Google, diese alte Datenkrake, sammelt ja unentwegt Daten von mir. Daraus leitet der sympathische Konzern aus Amerika Interessensgebiete ab, die er – don't be evil – auch noch für die eigene Bearbeitung auflistet. Ich werde zwar den Teufel tun und Google dabei helfen, mich noch besser verkaufen zu können, aber es ist ja schon einmal interessant, was Google so über mich denkt. Diese Daten kann übrigens jeder mit einem Google-Konto abrufen unter der URL http://www.google.de/ads/preferences (unter dem Punkt "Interessen"). Der Tipp kam von Luca und eigentlich wäre das ein wunderschönes Stöckchen, wenn es zurzeit nicht zu warm zum Werfen wäre.

Aber jetzt zum Eingemachten. Google denkt also, ich interessiere mich für die folgenden Themen:

  • Comics ✔
  • Computer und Elektronik ✔
  • Damenbekleidung
  • Fernsehen und Video ✔
  • Fitness
  • Gesetz und Regierung ✔
  • Haus und Garten
  • Haustiere und wild lebende Tiere ✔
  • Investitionen
  • Linux und Unix
  • Massive Multiplayer
  • Musik und Audio ✔
  • Nachrichten ✔
  • Online-Spiele
  • Outdoor
  • Politik ✔
  • Radfahren ✔
  • Rockmusik ✔
  • Schönheit und Fitness
  • Shopping
  • Skriptsprachen ✔
  • Soziale Netzwerke ✔
  • Sport ✔
  • Suchmaschinenoptimierung und -marketing
  • Unternehmen und Industrie
  • Wirtschaftsmeldungen
  • Wörterbücher und Enzyklopädien ✔

Nun, 14 von 27, das ist mal eine echt miese Trefferquote. Und da habe ich bei drei, vier Punkten noch lange überlegen müssen, ob ich daran ein Häkchen setze oder nicht. Vielleicht sollten wir uns doch nicht so viel Sorgen um Datenspionage machen, wenn solche Schlussfolgerungen dabei herumkommen.

13 KOMMENTARE

  1. Ent­schul­dige, ich bin mir sicher, dass Du es gar nicht so meinst, aber ich möchte für andere, die Dei­nen letz­ten Satz ernst neh­men könn­ten kurz ergän­zen:

    Gerade des­we­gen soll­ten wir uns noch etwas mehr Sor­gen machen.
    Denn wenn Maschi­nen und/oder Poli­zis­ten ohne Sinn für Zusam­men­hänge, Humor, Iro­nie oder ähn­li­ches mit einer ähn­li­chen Tref­fer­quote unsere Mails, Tweets, Posts aus­wer­ten, dann ist es egal, ob wir etwas zu ver­ber­gen hät­ten - die Aus­wer­tun­gen funk­tio­nie­ren ja eh nicht und es kann jeden von uns erwi­schen. Immer.
    Das dann aller­dings einem Klein­stadt­po­li­zis­ten oder einem Internet-Ausdrucker-Richter - denen man gesagt hat, dass ihre Pro­gramme gut funk­tio­nie­ren - zu erklä­ren, das möchte ich per­sön­lich gar nicht erle­ben.

  2. Jetzt wollte ich da auch mal mit­ma­chen und was ist? Meine Inter­es­sen sind Google unbe­kannt. Das hab ich also jetzt davon, Google an der kur­zen Leine zu hal­ten.

  3. Danke für den Tipp mit google. Bei mir ist ganz lus­tig, dass google bei mei­nen Inter­es­sen, basie­rend auf mei­nen Such­an­fra­gen, bra­si­lia­ni­sche Musik auf­ge­lis­tet hat. Frag mich nicht, wie die dar­auf kom­men. Inter­es­siert mich über­haupt nicht.

    Was google aber durch die von mir besuch­ten Web­sites ermit­telt hat, bil­det mein Inter­es­sens­spek­trum ziem­lich genau ab. Und das stört mich ehr­lich gesagt schon.

    • Man kann sich ja weh­ren. Die Such­funk­tion kann man sogar direkt bei Google so ein­stel­len, dass sie nichts trackt (des­halb habe ich auch nur Ergeb­nisse für das Adsense-Netzwerk). Ansons­ten hilft, sich stets aus den Google-Konten wie­der aus­zu­log­gen und Tools wie Ghostery zu nut­zen. Wie immer gilt halt: Pri­vat im Inter­net zu sein ist nicht Default-Einstellung, son­dern muss man sich müh­sam erar­bei­ten.

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