rend auf einer fran­zö­si­schen Vor­la­ge, die auch inter­na­tio­nal und seit meh­re­ren Staf­feln erfolg­reich läuft, gibt es nun auch eine deut­sche Aus­ga­be der Dra­me­dy rund um eine Schau­spiel­agen­tur. Die Agent:innen der fik­tio­na­len Ber­li­ner Agen­tur Stern küm­mern sich um die deut­sche Schau­spiel­pro­mi­nenz, kämp­fen dabei aber gleich­zei­tig ums eige­ne Über­le­ben, gegen Intri­gen und per­sön­li­che Probleme. 

Ehr­li­cher­wei­se muss ich sagen: Es ist eine ziem­lich typi­sche deut­sche Serie. Die Sto­ry­li­nes sind sehr vor­her­seh­bar. Und auch die Leis­tun­gen der Haupt­dar­stel­len­den sind so unter­schied­lich, wie man das von jeder belie­bi­gen deut­schen Pro­duk­ti­on kennt.

Der eigent­li­che Reiz – und das, was einen letzt­lich bei der Stan­ge hält – sind die zahl­rei­chen Came­os. Weil die deut­sche Schau­spiel­pro­mi­nenz sich selbst spielt, bekommt die Serie eine Ebe­ne, die wirk­lich Spaß macht. Es ist die­ser ver­mut­lich gar nicht so unrea­lis­ti­sche Ein­blick in die Psy­che die­ser Leu­te: Die Angst vor dem Ver­ges­sen­wer­den, die Eitel­kei­ten und die absur­den For­de­run­gen. Das wirkt oft erschre­ckend authen­tisch, auch wenn es sicher­lich hier und dort etwas über­zeich­net ist.

Nach der Hälf­te der Staf­fel woll­te ich eigent­lich schon abbre­chen. Es fühl­te sich alles ein biss­chen zu sehr nach „Sche­ma F“ an. Dann beka­men die Cha­rak­te­re aber ein wenig mehr Tie­fe, die Geschich­te wur­de inter­es­san­ter und der Humor war auch nicht mehr so platt. Es ist also nicht alles schlecht an der ers­ten Staf­fel von Call My Agent – Ber­lin, die der­zeit bei Dis­ney+ läuft.

Fediverse reactions

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