El­le­bil hatte mich letzte Wo­che nach ih­rem zwei­ten Ver­such mit dem Blog­stöck­chen be­wor­fen und ich habe es mit ei­nem Salto auf­ge­fan­gen. End­lich bin ich dran!

Da staut sich was (Flug­blog)
Durch die Sa­nie­rung der Bon­ner Nord­brü­cke ent­stan­de­ner Stau, aus der Luft fo­to­gra­fiert. Ich habe ihn in den letz­ten Wo­chen oft von un­ten ge­se­hen, als ich un­ter der Au­to­bahn­brü­cke hin­durch fuhr. Als Ein­hei­mi­scher, der nicht auf die an­dere Rhein­seite muss, kennt man halt seine Schleich­wege. Trotz­dem hat mir diese Nord­brü­cken­sa­nie­rung die Freude über die Som­mer­fe­rien ge­raubt. Diese sechs Wo­chen sind in an­de­ren Jah­ren eine Zeit, in der man nur halb so lange ins Büro braucht.

Nicht ganz dicht (Bun​des​stadt​.com)
Cars­ten Ku­bi­cki be­schreibt so schön ein ner­vi­ges Pro­blem, das je­der Bon­ner Bahn­fah­rer kennt und ir­gend­wie sym­pto­ma­ti­sch für die Bun­des­stadt steht. Wie so viele an­dere Men­schen war mein ers­ter Ein­druck von Bonn der Haupt­bahn­hof. Und wie soll ich sa­gen? – ich habe schon bes­sere Erstein­drü­cke ge­habt. Das Dach­pro­blem lernte ich da­ge­gen erst ken­nen, als ich nach Bonn ge­zo­gen war. Es hat meine in­nere In­te­gra­tion in die Stadt nicht be­för­dert.

Bon­ner Stadt­be­fes­ti­gung – heute noch sicht­bare Reste (His­to­ri­sches Bonn – Bönn­sche His­to­rie)
Jo­sef Nie­sen zeich­net den Ver­lauf der Bon­ner Stadt­mauer nach. Da kann man noch rich­tig was ler­nen. Stadt­mau­ern, eine viel­fach un­ter­schätzte In­sti­tu­tion, die im Laufe der Jahr­hun­derte ge­schlif­fen wurde. Da­bei würde eine in­takte Stadt­mauer bei­spiels­weise die Um­welt­zo­nen­pro­ble­ma­tik er­heb­lich er­leich­tern: De­ckel drauf und der Fein­staub bleibt beim Ver­ur­sa­cher.

Der Bon­ner Müns­ter und seine Ges­ten (Fo­kus Bonn)
Chris­tian Glat­ter war im Bon­ner Müns­ter und hat Hände be­trach­tet. Christ­li­che Hände ha­ben wahr­schein­lich eine Be­deu­tung, al­ler­dings wurde Je­sus nicht, wie viel­fach an­ge­nom­men, an den Hän­den auf­ge­hängt, son­dern be­kam die Nä­gel durch das Hand­wur­zel­ge­lenk, das we­sent­lich sta­bi­ler und reiß­fes­ter ist. Zur christ­li­chen Hand­hal­tung fällt mir auch ein, was der Ju­gend­be­treuer An­dreas uns in ei­ner der zahl­rei­chen CVJM-Abende sagte, bei de­nen ich als Ka­tho­lik mit zwölf Jah­ren aus­tre­ten mus­ste. An­dreas meinte, beim Be­ten käme es nicht auf die Hand­hal­tung an, son­dern auf die in­nere Hal­tung. Man müsse die Hände nicht fal­ten oder an­ein­an­der­hal­ten, viel wich­ti­ger wäre, sich auf das Ge­bet zu kon­zen­trie­ren. In Folge des­sen schloss ich fortan meine Au­gen und träumte von K.I.T.T.

Bil­der, Post­kar­ten oder Note­books be­sti­cken (Do Not Tell On Your First Date)
Alte Fo­tos be­sti­cken. Auf diese Idee muss man auch erst ein­mal kom­men. Ich be­kam ein­mal Stick-Set ge­schenkt, ich glaube von mei­ner Mut­ter. Meine Schwes­ter hat das glei­che be­kom­men. Es war ein durch­lö­cher­tes Bild ei­nes Pfer­de­kop­fes, das zu­sam­men mit gro­ßen, für Kin­der­hände ab­ge­stumpfte Na­deln und bun­ten Fä­den ge­lie­fert wurde. Es galt, die Fä­den den Far­ben des Auf­drucks ent­spre­chend nach­zu­sti­cken. Sti­cken nach Zah­len so­zu­sa­gen. Mir hat das Spaß ge­macht. So viel Spaß, dass ich so­gar das Bild mei­ner Schwes­ter be­en­dete, nach­dem sie auf­ge­ge­ben hatte. Da­nach habe ich nie wie­der ge­stickt.

Lo­gen­platz am Rhein (Bonn kocht)
Ri­chard Bon­gartz emp­fiehlt ein Re­stau­rant in voll­kom­me­ner Rhein­nähe. Es ist in Grau­rhein­dorf und klingt sehr nett. Es­sen am Was­ser ist fast so gut wie Es­sen auf dem Was­ser. Al­ler­dings hat der Rhein eine ziem­li­che Strö­mung, des­halb tut es die kleine Nuss­schale nicht ohne Wei­te­res. Und so ein gro­ßes Rhein­fahrts­schiff kann ich nur be­dingt emp­feh­len. Dar­auf sind sehr viele be­trun­kene Men­schen. Will man sich je­doch gerne auf dem Was­ser be­trin­ken, ist eine Fahrt von Bonn nach Kö­nigs­win­ter emp­feh­lens­wert. Die Hin­fahrt dau­ert fast dop­pelt so lange wie die Rück­fahrt. Wie­der so ein Hin­weis auf die Strö­mung.

Bonn, Bo­chum, World: TECH­NI­QUE (PA­BUCA)
Fo­tos aus Bonn und Bo­chum. Ich habe mich ja neu­lich ge­fragt, ob die li­be­ra­li­sierte Kenn­zei­chen­ver­gabe in NRW auch er­lau­ben würde, mir ein Bo­chu­mer BO-Kennzeichen zu ho­len, das ich dann mit NN er­gän­zen könnte. So li­be­ral ist die Kenn­zei­chen­ver­gabe dann aber doch nicht. Ich könnte mich aber wohl für eine kurze Zeit in Bo­chum mel­den, dort ein BO-Kennzeichen ho­len und dann wie­der zu­rück­zie­hen und es be­hal­ten. Das er­öff­net ganz neue Ge­schäfts­ideen, wenn man mal dar­über nach­denkt.

Lah­mes In­ter­net als Stand­ort­kil­ler für Fir­men: Viel Pa­la­ver und we­nig Ta­ten (Ich sag mal)
Gun­nar Sohn zi­tiert den General-Anzeiger und stimmt zu, dass lang­sa­mes In­ter­net ein Standort- und Wett­be­werbs­nach­teil ist und im­mer stär­ker sein wird. Ich bin ja aus ei­ner Ver­ket­tung un­glück­li­cher Um­stände NetCologne-Kunde, weil ich in mei­ner Zeit in Köln ein schö­nes, di­ckes Glas­fa­ser­ka­bel quasi di­rekt in mei­nen Com­pu­ter ge­lie­fert be­kam und be­geis­tert ei­nen 24-Monatsvertrag ab­schloss. Als ich dann kurz dar­auf um­zog, mus­ste ich den Ver­trag mit nach Bonn neh­men, wo es nur Kup­fer­lei­tun­gen gibt. Und trotz der be­stä­tig­ten Tat­sa­che, dass der nächste Ver­tei­ler ein paar Me­ter ne­ben mei­ner Woh­nung steht, er­rei­che ich nur ein Bruch­teil der Köl­ner Ge­schwin­dig­keit. Und Bonn ist jetzt nicht das platte Land, von dem Gun­nar da re­det. Ist es ei­gent­lich bei dem Bon­ner Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­ons­un­ter­neh­men bes­ser? Oder ko­chen dir auch nur mit Kup­fer?

Qui Qui! (lovelyo­liv­blog)
Mira Strick vom Lovelyo­liv­blog hat eine schöne Bluse bei H&M ge­fun­den. H&M, ein Kon­zept, das ich gut ver­ste­hen kann. Man kann dort für we­nig Geld kin­der­hand­ge­nähte Ware kau­fen, die alle an­de­ren auch tra­gen. Ver­gleich­bar zu Hol­lis­ter, Pri­mark oder Apple. In Bonn gibt es so­gar ein H&M-Geschäft nur für Män­ner, in das mich ge­wisse Per­so­nen im­mer wie­der nö­ti­gen wol­len. Meine H&M-Karriere gab ich aber auf, als ich der­einst ei­nen an­de­ren Kerl sah, der den glei­chen H&M-Pulli wie ich trug. Er war nicht schön. Der Kerl, nicht der Pulli. Aber trotz­dem.

Mein Pra­xis­tipp zur Obst- und Ge­mü­se­dis­kus­sion: Jetzt aus dem Vol­len schöp­fen! (Ga­briela Freitag-Ziegler)
Ga­briela Freitag-Ziegler emp­fiehlt zur ge­sun­den Er­näh­rung, ein­fach mal auf den Bon­ner Markt zu ge­hen und sich dort ein­zu­de­cken. Den Bon­ner Markt kenne ich nur in ei­nem Zu­stand kurz vor dem Schlie­ßen. Des­halb ver­binde ich mit ihm vor al­lem schrei­ende Män­ner­stim­men, die das Kilo Erd­bee­ren für ei­nen durch­aus at­trak­ti­ven Preis an­bie­ten, und große Last­wa­gen, die ei­nen rück­sichts­los über den Hau­fen fah­ren wol­len.

Und ein Extra-Link. Weil ich es kann:

Brunch im Café Mae’s / Wir ha­ben ein Ho­tel ge­kauft (Blau­be­him­melt)
Frau Blau­be­him­melt war bei Mae’s und es hat ihr dort sehr gut ge­fal­len. Kann ich gut ver­ste­hen. Mae’s hat eine große Lü­cke in Bonn ge­schlos­sen, wenn man mal die Ve­ge­ta­rier und Ve­ga­ner in sei­ner Um­ge­bung be­fragt. Und da wir un­sere mor­gige Hoch­zeits­torte von eben­die­sem Mae’s er­hal­ten wer­den, er­laube ich mir auch, hier und an die­ser Stelle Wer­bung für die­sen tol­len La­den zu ma­chen: GEHT ZU MAE’S!

Top 10 der letz­ten Wo­che

  1. “Na­tur­steig pur” – Pfade & Fern­bli­cke im Wind­ecker Länd­chen (Wan​dern​Bonn​.de)
    160 mal gesha­red
  2. Nomi Hoch­stuhl von Evo­move zu ge­win­nen (Ma­ma­blog Ma­ma­mia)
    116 mal gesha­red
  3. Pro­sti­tu­ti­ons­kri­ti­ker nicht er­wünscht (JUI​CED​.de)
    107 mal gesha­red
  4. Ich brau­che mehr oommmm! (Ma­ma­blog Ma­ma­mia)
    74 mal gesha­red
  5. Lah­mes In­ter­net als Stand­ort­kil­ler für Fir­men: Viel Pa­la­ver und we­nig Ta­ten (Ich sag mal)
    59 mal gesha­red
  6. um den block mit nina (the home­trail)
    57 mal gesha­red
  7. Wenn Cap­tain Pi­card in 48 Mi­nu­ten ein­fach al­les er­klärt (Bon­ner Sterne)
    52 mal gesha­red
  8. Kein Za­va­ckas, kein Zir­bes (Der X-Blog)
    50 mal gesha­red
  9. Ein hu­mor­vol­ler Film über den erns­ten Be­ruf des Bi­blio­the­kars (Bi​blio​the​ka​ri​sch​.de)
    38 mal gesha­red
  10. Bonn, der Rhein und der ganze Rest… (Flug­blog)
    32 mal gesha­red

Bon­ner Blog der Wo­che

Das ist na­tür­lich eine schwere Auf­gabe, denn in Bonn gibt es ver­dammt viele tolle Blogs. Ich wähle mal ei­nes, das über Bonn hin­aus be­kannt ist, weil die Be­trei­be­rin im­mer wie­der viele nütz­li­che Tipps gibt und Rei­se­b­log­ging echt voran treibt: Das Blog von Kris­tine Ho­nig mit „Tou­ris­mus­mar­ke­ting in So­cial Me­dia“.

And the Stöck­chen goes to …

Gun­nar Sohn von ich​sag​mal​.com. Gu­tes Ge­lin­gen!

23 KOMMENTARE

  1. Blog­stöck­chen ist an­ge­kom­men, ge­fan­gen und wird nächste Wo­che be­ar­bei­tet. :) Merci!
    Und danke für deine Link-Tipps der letz­ten Wo­che!
    LG, Kris­tine

  2. Stimmt, Jo­han­nes! Blog der Wo­che! \o/ Ver­mut­lich des­halb für mich „um­ge­dich­tet“, weil ich das tat­säch­lich bei Mi­chèle schon war. Ihr seid’s ver­rückt!! Dan­ke­schön!!!

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