WM 2014 bei 1ppm

Achtelfinale

Belgien Belgien 2:1 USA USA

1:0 Kevin De Bruy­ne (93.)
2:0 Rome­lu Luka­ku (105.)
2:1 Juli­an Green (107.)

Der neue Trend im Fuß­ball­sport sind zähe Spie­le, die viel zu lan­ge 0:0 ste­hen. Es ist kein Bewer­bungs­schrei­ben für den Fuß­ball an sich, die­ses abwar­ten­de, kein Risi­ko ein­ge­hen­de Spiel, das ein­zig davon lebt, den rich­ti­gen Moment für einen Kon­ter zu erspü­ren und sich ansons­ten hin­ten mit zwei Abwehr­rei­hen ein­zu­mau­ern. Wie füh­len sich wohl all die neu­en Fuß­ball­fans in den USA, die jahr­zehn­te­lang den Fuß­ball als zu lang­sam, zu lahm, zu ereig­nis­arm kri­ti­sier­ten nach die­sem Spiel? Ver­mut­lich bestä­tigt. Die­se WM ist wahl­wei­se kaputt oder zu aus­ge­gli­chen, wenn schon fünf von acht K.O.-Partien in die Ver­län­ge­rung mussten.

Jetzt aber zur Par­tie. Es war zäh und lang­wei­lig, arm ein High­lights und wenig inspi­rie­rend. Dann bra­chen die letz­ten zwan­zig Minu­ten an und Bel­gi­en fing an, Fuß­ball zu spie­len. Howard im ame­ri­ka­ni­schen Tor woll­te mit­spie­len. Es gab Ver­län­ge­rung. Und dann ging es erst rich­tig los. Dann trau­ten sich bei­de Mann­schaf­ten end­lich mal was, sie merk­ten offen­bar, dass es nun zählt. Es waren wirk­lich span­nen­de drei­ßig Minu­ten mit drei Toren, etli­chen hoch­ka­rä­ti­gen Chan­cen und vie­len sehens­wer­ten Aktio­nen. Am Ende hat Bel­gi­en nicht unver­dient gewon­nen. Aber war­um nicht gleich so?

Hund & Hin­ter­grund: Shut­ter­stock [M]

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