Thermometer im Sand mit Sonnenschein und blauem Himmel im Hintergrund

#WMDEDGT am 5. August 2026

Was machst du eigent­lich den gan­zen Tag?“ – kurz WMDEDGT – fragt Frau Brül­len immer am Monats­fünf­ten. Es soll die alte Tra­di­ti­on des Tage­buch­blog­gens zumin­dest für einen Tag im Monat bele­ben. Im Blog von Frau Brül­len wer­den die Bei­trä­ge dann immer gesam­melt. Hier ist der aktu­el­le Monat.

Ein son­ni­ger Mittwoch.

[6:45] Wir sind im Feri­en­mo­dus, alles ist eine Stun­de spä­ter als sonst. Was ich sehr gut fin­de. Lei­der haben die Kin­der auch in der drit­ten Woche immer noch nicht den neu­en Zeit­plan ver­in­ner­licht und sind meis­tens schon zu den nor­ma­len Zei­ten wach. Auch heu­te Mor­gen krab­bel­ten nach und nach zwei davon in unser Bett. Immer­hin ist Platz, die Mut­ter war schon aufgestanden.

[8:15] Nach Mor­gen­toi­let­te, Früh­stück machen, Brot­bo­xen bestü­cken, Kin­der ein­cre­men und aller­lei Klein­kram, sind wir abmarsch­be­reit. Wir packen unse­re Sie­ben­sa­chen und mar­schie­ren los. An der Kreu­zung ver­ab­schie­de ich das Toch­ter­kind, das sich mit ihren Freun­din­nen trifft. Heu­te gibt es einen Zoo­be­such im Feri­en­pro­gramm – in Gel­sen­kir­chen wohl­ge­merkt. Der Sohn rol­lert zur Kita, ich fah­re mit dem Fahr­rad nebenher.

[8:45] Zurück zuhau­se wechs­le ich das Gefährt und stei­ge ins Auto. Ich brin­ge noch Alt­glas weg, dann düse ich ins Büro. Es fiept sehr unan­ge­nehm, die USV ist defekt. Die jun­gen Leu­te, die direkt dane­ben sit­zen, scheint das nicht über Gebühr zu stö­ren, ich hin­ge­gen hal­te den hohen Ton kaum aus. Aber egal, ein Teil von uns muss eh gleich wie­der los.

[9:30] Wir fah­ren näm­lich nach Born­heim zu Dreh­ar­bei­ten im Gewer­be­ge­biet. Was ich nicht ahn­te: Wir hal­ten uns meh­re­re Stun­den in der pral­len Son­ne auf, rings­her­um ist nur ver­sie­gel­te Flä­che, Natur fin­det man nicht. Wir arbei­ten bei bestimmt 40, viel­leicht 45 Grad pralls­tem Son­nen­schein. Ich spü­re rich­tig, wie der Son­nen­brand ent­steht. In den Dreh­pau­sen suche ich zwar Schat­ten, aber es hilft nicht viel.

[13:00] Wir sind fer­tig, ein Glück. Ich stei­ge ins vor­kli­ma­ti­sier­te Auto und mache erst ein­mal: „Aaaah! 😮‍💨“ Dann fah­ren wir ein paar Meter ums Eck in die L’Osteria, die Kun­den laden uns alle ein, sehr nett. Ich ver­spei­se so eine Wagen­rad­piz­za und bin danach erwar­tungs­ge­mäß mehr als satt.

[15:00] Wir sind zurück im Büro. Das Fie­pen ist zum Glück weg, Kol­le­ge Sascha hat­te sich dem zwi­schen­zeit­lich und trotz Urlaub ange­nom­men. Ich erle­di­ge noch Din­ge, neben­bei laden die Vide­os der letz­ten bei­den Tage (ges­tern waren wir auch unter­wegs) auf dem Server.

[16:45] Ich bre­che wie­der auf. Die Bus­la­dung vol­ler Kin­der soll gegen 17 Uhr ankom­men und ich pla­ne, Klein-Lea ein­zu­sam­meln, damit das arme Kind nach so einem lan­gen Tag nicht noch nach Hau­se lau­fen muss. Ich hal­te vor­her noch kurz bei DM und hole eine vor­her auf­ge­ge­be­ne Bestel­lung ab. (Bequem und in Ruhe zuhau­se auf dem Sofa alles zusam­men­su­chen und dann schnell auf dem Nach­hau­se­weg ein­sam­meln; das ist für mich die zweit­bes­te Art ein­zu­kau­fen nach der Nach-Hause-Lieferung.)

[17:15] Das Kind ist ange­kom­men. Ganz stolz berich­tet sie, dass sie die zehn Euro, die wir ihr für eine Por­ti­on Pom­mes oder sowas mit­ge­ge­ben haben, nicht benö­tigt habe und nun folg­lich irgend­ei­nen Tand bei Tha­lia shop­pen gehen kön­ne. Die­ser Logik kann ich mich nicht wider­set­zen. Ich mer­ke schnell, dass es ihr nur ums Ein­kaufs­er­leb­nis geht, sie weiß näm­lich gar nicht, was sie eigent­lich will. Nach über einer Vier­tel­stun­de schla­ge ich ihr schließ­lich einen Stift mit vanil­le­duf­ten­dem Radie­rer vor, den ich immer noch viel zu teu­er fin­de, aber das erscheint mir immer noch als best­mög­li­ches Preis-Geschwindigkeitsverhältnis.

[17:45] Zuhau­se ange­kom­men, sitzt der Rest der Fami­lie schon beim Abend­brot. Ich bin immer noch satt von der Mit­tag­s­piz­za, aber ein Stück Brot krie­ge ich trotz­dem noch runter.

[18:45] Die Kid­dies dür­fen nun ins Bett. Umzie­hen, Zäh­ne put­zen, Sand­mann gucken, vor­le­sen, mit der Toch­ter zehn Mal dar­über dis­ku­tie­ren, ob sie aus­nahms­wei­se auf ihrem Sofa schla­fen darf, aber da sind doch Spin­nen, ja dann schlaf doch in dei­nem Hoch­bett, okay, aber ich will doch eigent­lich lie­ber auf dem Sofa, na dann mach das doch, aber was ist, wenn ich her­aus­fal­le, herr­je. Am Ende schläft sie dann doch wie immer in ihrem nor­ma­len Bett.

[20:00] Ich tref­fe die Frau auf dem Sofa. Wir schau­en ins die Tages­ka­ta­stro­phen­schau an, dann schal­ten wir den Fern­se­her wie­der aus. Ich ver­su­che noch, den Feed von Bun​des​stadt​.com zu repa­rie­ren, dann machen wir uns auf den Weg ins Bett.

[21:45] Chrrr.

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Bei­trags­bild: Immo Weg­mann/Unsplash

Ein Kommentar

  1. Preis-Geschwindigkeitsverhältnis 🤣🥰

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