Man­che Owner ver­ste­cken den Cache an beleb­ten Plät­zen. Den zu ent­de­cken, ohne dabei von einem Mug­gel erwischt zu wer­den, kann manch­mal schon viel Geduld erfor­dern“, erzählt Geo­cacher Micha­el Keu­kert aus Aachen, der bei die­sem The­ma ganz in sei­nem Ele­ment ist.

Geo­caching, eine Art moder­ne Schnit­zel­jagd, die mit­hil­fe von GPS-Geräten und immer häu­fi­ger mit­tels Smart­pho­nes betrie­ben wird, lebt von einer akti­ven, ein­ge­schwo­re­nen Gemein­schaft. Die Suchen­den (Cacher) navi­gie­ren sich zu einem Ver­steck, in dem ein Owner (Besit­zer) einen Schatz (Cache) ver­steckt hat. Die Schät­ze sind dabei meist nur Klei­nig­kei­ten. „Ziel ist es, dem Geo­cacher ein freu­di­ges Erleb­nis zu berei­ten“, sagt Regi­ne Hei­dorn. Nicht ohne Stolz berich­tet sie, den zweit­be­lieb­tes­ten Cache Ber­lins aus­ge­legt zu haben. Zu den Geocaching-Stammtischen in der Haupt­stadt kom­men regel­mä­ßig bis zu 150 Per­so­nen jeder Couleur.

GeocacheUm Van­da­lis­mus und Dieb­stahl vor­zu­beu­gen, sich aber auch als Gemein­schaft zu defi­nie­ren, geben die Ein­ge­weih­ten Acht, dass kein Außen­ste­hen­der etwas von dem Cache bemerkt. Mug­gels – so die in Anleh­nung an die Har­ry Potter-Reihe genann­te Bezeich­nung von Nicht-Geocachern – kön­nen aber leicht selbst Teil die­ser Gemein­schaft wer­den. Die Zugangs­hür­de ist gering. Auf dem größ­ten Geocaching-Portal geo​caching​.com steht eine Aus­wahl an Smartphone-Apps für alle gän­gi­gen Sys­te­me zur Ver­fü­gung – für Ein­stei­ger auch in kos­ten­lo­sen Vari­an­ten. Nach Down­load der App und kur­zer Regis­trie­rung kann man sich schon auf die Suche nach ers­ten, leicht auf­find­ba­ren Caches in der nähe­ren Umge­bung machen. Für Neu­lin­ge ist es auf jeden Fall rat­sam, zunächst selbst eini­ge Caches zu fin­den, bevor sie in die Rol­le des Owners schlüp­fen und begin­nen, selbst wel­che zu verstecken.

Spaß für die ganze Familie

Geo­caching ist ein Spaß für die gan­ze Fami­lie“, fin­det Jani­ne Kam­mann. Sie geht regel­mä­ßig mit ihrem Mann und ihren Kin­dern auf Schatz­su­che im Köl­ner Raum. „Aber auch für den Urlaub recher­chie­ren wir vor­her, wo Caches sind“, betont sie. Man kön­ne mit Geo­caching ganz neue Ecken ken­nen­ler­nen und sich abseits tou­ris­ti­scher Pfa­de bewe­gen. Und zwar so, dass auch Kin­der mit Feu­er­ei­fer dabei sei­en. Für klei­ne und gro­ße Geo­cacher sind beson­ders mehr­tei­li­ge Schatz­su­chen inter­es­sant, bei denen man sich mit Knif­fe­lei­en und Wis­sen von Sta­ti­on zu Sta­ti­on han­gelt, bis man letzt­lich an das ersehn­te Ziel gelangt.

Pro­ble­me gibt es beim Geo­caching sel­ten. „Jeder ist dar­an inter­es­siert, dass die ande­ren Spaß haben. Wir sind doch eine Gemein­schaft“, sagt Micha­el Keu­kert. Den­noch gibt es eini­ge Regeln. Die Sicher­heit aller Teil­neh­mer ist beson­ders wich­tig. Auch der Natur­schutz steht über allem: „Einen Cache in einem Vogel­nest wür­de zum Bei­spiel nie­mals durch­kom­men“, berich­tet er. Dar­über hin­aus dür­fen Caches nicht zu nah anein­an­der lie­gen. Bahn­däm­me sind genau­so ver­bo­ten wie mili­tä­ri­sche Ein­rich­tun­gen und das Ver­ste­cken an nicht öffent­lich zugäng­li­chen Orten. Kom­mer­zi­el­le Schät­ze sind ver­pönt, mit ent­spre­chen­der Kenn­zeich­nung und Ankün­di­gung wer­den sie jedoch in Ein­zel­fäl­len geduldet.

Ob Natur­lieb­ha­ber, Rät­sel­freund, Aben­teu­rer oder Technik-Fan: Geo­caching ist eine viel­sei­ti­ge Frei­zeit­ak­ti­vi­tät, die sich mitt­ler­wei­le auch hier­zu­lan­de einer zuneh­men­den Beliebt­heit erfreut und immer neue Ent­de­ckun­gen bereithält.

Die­ser Bei­trag wur­de zuerst im Netzofant-Blog veröffentlicht.
Foto: psd CC-BY via pho­to­pin

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