Ein Saal von hinten, darin viele Jugendliche auf Stühlen. Sie sehen zwei Männern mit Mikrofonen zu.
Rund 120 Menschen drängten sich im Haus der Jugend (Foto: Oliver Kepka)

Ein wenig ver­spä­tet, was ein­fach der Arbeits­last geschul­det ist, aber ich woll­te ja noch unbe­dingt über das Future­Camp berich­ten, das Bonn​.digi​tal aus­ge­rich­tet hat.

Deut­lich in der ers­ten Jah­res­hälf­te ging Sascha mit der Idee schwan­ger, eine Art Bar­camp für Jugend­li­che zu machen. Er lud ein paar Bekann­te aus dem digi­ta­len Bon­ner Umfeld ein und sprach mit ihnen über Mög­lich­kei­ten. Gleich­zei­tig wur­de Johan­nes Schlarb von der Tele­kom Stif­tung auf uns auf­merk­sam – oder umge­kehrt, das weiß ich gar nicht mehr. Die Tele­kom Stif­tung rich­tet bereits die soge­nann­ten „Gestalt­Bars“ aus. Unter ande­rem im Haus der Jugend, eine Ein­rich­tung der Stadt Bonn, eine Art Jugend­zen­trum an der Reu­ter­stra­ße.

Und so wur­de recht schnell ein Pro­jekt­team gegrün­det. Die Stadt, das Haus der Jugend, die Tele­kom Stif­tung und Bonn​.digi​tal erar­bei­te­ten zusam­men eine halb­tä­gi­ge Ver­an­stal­tung, die sich um digi­ta­le The­men dre­hen und von den Jugend­li­chen (mit-)gestaltet wer­den soll­te. Digi­ta­los aus der Regi­on soll­ten die Mög­lich­keit haben, ihre For­ma­te der Jugend­bil­dung am „leben­den Objekt“ aus­zu­pro­bie­ren. Und Mit­ar­bei­ter der Stadt, natür­lich ins­be­son­de­re des Jugend­amts, soll­ten nicht nur die Jugend­li­chen mit­brin­gen, son­dern auch selbst ein wenig mit­neh­men.

Funktioniert ein Barcamp für Jugendliche?

Es war ein Risi­ko, das wir am 23. Sep­tem­ber 2017 ein­ge­gan­gen sind. Nie­mand konn­te wis­sen, ob das For­mat Bar­camp für jun­ge Leu­te funk­tio­niert. Zumal auch die meis­ten Erwach­se­nen vor Ort noch nie bei einem waren. Wäh­rend die Vor­stel­lungs­run­de noch sehr ordent­lich ablief, war die Ses­si­onpla­nung ein wenig chao­tisch; man merk­te den Jugend­li­chen an, dass sie schon eine gan­ze Zeit lang still sit­zen muss­ten und die räum­li­che Situa­ti­on beding­te lei­der, dass alle Ses­si­onge­ber ein wenig durch­ein­an­der stan­den, als sie ihre Ide­en prä­sen­tier­ten. Den­noch lief alles wie geplant ab und am Ende stand ein Ses­si­onboard mit einer Men­ge höchst inter­es­san­ter Ange­bo­te.

Die vier Zeits­lots waren dann (viel zu) schnell vor­bei, aber das Feed­back hat begeis­tert. Die Jugend­li­chen waren natür­lich beson­ders von YouTube-Star Julez ange­tan, die DJ-Sessions von DJ Micha­el Mar­ten waren ein Hit, auch das Bas­teln mit Cal­lio­pe oder der Sen­se­Box waren beliebt und bei Musi​cal​.ly konn­te sogar Sascha noch was ler­nen. Aber auch von ande­ren Ses­si­ons hör­ten wir nur Posi­ti­ves.

Kurz­um: Das Future­Camp war ein vol­ler Erfolg. Wir freu­en uns rie­sig, dass alles so gut geklappt hat und hof­fen, dass wir die­sen „Medi­en­tag im Haus der Jugend“ bald erneut auf­le­gen kön­nen.

(Der Bericht erschien zuerst im Bonn.digital-Blog.)

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