Ein Platzhalterbild, blau zu lila Farbverlauf mit JM-Initialen.

#WMDEDGT am 5. Februar 2026

Was machst du eigent­lich den gan­zen Tag?“ – kurz WMDEDGT – fragt Frau Brül­len immer am Monats­fünf­ten. Es soll die alte Tra­di­ti­on des Tage­buch­blog­gens zumin­dest für einen Tag im Monat bele­ben. Im Blog von Frau Brül­len wer­den die Bei­trä­ge dann immer gesam­melt. Hier ist der aktu­el­le Monat.

[4:30] Das Toch­ter­kind weckt mich wegen einer Sache. Und weil ich neu­er­dings nicht mehr gut schla­fe, brau­che ich bestimmt eine Stun­de, bis ich wie­der ein­schla­fen kann.

[6:00] Ding­dong, auf­ste­hen! Ich star­te kurz eine Selbst­dia­gno­se mei­nes Sys­tems. Der Health­check gibt ein bedau­ern­des „fai­led“ zurück. Wie ich schon am Vor­tag ahn­te, ist heu­te nicht das Event ange­sagt, das ich besu­chen woll­te, son­dern Ruhe und Erho­lung. Aber dar­an hat mein Vergangenheits-Ich nicht gedacht, als es Kin­der zeug­te, des­halb muss ich trotz­dem dafür sor­gen, dass der Nach­wuchs Früh­stück bekommt und gefüll­te Brot­bo­xen, dass sie sich anzie­hen, fer­tig machen und Zäh­ne put­zen, Jacken, Müt­zen, Hals­tü­cher und Hand­schu­he anzie­hen sowie dass sie recht­zei­tig am Schul­weg­treff­punkt und in der Kita sind.

[8:00] Der mor­gend­li­che Stress hat mir den Rest gege­ben. Ich beschlie­ße, den Home­of­fice­tag auf dem Sofa zu ver­brin­gen. Unter zwei Decken ver­gra­ben, mit Lap­top auf dem Schoß, bin ich so pro­duk­tiv wie schon lan­ge nicht mehr. War­um bin ich nicht öfter krank? War­um habe ich nicht öfter so viel Ruhe?

[17:30] Ich bin nicht ein­mal zwi­schen­durch ein­ge­schla­fen! Jetzt kommt die Fami­lie geballt nach Hau­se, sie waren heu­te noch im Bil­der­buch­ki­no. Es wird noch gekocht und gegessen.

[18:30] Wir star­ten die Bett­geh­pro­to­kol­le (der Kin­der). Zwi­schen­durch kommt noch der Ein­kauf ange­lie­fert, der muss auch noch ver­staut werden.

[20:00] Ich ver­gra­be ich mich wie­der unter den bei­den Decken auf dem Sofa. Die Frau und ich sehen uns Tag sie­ben vom Dschun­gel an und ver­su­chen, dabei wach zu bleiben.

[20:45] Dann wird es über­ra­schend doch noch ein span­nend. Es klin­gelt an der Tür. Als ich auf­ma­che, ste­hen vier Polizist:innen vor mir. „Hal­lo, Poli­zei!“, sagt einer und ich den­ke auch wegen die­ser sehr offen­sicht­li­chen Begrü­ßung an einen Scherz. Ist es aber nicht. Jemand habe sie geru­fen, weil es bei uns so laut sei. Ob wir Streit gehabt hät­ten, irgend­was gewor­fen hät­ten. Unse­re Mün­der ste­hen wohl etwas offen. Fast wäre mir ein johan­nes­ty­pi­sches „aus­ge­rech­net heu­te haben wir mal nicht gestrit­ten“ raus­ge­rutscht, aber ich kann mich doch noch beherr­schen. Ein Poli­zist sieht sich noch­mal kurz in der Woh­nung um, ob wir irgend­wo Ter­ro­ris­ten ver­ste­cken oder so – zum Glück weckt er dabei nicht die Kin­der – und damp­fen dann unver­rich­te­ter Din­ge wie­der ab. Wir set­zen unse­ren ruhi­gen (!) Fern­seh­abend fort und fra­gen uns, wer aus dem Haus da was gehört haben mag.

[21:30] Wir wech­seln die Lie­ge­stät­te. Ich hof­fe, ich fin­de einen gesun­den, erhol­sa­men, stö­rungs­frei­en Schlaf. Man soll die Hoff­nung nicht aufgeben.

Vie­len Dank fürs Lesen! Du möch­test mir etwas Gutes tun? Du möch­test kei­nen Bei­trag mehr ver­pas­sen? Hier fin­dest alle Infor­ma­tio­nen dazu! Mei­nen gro­ßen Dank schi­cke ich dir schon vorab: 💜

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