Brandung an felsiger Küste unter bewölktem Himmel

Tagebuch: Juni, Juli, August

Da ist eini­ges auf­ge­lau­fen, fürch­te ich. Was den Vor­teil hat, dass ich mich nur noch mit den wirk­li­chen High­lights auf­hal­ten muss.

THW-Moderation: Ich war im Ahrtal, um eine drei­tä­gi­ge Klau­sur­ta­gung des Tech­ni­schen Hilfs­werks zu mode­rie­ren. Das Inhalt­li­che tut hier nichts zur Sache, aber ich habe mich so rich­tig gefreut, die­se Anfra­ge zu bekom­men und die Mode­ra­ti­on dann auch wirk­lich machen zu dür­fen. Immer­hin war ich sechs Jah­re lang THW-Helfer. In mei­ner Hei­mat schimpf­ten wir manch­mal auf „die da in Bonn“, ganz weit weg. Und jetzt durf­te ich end­lich ein­mal die Gegen­sei­te ken­nen­ler­nen. Alles sehr, sehr net­te Menschen.

Tanz­dar­bie­tung bei 40 Grad: An einem der hei­ßes­ten Tage des Jah­res, in der ers­ten gro­ßen Hit­ze­wel­le, hat­te unser Stadt­teildorf ein Fest. Und weil das Toch­ter­kind seit eini­gen Mona­ten ein­mal die Woche tanzt, durf­te sie mit vie­len ande­ren aus der Tanz­schu­le auf die Büh­ne. Ich schütt­le nach wie vor den Kopf, wie­so man, wenn schon nicht das gan­ze Fest, dann wenigs­tens das Büh­nen­pro­gramm bei vier­zig Grad im Schat­ten absagt. Aber dem Kind als ein­zi­gem in der Grup­pe die Freu­de neh­men woll­te ich auch nicht. Ihr Auf­tritt dau­er­te kei­ne fünf Minu­ten, danach war sie fix und fer­tig. Zur Beloh­nung wünsch­te sie sich einen Fächer. Wir muss­ten meh­re­re Läden abklap­pern, bis wir – für knapp 18 Euro – noch ein letz­tes Exem­plar ergatterten.

Green Juice: Ich war erneut auf das schnu­cke­li­ge Alternative-Festival auf der ande­ren Rhein­sei­te ein­ge­la­den und fand es wie­der ein­mal groß­ar­tig. Es ist so schön über­schau­bar, es sind lau­ter lus­ti­ge und net­te Leu­te da, und zwar allen Alters und aller Geschmacks­rich­tun­gen. Stän­dig ist irgend­wo was los und wenn man nicht auf­passt, steht auf ein­mal OK Kid neben einem und per­for­men mit­ten auf der Wiese.

Aus­flug zum Gey­sir: Da wohnt man schon ganz in der Nähe des größ­ten Kalt­was­ser­gey­sirs der Erde und war trotz­dem noch nie dort. Das haben wir bei einem Fami­li­en­aus­flug geän­dert. Der Gey­sir in Ander­nach ist in Ver­bin­dung mit einem vor­ge­la­ger­ten Muse­ums­be­such und der kur­zen Schiff­fahrt dort­hin ein run­des und ganz toll gemach­tes Erleb­nis. Auch und gera­de für die Klei­nen, die viel zum Gucken, Aus­pro­bie­ren und Rum­tol­len hatten.

Urlaub auf Mal­le: Als Fami­lie in der Haupt­sai­son Urlaub machen, das ist neu für uns und führ­te dazu, dass wir ein Pau­schal­an­ge­bot mit Halb­pen­si­on wahr­nah­men. Wir gas­tier­ten in Can­ya­mel im Wes­ten der Insel. Das ist eine ver­gleichs­wei­se klei­ne und ruhi­ge Bucht. Die Kin­der hat­ten irre viel Spaß an Strand und Pool. Und trotz­dem ist Mal­lor­ca nicht „unse­re“ Insel. Es gibt zu wenig zu sehen, es sind zu vie­le Men­schen unter­wegs und, hm, es fehlt der rech­te Charme. Ich bin sicher, dass man dort super Urlaub machen kann, wenn man ihn ger­ne mit Cock­tail in der Hand am Pool ver­bringt. Unser Ding ist es halt nicht.

Tochter­ge­burts­tag: Sie­ben Jah­re wur­de Klein-Lea schon. Dum­mer­wei­se mit­ten im Urlaub, das hat ihr gar nicht gefal­len. Sie woll­te einen schö­nen Geburts­tags­tisch und einen Hau­fen an Geschen­ken. Statt­des­sen gab es ein paar Bal­lons und die ers­te Fuh­re an Klein­zeugs, die wir noch in die Kof­fer bekom­men hat­ten. Wird uns nicht wie­der pas­sie­ren. Dafür haben wir dann direkt nach der Rück­kehr mit sechs wei­te­ren Kin­dern einen Del­fin­ge­burts­tag began­gen, das hat ihr wie­der­um sehr gefallen.

Was sonst noch war:

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