Seit Ostersamstag hat die Tagesschau (und ähnliche Nachrichtensendungen) ein neues Design. Ich finde es insgesamt sehr gelungen und in Verbindung mit anderen Änderungen insgesamt sehr passend für Nachrichten des Ersten Deutschen Fernsehens.

Aber es gibt typografische Probleme mit den Einblendungen der Schlagzeilen. Ich habe da vielleicht einen leichten Schaden, aber mich stören sie jedes Mal; manchmal sogar so sehr, dass ich mich nicht mehr auf die eigentliche Nachricht konzentrieren mag. Erst heute wieder gab es zwei plus eine Szene, mit denen ich das veranschaulichen möchte.

Zum einen ist da die Dachzeile über den Schlagzeilen. Sie werden in Kapitälchen dargestellt, aber nur auf x-Höhe. Kommen Zahlen ins Spiel wird das deutlich. Die sind nämlich auf einmal höher als der Rest. Man sieht das an der "1" und der "21" in den folgenden beiden Screenshots:

Typografisches Problem Nr. 1

Typografisches Problem Nr. 21

Das andere Problem ist die Einblendung während der Vorschau auf die Sendung Tagesthemen. Ich kann nicht glauben, dass es in vier Monaten noch niemanden in der Tagesschau-Redaktion gab, der deswegen schreiend davongerannt ist:

Typografisches Problem Nr. g

Warum zum Geier geht der Balken über den unteren Bogen vom "g"?

Ich verstehe diese Unsauberkeiten nicht. Vielleicht sehe ich das etwas eng oder interpretiere da was falsch, für mich sind das jedoch Dinge, die einem professionellen Designer nicht unterlaufen sollten.

21 KOMMENTARE

  1. Müss­ten bei ech­ten Kapi­täl­chen die Groß­buch­sta­ben nicht auch höher sein?
    Ändert nix an dem Zah­len­ding, fiel mir nur grade auf.

    • Ja, müss­ten sie. Das Pro­blem ent­steht erst dadurch, dass nur Klein­buch­sta­ben ver­wen­det wer­den, die Zah­len sich jedoch auf der Höhe von Groß­buch­sta­ben befin­den. Wer auch immer sich das aus­ge­dacht hat, er hat zu früh mit dem Den­ken auf­ge­hört.

      • Ganz groß, diese TV-Redakteursfaulheit.
        Aber das ist das Pro­blem ja nicht aus­schließ­lich ein Kon­zep­tio­nel­les...

  2. Aber Kapi­täl­chen haben doch immer x-Höhe (oder knapp drü­ber), sonst wären sie ein­fach nur Groß­buch­sta­ben. Sie hät­ten eine Schrift mit Mediä­val­zif­fern neh­men sol­len, das hätte es geret­tet.

    Das abge­schnit­tene „g“ muss ich mir noch­mal in der Bewe­gung anse­hen.

    • Klein­buch­sta­ben sind bei Kapi­täl­chen auf x-Höhe, die Groß­buch­sta­ben haben „nor­male“ Höhe. Das scheint ja genau das Pro­blem zu sein, dass bei der Dach­zeile nur Klein­buch­sta­ben ver­wen­det wer­den. Warum auch immer.

      Mediä­val­zif­fern wür­den das Pro­blem auch nur teil­weise lösen (um genau zu sein für die Zif­fern 0, 1 und 2.)

      • Ja, irgend­wie war die Ent­schei­dung so Quark. Eigent­lich hät­ten sie GROẞ­BUCH­STA­BEN in einer klei­ne­ren Schrift­größe neh­men sol­len, denn von der Posi­tion der schlie­ßen­den Anfüh­rungs­zei­chen hin­ter „stutt­gart 21“ fange ich bes­ser gar nicht erst an.

        (Und vie­len Dank auch, dass ich den Scheiß jetzt immer sehen werde. :-/ )

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