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Glühbirnen, kein Blutmond bei Knauber

Blut­mond“, das klingt nach einer mehr­tei­li­gen Vam­pir­sa­ga. Ich habe davon nichts gese­hen. Die Freun­de, bei denen wir zu Besuch waren, hat­ten sogar eine App, mit der man die Posi­ti­on des Mon­des genau bestim­men konn­te. Die Posi­ti­on war aller­dings genau hin­ter dem Nach­bar­haus. Neu­gie­rig genug, dafür das Haus zu ver­las­sen, waren wir dann doch nicht. Die nächs­te Mond­fins­ter­nis ist ja auch schon wie­der am 21. Janu­ar 2019.

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Am Sams­tag muss­te ich schon wie­der früh auf­ste­hen. Sogar noch frü­her als unter der Woche. Wir durf­ten näm­lich eine Ver­an­stal­tung des ört­li­chen Bau- und Bas­tel­markts Knau­ber orga­ni­sie­ren und beglei­ten.

Inhalt war die Vor­stel­lung der neu­en Selbstscan-App, mit der man ein wenig schnel­ler durch die Kas­se kommt. (Nein, bit­te nicht hier auch noch Dis­kus­sio­nen über den Weg­fall von Kas­sie­rer­jobs. Ers­tens pas­siert das mit die­ser App nicht, zwei­tens soll­te man sich dar­an gewöh­nen, dass die Digi­ta­li­sie­rung Jobs über­flüs­sig macht. Es ent­ste­hen dafür ja auch neue.)

Die Ver­an­stal­tung war lus­tig, weil wir ein klei­nes Spiel­chen ver­an­stal­te­ten, damit die Teil­neh­men­den die App in der Pra­xis tes­ten konn­ten. In Zwei­er­teams hat­ten sie eine hal­be Stun­de Zeit, in allen drei Abtei­lun­gen genau einen Arti­kel pro Per­son und Abtei­lung in den Ein­kaufs­wa­gen zu legen und dabei so nah wie mög­lich an 100 Euro zu kom­men, preis-ist-heiß-mäßig aber nicht zu über­bie­ten. Das Gewin­ner­team durf­te den Waren­korb behal­ten.

Es war beson­ders lus­tig, weil jemand ver­such­te, das Sys­tem zu hacken: „Bit­te schnei­den Sie mir ein Stück Holz für fünf Cent zu!“ Nur lei­der war das nicht scan­bar. 😜

Ich den­ke und hof­fe, dass alle genau­so viel Spaß hat­ten wie wir Ver­an­stal­ter.

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Und noch ein Link­tipp fürs Wochen­en­de:

* Insta­gram: Wel­che Rech­te haben Kin­der auf Fotos
Abge­se­hen von mora­li­schen Fra­gen: Dür­fen Eltern rein recht­lich gese­hen eigent­lich ein­fach Bil­der ihrer Kin­der hoch­la­den? Mein ers­ter Impuls: Ja klar, sie dür­fen als Erzie­hungs­be­rech­tig­te doch über ihre Rech­te bestim­men. So ein­fach ist das aber nicht:

Die Eltern kön­nen die Ein­wil­li­gung dann stell­ver­tre­tend geben. Das heißt aber nicht, dass sie tun kön­nen, was sie wol­len“, stellt der Rechts­an­walt klar. Das Eltern­teil müs­se immer einen Blick in die Zukunft wer­fen und über­le­gen, ob sich das Kind für ein bestimm­tes Foto schä­men könn­te.

Kin­der kön­nen Eltern sogar (spä­ter) ver­kla­gen, wenn sie sich bloß­ge­stellt füh­len. Und wo die Gren­ze zur gefühl­ten Bloß­stel­lung ver­läuft, bestimmt der abge­bil­de­te Mensch.

Oder kurz gesagt: Denk nach, bevor du ein Foto dei­nes Kin­des irgend­wo hoch­lädst!


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