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#WMDEDGT am 5. Juli 2026

Was machst du eigent­lich den gan­zen Tag?“ – kurz WMDEDGT – fragt Frau Brül­len immer am Monats­fünf­ten. Es soll die alte Tra­di­ti­on des Tage­buch­blog­gens zumin­dest für einen Tag im Monat bele­ben. Im Blog von Frau Brül­len wer­den die Bei­trä­ge dann immer gesam­melt. Hier ist der aktu­el­le Monat.

Ein lang­wei­li­ger Sonntag.

[5:30] Ein jun­ger Mann krab­belt in unser Bett. Die Nacht ist damit fak­tisch been­det, auch wenn ich noch­mal ein wenig ein­dö­se. Das Kerl­chen ist hell­wach und denkt nicht dar­an, uns noch ein wenig Nacht­ru­he zu gönnen.

[6:30] Wir ste­hen dann end­lich mal auf und machen Früh­stück. Jemand rief deut­lich: „Hun­ger!“ Kur­ze Zeit spä­ter stößt auch die Schwes­ter dazu und wir kön­nen alle gemein­sam den viel zu frü­hen Tag mamp­fend begrüßen.

[8:30] Ich gehe eine Run­de über das Feld joggen.

[9:30] Zurück kom­me ich etwas deran­giert, aber zufrie­den. Nach einer Akkli­ma­ti­sie­rungs­pha­se mache ich mich wie­der zivi­li­sa­ti­ons­fä­hig und schnap­pe mir den Nachwuchs. 

[10:30] Wir düsen mit unse­ren Rol­lern gen Spiel­platz mit Bach­an­schluss. Die Kin­der suchen Stei­ne, bud­deln im Sand, klet­tern über­all her­um, schau­keln. Zwi­schen­drin kommt eine betag­te Anwoh­ne­rin vor­bei und bie­tet uns an, ihre Tisch­ten­nis­plat­te im Kel­ler zu nut­zen; was ich herz­lich dan­kend ableh­ne, weil es irgend­wie komisch ist und mei­ne Kin­der gar nicht Tisch­ten­nis spie­len können.

[12:00] Zurück zuhau­se gibt es einen Mit­tags­snack für alle, die ihn brauchen.

[12:45] Dann machen wir – jede:r in einem sepa­ra­ten Raum – ein Schläf­chen. Bit­ter nötig nach dem frü­hen Tagesstart.

[14:30] Die Fami­lie ist wie­der ein­satz­be­reit. Es gibt Süßes und eine hal­be Was­ser­me­lo­ne. Danach machen wir Din­ge, die dich schon wie­der ver­ges­sen habe.

[16:45] Früh wie im Senio­ren­heim gibt es Abend­essen. Kein Pro­blem, wir haben alle genü­gend Hunger.

[18:00] Das sonn­täg­li­che Tele­fo­nat mit dem Herrn Papa steht an. Wir wäl­zen aktu­el­le Pro­ble­me und Neuigkeiten.

[18:45] Die Kin­der dür­fen sich dann lang­sam bett­fer­tig machen, ich unter­stüt­ze sie dabei natür­lich wie fast immer.

[20:00] Alles schläft, was unter 18 ist. Die Eltern tref­fen sich im Wohn­be­reich und las­sen sich die Kata­stro­phen der Welt von der Tages­schau erklä­ren, bevor sie sich in die Welt von „Your Fri­ends and Neigh­bors“ eskapieren.

[21:30] Bett­geh­zeit. Gute Nacht.

Vie­len Dank fürs Lesen! Du möch­test mir etwas Gutes tun? Du möch­test kei­nen Bei­trag mehr ver­pas­sen? Hier fin­dest alle Infor­ma­tio­nen dazu! 💜

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