Johannes moderiert das Barcamp VUKA-Welt (Foto: Marc John)

Gleich zwei Bar­camps an zwei auf­ein­an­der­fol­gen­den Tagen durf­te ich in der ver­gan­ge­nen Woche mit­ma­chen. Das eine war in phy­si­scher Prä­senz, das ande­re rein digi­tal. Bei­de waren auf ihre Art sehr gelungen.

Barcamp VUKA-Welt

Vor Ort war das Erleb­nis ziem­lich inten­siv, man hat­te auch kei­ne wirk­li­che Gele­gen­heit, mal durch­zu­at­men. Selbst in den Pau­sen führ­te ich Gesprä­che. Aber es war auch total schön, mal wie­der mit 3D-Menschen zu tun zu haben, ganz neue Leu­te ken­nen­zu­ler­nen und halt auch wirk­lich mit vol­ler Auf­merk­sam­keit in den Ses­si­ons zu sein.

Inhalt­lich war das Bar­camp VUKA-Welt wie jedes Mal sehr inter­es­sant. Mei­ne Auf­ga­be an dem Tag war vor allem das Mode­rie­ren, aber ich habe auch ver­sucht, aktiv an den Ses­si­ons teil­zu­neh­men. Das Bar­camp kommt eigent­lich aus der Coaching-, Trainer-, Unter­neh­mens­be­ra­tungs­ecke, es wur­de (aber) sehr viel über Befind­lich­kei­ten und Gefüh­le gere­det, gera­de was die aktu­el­le Situa­ti­on aus Pan­de­mie und Krieg anbe­langt. Natür­lich dann auch ger­ne mal mit dem Dreh in die Unter­neh­mens­rich­tung, also bei­spiels­wei­se, wie eine Fir­ma Mit­ar­bei­ten­den aus der Ukrai­ne hel­fen kann.

Es war also in inter­es­san­ter, lehr­rei­cher und anstren­gen­der Tag, den ich selig lächelnd beendete.

Barcamp Köln

In vie­ler­lei Hin­sicht war das Bar­camp Köln am Fol­ge­tag ein Kon­trast­pro­gramm. Es war – nach vie­len Jah­ren Pau­se – end­lich mal wie­der ein Tref­fen eini­ger Barcamper:innen, die ich sonst nicht sehe. Es war aber vor allem rein digi­tal und – wie es sich für ein Städ­te­b­ar­camp gehört – the­men­of­fen, also sehr bunt. Es fehl­te aller­dings das Whisky-Tasting am Ende. Die digi­ta­le Durch­füh­rung hat­te aber auch ihre Vor­tei­le. So konn­te ich mir mal eine Stun­de Pau­se neh­men, ohne mich groß erklä­ren zu müs­sen, hat­te kur­ze Wege zur Toi­let­te, bes­tes WLAN und konn­te auch zwi­schen­durch noch mei­ne Toch­ter bespa­ßen. Nicht zu unter­schla­gen war auch die kur­ze An- und Abrei­se. Ein wenig ver­misst habe ich aller­dings schon die Gesprä­che am Ses­si­onboard, aber was will man machen.

Ich bot eine eige­ne Ses­si­on an. Seit weni­gen Tagen habe ich eine VR-Brille (rei­ner Zufall) und woll­te mir ein paar Tipps abho­len. Das war mal so eine rich­ti­ge Barcamp-Session, wie ich sie immer in mei­nen Mode­ra­tio­nen ver­lan­ge: Stell ein­fach mal eine Fra­ge, dann kom­men die zusam­men und kön­nen sich aus­tau­schen, die Ant­wor­ten haben und die, die die­se Fra­ge auch haben. Und genau­so war es. Ich habe die Tipps ein wenig pro­to­kol­liert, sieh ein­fach selbst.

Und damit war das schon ein gewinn­brin­gen­der Tag. War er aber auch sonst, denn wenn die­ses Bar­camp, das ganz ein­fach auf Zoom statt­fand, eines gezeigt hat, dann dass ein Bar­camp mit den Teil­neh­men­den steht und fällt. Dank der anfäng­li­chen Abfra­ge weiß ich, dass der Anteil an „Bar­camp­pro­fis“ sehr hoch war, der größ­te Teil hat schon bei mehr als zehn Bar­camps teil­ge­nom­men. Das erklärt ver­mut­lich, war­um alles trotz der Locker­heit und der frei­en Rah­men­be­din­gun­gen gut funk­tio­nier­te, war­um die ange­bo­te­nen Ses­si­ons eine ange­neh­me Mischung aus Druck­be­tan­kung und frei­er Dis­kus­si­on waren und war­um da so vie­le sym­pa­thi­sche Expert:innen dabei waren, die ihr Wis­sen ohne Furcht, etwas zu „ver­lie­ren“, wei­ter­ge­ge­ben haben und Fra­gen ohne Angst vor einem „Repu­ta­ti­ons­ver­lust“ stellten.

Das Bar­camp Köln hat mal wie­der bewie­sen, dass es eines der wich­tigs­ten sei­ner Art ist. Ich wür­de mich sehr freu­en, wenn es nächs­tes Jahr wie­der statt­fin­det. Egal, ob in Prä­senz oder wie­der digital.

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