22.–28. Juli 2019: Nestbau, continued

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Ich deu­te­te es im letz­ten Tage­buch­ein­trag an: Wir hat­ten viel Spaß bei der Reno­vie­rung des Kin­der­zim­mers und dem Auf­bau der Möbel. Einen Groß­teil haben wir schon am Wochen­en­de davor gemacht und dabei beson­ders gro­ßen Spaß an der Ver­le­gung der Fuß­leis­ten. Ich hat­te das vor­her noch nie selbst gemacht und ohne die Hil­fe der welt­bes­ten Innenarchitektin-Freundin wäre ich nicht nur ver­wei­felt, son­dern ver­mut­lich heu­te noch nicht fer­tig. Ohne sie wäre ich auch nie auf die Idee gekom­men, Lücken, Uneben­hei­ten und schie­fe Wän­de mit einem Zau­ber­mit­tel aus­zu­glei­chen: Acryl. Acryl ist kühl, Ver­zei­hung, der muss­te sein.

Dann haben wir Schrän­ke, Kom­mo­den und eine Gäs­te­couch auf­ge­baut. Natür­lich alles bes­te Ikea-Qualität, aber es waren wenigs­tens alle Tei­le in aus­rei­chen­der Zahl vor­han­den. Wir bohr­ten Löcher in die Wand, damit alle Möbel kinder- und erd­be­ben­si­cher ste­hen. Wir häng­ten einen Ptero­d­ak­tylus an die Decke. Und zum Schluss ver­stau­ten wir die fünf­tau­send Din­ge, die wir schon für die Klei­ne besorgt hat­ten und die uns besorgt wur­den, sodass wir in ande­ren Tei­len der Woh­nung wie­der den Fuß­bo­den sehen kön­nen.

Es war eine elen­di­ge Pla­cke­rei, aber es fühlt sich danach auch gut an, ein Ergeb­nis zu sehen. Ein Zwi­schen­er­geb­nis, so ist es viel­leicht bes­ser aus­ge­drückt, es wird sich sicher noch was tun.

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Es war elen­dig heiß in der Woche. Drei Tage hin­ter­ein­an­der um die 40 Grad Cel­si­us.

Regel­mä­ßi­ge Leser/innen wis­sen, ich bin ein gro­ßer Sommer-Fan, von mir aus könn­te es das gan­ze Jahr warm und son­nig und lan­ge hell sein. Ich muss aber zuge­ben, 40° sind sogar mir zu viel.

Und wenn es dann Gewit­ter gibt, es ein biss­chen abkühlt, dabei aber auch die Luft­feuch­tig­keit immens steigt, wäh­rend man noch kör­per­lich arbei­ten muss (sie­he oben), wünscht man sich doch kurz das Jahr­zehnt zurück, als Rudi Car­rell Zei­ten wie die­se her­bei­sehn­te:

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Ach kommt, ich bin gera­de im Schwung, ich beant­wor­te noch mal ein paar der 1000 Fra­gen.

715. Was wür­dest du ser­vie­ren, käme die Köni­gin von Eng­land zum Tee?
Die völ­lig nahe­lie­gen­de Ant­wort ist natür­lich: Kaf­fee. Da ich aber einen Voll­au­to­ma­ten habe und für die Queen viel­leicht doch was Beson­de­res bie­ten woll­te, wür­de ich mir noch einen guten Kuchen aus der Kon­di­to­rei besor­gen.

728. Wel­cher Geruch erin­nert dich sofort an frü­her?
Wald und Wie­se. Ich war als Kind viel im Wald unter­wegs, eine schö­ne Zeit. Spä­ter war ich oft auf dem Bolz­platz, der beson­ders gut roch, wenn er frisch gemäht war.

729. Was wür­dest du anders machen, wen du auf nie­man­den Rück­sicht neh­men
müss­test?
Mehr ver­rei­sen und öfter allein sein. Viel­leicht sogar bei­des zusam­men.

735. Was müss­te in der Gebrauchs­an­wei­sung zu dei­ner Per­son ste­hen?
Bit­te nicht vor 10 Uhr anspre­chen. Bei Füll­stands­man­gel Bier nach­kip­pen. Kein Tier ver­füt­tern.

749. Was machst du, wenn du dich irgend­wo ver­lau­fen hast?
Mich an die wun­der­ba­re Lek­tü­re „Ver­ir­ren: Eine Anlei­tung für Anfän­ger“ von Kath­rin Pas­sig und Aleks Scholz erin­nern und den Zustand als gege­ben hin­neh­men, als Chan­ce begrei­fen, Neu­es ent­de­cken zu kön­nen. Gege­be­nen­falls weiß ich grob die Him­mels­rich­tung, in die ich muss, dann kann ich durch Micky-Maus-Hefte ange­lern­te Navi­ga­ti­ons­me­tho­den nut­zen, um mich dort­hin zu ori­en­tie­ren. – In 98 Pro­zent aller Fäl­le hole ich aber ein­fach mein Smart­pho­ne raus und mache Goog­le Maps auf.

Die Fra­gen stam­men übri­gens übri­gens ursprüng­lich mal aus dem Flow-Magazin, Johan­na von pink​-​e​-pank​.de hat dar­aus eine per­sön­li­che Blog-Challenge gemacht und Bey­han von my​-herz​blut​.com hat das PDF gemacht. (Fuß­no­te von Chris­ti­an geklaut.)

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Ende des Tex­tes. Bit­te wer­fen Sie eine Mün­ze ein!

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