Außer Betrieb

Lie­bes Tagebuch,

ich war schon wie­der in Mün­chen. Sogar über Nacht. In Riem, bei der Mes­se, um genau zu sein, um mir die fürch­ter­li­che Online Com­mu­ni­ca­ti­on Con­fe­rence anzu­tun, in der unend­lich vie­le Anzug­trä­ger dar­über fach­sim­pel­ten, wie sie ihre con­ver­si­ons boos­ten kön­nen, ohne credi­bi­li­ty zu losen.

Es gab auch andert­halb gute Vor­trä­ge, aber letzt­lich blie­ben bei mir nur zwei Din­ge hängen:

Ansons­ten ist in Mün­chen das Fol­gen­de pas­siert: Ich stran­de­te am spä­te­ren Abend in einem Land­gast­hof­ho­tel, im Neben­ge­bäu­de mit eige­nem Ein­gang und pas­sa­blen Drei-Sterne-Zimmern. Ich hat­te Hun­ger. Ich such­te im Inter­net nach Essens­mög­lich­kei­ten in der Umge­bung und fand einen McDonald’s in 1,6 Kilo­me­ter Ent­fer­nung. Ich zog mir mei­ne Schu­he und Jacke an und wan­der­te los. Als ich kurz nach 21 Uhr ein­traf, fand ich nur ver­schlos­se­ne Türen vor. Wer kann denn auch schon ahnen, dass in München-Riem um 21 Uhr die Bür­ger­stei­ge hoch­ge­klappt wer­den? Denn selbst die Tank­stel­le, die ich auf dem Hin­weg noch als Not­fall­op­ti­on für eine Por­ti­on Sni­ckers abspei­cher­te, war auf dem Rück­weg dun­kel. Die ret­ten­de Idee hat­te dann die bes­te Ver­lob­te der Welt, die mir ganz ein­fach einen Online-Lieferdienst vor­schlug. Ich order­te eine Vier-Käse-Pizza und wegen der Anstren­gung mit Extra-Ananas und einer Fla­sche Bier. In das Anmerkungen-Feld schrieb ich: „Bit­te auf dem Han­dy anru­fen, ich kom­me dann run­ter“, denn ohne Schlüs­sel kam man ja nichts ins Gebäu­de. Es hat her­vor­ra­gend funktioniert:

Des­wei­te­ren war ich letz­te Woche zwei Mal in Gel­sen­kir­chen, direkt beim Sta­di­on in Buer, im Kran­ken­haus. Zum Glück nur zu Besuch.

Krankenhaus Bergmannsheil

Ach, und dann war da ja noch die­se Lesung. Die war ja mal toll. Nicht wegen mei­ner Mode­ra­ti­on, schon klar, son­dern wegen der Vor­le­sen­den, die unge­lo­gen der Knal­ler waren. Jetzt kann ich es ja geste­hen, dass ich die Lesung ja auch nur des­halb zusam­men mit Syl­via orga­ni­siert habe, damit mir mei­ne Lieb­lings­au­torin­nen und -autoren vor­le­sen. Dass da noch Publi­kum dabei war, war aller­dings auch ganz prak­tisch. Und vor allem sehr, sehr toll. Eine Wie­der­ho­lung ist qua­si schon beschlos­se­ne Sache.

Die Woche, lie­bes Tage­buch, war also schon sehr schön. ★★★★✩

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3 Kommentare

  1. War die Online Com­mu­ni­ca­tion Con­fe­rence wirk­lich so fürch­ter­lich? Ich woll­te über­mor­gen zur nächs­ten Run­de in Düs­sel­dorf, weil die Vor­trags­agen­da so gut klang.

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