Da ist einiges aufgelaufen, fürchte ich. Was den Vorteil hat, dass ich mich nur noch mit den wirklichen Highlights aufhalten muss.
THW-Moderation: Ich war im Ahrtal, um eine dreitägige Klausurtagung des Technischen Hilfswerks zu moderieren. Das Inhaltliche tut hier nichts zur Sache, aber ich habe mich so richtig gefreut, diese Anfrage zu bekommen und die Moderation dann auch wirklich machen zu dürfen. Immerhin war ich sechs Jahre lang THW-Helfer. In meiner Heimat schimpften wir manchmal auf „die da in Bonn“, ganz weit weg. Und jetzt durfte ich endlich einmal die Gegenseite kennenlernen. Alles sehr, sehr nette Menschen.
Tanzdarbietung bei 40 Grad: An einem der heißesten Tage des Jahres, in der ersten großen Hitzewelle, hatte unser Stadtteildorf ein Fest. Und weil das Tochterkind seit einigen Monaten einmal die Woche tanzt, durfte sie mit vielen anderen aus der Tanzschule auf die Bühne. Ich schüttle nach wie vor den Kopf, wieso man, wenn schon nicht das ganze Fest, dann wenigstens das Bühnenprogramm bei vierzig Grad im Schatten absagt. Aber dem Kind als einzigem in der Gruppe die Freude nehmen wollte ich auch nicht. Ihr Auftritt dauerte keine fünf Minuten, danach war sie fix und fertig. Zur Belohnung wünschte sie sich einen Fächer. Wir mussten mehrere Läden abklappern, bis wir – für knapp 18 Euro – noch ein letztes Exemplar ergatterten.
Green Juice: Ich war erneut auf das schnuckelige Alternative-Festival auf der anderen Rheinseite eingeladen und fand es wieder einmal großartig. Es ist so schön überschaubar, es sind lauter lustige und nette Leute da, und zwar allen Alters und aller Geschmacksrichtungen. Ständig ist irgendwo was los und wenn man nicht aufpasst, steht auf einmal OK Kid neben einem und performen mitten auf der Wiese.

Ausflug zum Geysir: Da wohnt man schon ganz in der Nähe des größten Kaltwassergeysirs der Erde und war trotzdem noch nie dort. Das haben wir bei einem Familienausflug geändert. Der Geysir in Andernach ist in Verbindung mit einem vorgelagerten Museumsbesuch und der kurzen Schifffahrt dorthin ein rundes und ganz toll gemachtes Erlebnis. Auch und gerade für die Kleinen, die viel zum Gucken, Ausprobieren und Rumtollen hatten.


Urlaub auf Malle: Als Familie in der Hauptsaison Urlaub machen, das ist neu für uns und führte dazu, dass wir ein Pauschalangebot mit Halbpension wahrnahmen. Wir gastierten in Canyamel im Westen der Insel. Das ist eine vergleichsweise kleine und ruhige Bucht. Die Kinder hatten irre viel Spaß an Strand und Pool. Und trotzdem ist Mallorca nicht „unsere“ Insel. Es gibt zu wenig zu sehen, es sind zu viele Menschen unterwegs und, hm, es fehlt der rechte Charme. Ich bin sicher, dass man dort super Urlaub machen kann, wenn man ihn gerne mit Cocktail in der Hand am Pool verbringt. Unser Ding ist es halt nicht.

Tochtergeburtstag: Sieben Jahre wurde Klein-Lea schon. Dummerweise mitten im Urlaub, das hat ihr gar nicht gefallen. Sie wollte einen schönen Geburtstagstisch und einen Haufen an Geschenken. Stattdessen gab es ein paar Ballons und die erste Fuhre an Kleinzeugs, die wir noch in die Koffer bekommen hatten. Wird uns nicht wieder passieren. Dafür haben wir dann direkt nach der Rückkehr mit sechs weiteren Kindern einen Delfingeburtstag begangen, das hat ihr wiederum sehr gefallen.
Was sonst noch war:
- Fußball-Weltmeisterschaft der Männer. Ich mag Fußball und sehe mir Spiele gerne an. Aber so richtig Spaß hatte ich an der WM nicht.
- Wie funktioniert eigentlich die EU?
- Mein Medienkonsum Juni, Juli und August.
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