Leuchtendes Flutlicht in nebliger oder rauchiger Atmosphäre

April 2026: Fußball und Mautgebühren

Irgend­was mit Fuß­ball, einem Bar­camp und komi­schen Tra­di­tio­nen frem­der Kulturen.

Süd­sta­di­on: Vier Jah­re wohn­te ich in der Köl­ner Süd­stadt, nur ein paar Stra­ßen vom Süd­sta­di­on ent­fernt. Wenn ich drau­ßen saß, konn­te ich manch­mal die Fan­ge­sän­ge hören. Aber es dau­er­te noch 16 wei­te­re Jah­re, bis ich auch ein­mal in das Sta­di­on kom­me. Anlass war ein Freund, der For­tu­na-Fan ist, und weiß, dass ich es mit dem Bon­ner SC hal­te. Und wie es der Zufall will, gas­tier­te Bonn wegen des Pokal-Halbfinales in Köln. Das Spiel ging recht unspek­ta­ku­lär 1:4 aus Bon­ner Sicht aus. Aber es war sehr nett, nach vie­len, vie­len Jah­ren mal wie­der so einen Her­ren­fuß­ball­abend zu erle­ben. Und mal wie­der in der Süd­stadt zu sein war auch schön.

Fußballstadion mit Spielern auf dem Spielfeld und einer großen Rauchwolke über den Zuschauerrängen
Eini­ge Fortuna-Fans hat­ten stark rau­chen­de E-Zigaretten mitgebracht

Sport­park Nord: Wäh­rend ich da so Men­schen beim Sport­trei­ben zusah, kam mir eine Erkennt­nis: Ich muss mit den Kin­dern öfter mal ins Sta­di­on, sonst wer­den die ja nie Fuß­ball­fans! Also schau­te ich, wann sich eine Gele­gen­heit ergä­be. Und die war schon andert­halb Wochen spä­ter da. Der Bon­ner SC spiel­te zuhau­se gegen die Zweit­ver­tre­tung vom gro­ßen FC aus der Vor­stadt; das alles zur bes­ten Fami­li­en­zeit um 14 Uhr am Sonn­tag. Also schnapp­te ich mir den Nach­wuchs, der mit wech­seln­der Begeis­te­rung dem ver­dien­ten 1:0-Sieg bei­wohn­te. Zumin­dest der Jun­ge äußer­te ein paar Tage spä­ter ein­mal, dass er ger­ne wie­der „Fuß­ball auf dem Rasen sehen“ möch­te. Immerhin.

Bar­camp zum kom­mu­na­len Kli­ma­schutz: Zum zwei­ten Mal schon durf­ten wir für das Difu ein Bar­camp in Köln orga­ni­sie­ren, das ich auch mode­rier­te. Das ist schon eine inter­es­san­te Trup­pe, die man zum größ­ten Teil nicht auf ande­ren Bar­camps tref­fen kann. Was nicht hei­ßen soll, dass sie nicht mit Bra­vour mit­mach­ten, im Gegen­teil. Nur bei einem war ich mir nicht so sicher, ob er rich­tig war. Beim Bar­camp gilt gewöhn­lich das Arbeits-Du, das nicht nur für eine ange­neh­me Atmo­sphä­re sorgt, son­dern auch dazu dient, Hier­ar­chien abzu­bau­en und die Teil­neh­men­den moti­viert, sich aktiv an den Ses­si­ons zu betei­li­gen. In bald 15 Jah­ren Bar­cam­pen habe ich noch nicht erlebt, dass sich einer bei der Vor­stel­lungs­run­de hin­stellt und der ver­sam­mel­ten Mann­schaft erklärt, er möge bit­te gesiezt wer­den. Es mach­te nicht den Ein­druck, als hät­te er damit die Her­zen der ande­ren gewon­nen. Aber muss ja jede:r selbst wis­sen, wie er:sie sich prä­sen­tie­ren möchte.

Blaues Schild mit der Aufschrift 'Ab hier wird geduzt!' und kleinem Logo des Deutschen Instituts für Urbanistik
Am Schild am Ein­gang lag’s nicht

Impf: Mei­ne Teta­nus­imp­fung muss­te seit nur ein paar Jah­ren auf­ge­frischt wer­den. Ich bin mei­ner Frau sehr dank­bar, dass sie dar­um küm­mer­te, dass ich einen Impf­ter­min bekom­me. Ich war näm­lich schon etwas ent­nervt, nach­dem ich ver­gan­ge­nen Herbst erfolg­los über Wochen ver­such­te, einen Ter­min für eine Grippe- und Coro­na­imp­fung zu bekom­men. So ein Ter­min klappt wohl nur, wenn man per­sön­lich vor­spricht. Was ich aber (zum Glück) sehr, sehr sel­ten muss. Nun war ich aber da und beim Pik­sen stell­te man fest, dass FSME auch fäl­lig sei, und ich wäre ja nun schon mal da und hät­te einen zwei­ten Arm, ich könn­te doch also, und ich sag­te ja, hau rein was geht, und schon hat­te ich zwei Arme, die einen Tag lang nicht mehr ganz nach oben bewegt wer­den konnten.

Tanz in den Mai: Und am Ende des Monats fuh­ren wir in den „frän­kisch gepräg­ten Nord­os­ten Baden-Württembergs“. Dar­über wer­de ich im Mai-Report berich­ten. Die Hin­fahrt war aller­dings gera­de noch im April und das ist wich­tig für die Geschich­te. Wir fuh­ren ein gutes Stück über Land­stra­ßen hin zu unse­rem Domi­zil und lern­ten in den Dör­fern einen uns unbe­kann­ten Brauch ken­nen. Kin­der stopp­ten auf den Haupt­stra­ßen mit selbst­ge­stal­te­ten Absper­run­gen die Durch­fahrt. Beim ers­ten Fall ver­stan­den wir noch nicht so recht den Zweck. Erst nach län­ge­rer Nach­fra­ge war klar, dass die Wege­la­ge­rer Geld woll­ten. Bar­geld, kei­ne Kar­te, ich frag­te extra nach. Wir hat­ten exakt 30 Cent an Mün­zen dabei. Das reich­te für die Wei­ter­fahrt erst ein­mal. Aber schon beim zwei­ten Dorf muss­te ich rufen: „Hal­lo! Wir sind nicht von hier. Wir haben Geld. Es tut uns leid.“ Wor­auf uns sinn­vol­ler­wei­se ange­bo­ten wur­de, bei einer Zah­lung von zehn Euro ein Bier als Bonus zu erhal­ten – fair, aber nicht hilf­reich. Wie auch immer, irgend­wie sind wir ange­kom­men. Mehr demnächst.

Vie­len Dank fürs Lesen! Du möch­test mir etwas Gutes tun? Du möch­test kei­nen Bei­trag mehr ver­pas­sen? Hier fin­dest alle Infor­ma­tio­nen dazu! Mei­nen gro­ßen Dank schi­cke ich dir schon vorab: 💜

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