„Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ – kurz WMDEDGT – fragt Frau Brüllen immer am Monatsfünften. Es soll die alte Tradition des Tagebuchbloggens zumindest für einen Tag im Monat beleben. Im Blog von Frau Brüllen werden die Beiträge dann immer gesammelt. Hier ist der aktuelle Monat.
Grüße dem Ostervolke! Wir sind das erste Mal seit Menschengedenken an den Osterfeiertagen nicht bei irgendwelchen Verwandten und mussten uns eigene Ostertraditionen ausdenken.
[7:15] Der Sohnemann steht am Bett und benötigt Hilfe bei einer Toilettenfrage. Er und seine Schwester sind wohl schon ein wenig länger wach, keine Ahnung, auf jeden Fall ist unsere Nacht nun beendet und ich bin froh, dass sie dieses Mal nicht schon im Morgengrauen Krach machten oder zu uns ins Bett gekrochen kamen. Das ist also ein guter Morgen.
[8:00] Wir schicken die Kinder ins Wohnzimmer. Dort hatten wir am Vorabend schon den Osterhasen eingewiesen. Es gibt Eier und Schokozeugs zu finden, auch eine Kleinigkeit für die Kinder hatte er dabei: Ein Springseil und ein Kartenspiel für die Tochter, ein Polizeiauto für den Sohn. Beide sind hellauf begeistert, suchen mit viel Eifer und können es danach nicht erwarten, mit ihren Geschenken zu spielen.
[8:15] Davor haben die Eltern das gemeinsame Osterfrühstück gesetzt. Da müssen sie jetzt durch. Danach dürfen sie sich aber ausgiebig an ihren Osternestern bedienen und hüpfen bzw. fahren.
[10:00] Wir machen uns auf zu einer Art Osterspaziergang. Die Kinder schnappen sich ihre Fahrräder. Der Kleine kann es noch gar nicht fahren und traut sich auch nicht auf den Sattel, aber er schiebt sein Gefährt mit Begeisterung. An einer Kreuzung schlägt Klein-Lea vor, zum Spielplatz abzubiegen. Warum nicht.
[12:00] Wir gehen zurück nach Hause. Dort begibt sich jede Person in einen separaten Raum. Manche von uns machen ein Mittagsschläfchen (Sohn, Eltern), andere machen Keineahnungwas (Tochter).
[14:30] Es ist wieder Leben in der Bude. Es gibt ein Stück Osterlamm (den Kuchen!) und für die Eltern einen Kaffee. Danach spielen die Kinder wieder. Zwischendurch repariere ich den 3D-Drucker, ich muss nämlich was drucken. Später spielen wir auch ein paar Runden das neue Kartenspiel.
[17:00] Dann bereiten wir Essen zu, es gibt Wraps mit Falafel und Grillkäse.
[18:15] Auch an diesem Sonntag telefoniere ich mit meinem Vater. Der ist heute kurz angebunden, denn er muss dringend sein Essen machen. Jaja, die geschäftigen Rentner. Während des Telefonats beziehe ich schnell die Betten der Kinder neu, das wird auch mal höchste Zeit.
[19:00] Der Nachwuchs darf ins frische Bett. Das viele Spielen macht müde, es gibt wenig Gegenwehr.
[20:15] Die Eltern treffen sich auf dem Sofa wieder. Zur Feier des Tages wollen wir einen Film sehen. Bevor wir das typische Streamingproblem (zu viel Auswahl) weiter auskosten, nehmen wir den erstbesten Film, bei dem nicht eine:r von beiden spontan Nein sagt. „Clown In A Cornfield“ ist so dermaßen bescheuert, eine Mischung aus Hollywood-Nonsense, Feierabend-Action und Feel-good-Horror. Wir ziehen das nur durch, weil wir uns nicht eingestehen wollen, diesen einen Abend, an dem wir uns mal zu etwas aufraffen konnten, nicht verschwendet zu haben.
[22:15] Wir gehen in die Heia.
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