Dienstag, 31. Juli 2018: Bauernsubventionen

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Heu­te war angeb­lich der hei­ßes­te Tag des Jah­res. Ich mer­ke kei­nen Unter­schied mehr. Man schwitzt ein­fach den gan­zen Tag. Ob das jetzt 34 oder 36 Grad sind, ist doch auch schon egal.

Ges­tern recher­chier­te ich tat­säch­lich Kli­ma­an­la­gen. Vor allem für das Schlaf­zim­mer, aber auch ger­ne für den Rest der Woh­nung. Dach­ge­schoss, du ver­stehst. Wir hat­ten hier seit Wochen nicht mehr unter 28 Grad. Und einen Mit­be­woh­ner mit Fell. Bei den Prei­sen sag­te ein Haus­halts­mit­glied ohne Fell: „Für die paar Tage im Jahr lohnt sich das nicht.“ Ich lach­te kurz („Haha, paar Tage!“), dann war es mir aber auch zu viel Geld für die paar Tage im Jahr.

Viel­leicht sub­ven­tio­niert ja die Bun­des­re­gie­rung bald Kli­ma­an­la­gen.

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Ange­sichts des Ern­te­aus­falls ver­ste­he ich die Bauern(verbände), die Ent­schä­di­gun­gen for­dern. Aber mal ehr­lich, einer so stark sub­ven­tio­nier­ten Bran­che noch mehr Steu­er­gel­der zu geben, ohne dass sie sich mal Gedan­ken zur Mono­kul­tur, zur Mas­sen­tier­hal­tung und über­haupt Unter­neh­mer­tum (und den damit ver­bun­de­nen Risi­ken) machen, das ver­ste­he ich nicht. Zumal ich mich fra­ge, wie das in Zukunft wer­den soll, wenn dank Kli­ma­wan­del noch mehr tro­pi­sche Som­mer erwar­tet wer­den.

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Es ist wit­zig, wenn man mal die abge­bro­che­nen Ent­wür­fe sei­nes Blogs durch­sieht. Da gibt es lus­ti­ge Text­frag­men­te wie die­ses hier, das ich unter der Über­schrift „Genie und Ord­nung“ 2014 ver­fasst habe:

Vie­le Men­schen wür­den sich als ordent­lich bezeich­nen. Spä­tes­tens, wenn man Besuch emp­fängt, ist alles schön pico­bel­lo und sau­ber und man kann nicht erken­nen, dass irgend­was nicht an dem Platz wäre, an dem es laut Bestim­mung sein soll.

Eine trü­ge­ri­sche Ord­nung. Zieht man Schub­la­den auf, öff­net man Schrank­tü­ren, wirft man einen Blick in den Abstell­raum wird klar: Es ist die Ober­flä­che, die blit­zen soll. Din­ge, die in den Orbit gelan­gen, der hin­ter Sicht­schran­ken ver­bor­gen ist, sind vor­läu­fig ver­lo­ren. Dort herrscht kei­ne Ord­nung, dort herrscht Anar­chie, das Recht des zuletzt dazu­ge­kom­me­nen Teils. Es die Welt der Staub­flu­sen und

Hier­mit gepos­tet. Den Ent­wurf kann ich dann löschen.


Gefällt dir, was du hier liest? Ich freue mich, wenn du mei­ne Arbeit mit einer klei­nen Spen­de unter­stützt. Vie­len Dank und ganz vie­le Herz­chen im Vor­aus!

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