21.–25. Januar 2019: Alaaf und grunz

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Die gan­ze Woche krän­kelnd mit zeit­wei­sem Gefühl, inner­lich zu ver­glü­hen. Mon­tag blieb ich zuhau­se und leg­te mich nach einer Tele­fon­kon­fe­renz und ein paar ande­ren Din­gen am Nach­mit­tag auf die Couch. Frei­tag war ich im Home­of­fice, aber das zählt nicht zur Ent­span­nung.

Zwi­schen­drin erhielt ich einen Kar­ne­vals­or­den …

… was ich immer noch ganz toll fin­de. Ich habe dafür nicht viel mehr getan, als anwe­send zu sein, aber man muss ja immer­hin als „Zivi­list“ erst ein­mal ein­ge­la­den wer­den.

Die­se Kar­ne­vals­welt fas­zi­niert mich. Es sind völ­lig ande­re Men­schen, eine ganz ande­re „Com­mu­ni­ty“ in Bonn mit fast kei­nen Über­schnei­dun­gen zu den Grup­pen, in denen ich mich sonst bewe­ge. Ich stre­be zwar den­noch nicht an, Prinz Kar­ne­val zu wer­den, aber ich wur­de auch nicht von der Gesell­schaft abge­schreckt, son­dern im Gegen­teil nett auf­ge­nom­men. Rhein­land halt.

In der Woche haben wir auch Freun­de wie­der getrof­fen, die wir aus dem Stu­di­um ken­nen, aber für eini­ge Jah­re aus den Augen ver­lo­ren hat­ten. Sie woh­nen mitt­ler­wei­le mit den zwei Söh­nen im eige­nen Neubaugebiet-Haus und es war auch sonst inter­es­sant, was es alles nach­zu­ho­len gab. Zum Nach­den­ken anre­gend waren für mich Gesprä­che, die sich um die beruf­li­che Situa­ti­on dreh­ten. Beam­te wie die Freun­de haben viel­leicht nicht den größ­ten Spaß im Job und ver­mis­sen manch­mal die Sinn­haf­tig­keit ihres Tuns, ande­rer­seits haben sie viel Sicher­heit und kön­nen lang­fris­tig pla­nen. Bei mir ist es eher anders­rum. Ver­ste­hen kann ich es trotz­dem, dass man Sicher­heit und kla­re Abgren­zung zwi­schen Berufs- und Pri­vat­le­ben gegen Frei­heit und Selbst­ver­wirk­li­chung tauscht.

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In Bonn ist eine Schwei­ne­trans­por­ter umge­kippt. 19 Tie­re star­ben. Jetzt hört man aller­orts das Bedau­ern über „die armen Tie­re“. Wahr­schein­lich, wäh­rend die glei­chen Per­so­nen ins Sala­mi­brot bei­ßen. Sie reflek­tie­ren nicht, dass das eige­ne Ver­hal­ten even­tu­ell dafür ursäch­lich sein könn­te, war­um leben­di­ge Tie­re in einen Lkw gepresst wer­den, um in einer Fabrik indus­tri­ell umge­bracht wer­den zu kön­nen. Auch der „Bio­metz­ger des Ver­trau­ens“ schlach­tet nicht selbst, er bezieht sei­ne Tier­stü­cke von der glei­chen Fabrik wie alle ande­ren. (Jaja, „mei­ner nicht, der fährt jeden Mor­gen zum Bau­er Hinz in der Eifel“, schon klar.)

Du willst im Kli­ma­schutz aktiv wer­den? Du bist für art­ge­rech­te Tier­hal­tung? Iss weni­ger Fleisch!

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Tal­king of which. Dan­ke für die Spen­den mit­tels Knopf unten! Wie ver­spro­chen habe ich die Sum­me ver­dop­pelt, ein wenig auf­ge­run­det und an Laut gegen Nazis über­wie­sen.

Weil es mir gera­de ein Anlie­gen ist, geht die nächs­te Spen­den­run­de an das Tier­heim Bonn. Wie immer gilt: Spen­de über den Knopf unter dem Bei­trag (oder über die­sen Link), dann ver­dopp­le ich!

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Ende des Tex­tes. Bit­te wer­fen Sie eine Mün­ze ein!

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