Ein Tal mit glitzerndem Fluss. Man sieht Wiesen und Häuser, eingerahmt von Berghängen.

Tage­buch: Kita-Streik, Spie­le­abend, kin­der­lo­ses Essen, Busi­nessCamp, Ahrtal

Wochen­be­richt 10.–23. März 2025

Na, da war ja was los in den letz­ten zwei Wochen!

Kita-Streik: Inter­es­san­ter­wei­se gibt es geschätzt fünf­zig ver­schie­de­ne Gewerk­schaf­ten, in denen Kita-Erzieher:innen orga­ni­siert sind; jeden­falls bei unse­rer Kita. So gab es davor schon immer wie­der Redu­zie­run­gen der mög­li­chen Anzahl von Kin­dern durch Weg­fall klei­ne­rer Grup­pen von Erzie­hungs­per­so­nal. Am Mitt­woch, 12. März, taten sich aber die meis­ten zusam­men, es war fak­tisch unmög­lich, noch dar­auf zu pochen, dass bei­de Eltern­tei­le berufs­tä­tig und auf Kin­der­be­treu­ung ange­wie­sen sind. Was wie­der­um hieß, dass ich, wie in schöns­ter Corona-Zeit, neben­bei im Home­of­fice Kinds­volk um mich hat­te. Nur die­ses Mal zwei Stück davon. Aber gut, wir haben es irgend­wie gemein­sam durch­ge­stan­den, denn für die Kid­dies ist das ja auch kein Spaß­tag, wenn man die gan­ze Zeit mit dem Alten rum­hän­gen muss.

Spie­le­abend: Es fand sich end­lich wie­der die Inter­es­sen­grup­pe Digi­ta­les Brett­spiel zusam­men (also Mela­nie, Chris­ti­an und ich). Wir haben aus­nahms­wei­se mal nicht Mono­po­ly gespielt, son­dern erst eine Run­de Spiel des Lebens und dann, weil noch so viel Zeit war, eine Par­tie Cluedo. Es hat uns alles kei­nen Spaß gemacht. Bezie­hungs­wei­se haben wir „veri­fi­ziert, dass wir wei­ter­hin Mono­po­ly spie­len wol­len und für das Spiel des Lebens zu klug und für Cluedo zu doof sind“, wie Chris­ti­an das bes­ser schrieb. Schön war’s trotz­dem, denn so oft sehen ich die bei­den sonst nicht und man schnackt ja zwi­schen­durch auch mal was Privates.

Kin­der­lo­ses Essen: Am Wochen­en­de gönn­ten wir uns eine Baby­sit­te­rin und tra­fen uns mit einem Paar, das sich auch eine Kin­der­be­treu­ung orga­ni­siert hat­te, zu etwas in unse­ren Augen völ­lig Ver­rück­tem: einem kin­der­lo­sen Essen in einem rich­ti­gen Restau­rant. Es war ja jetzt nicht das ers­te Mal, dass wir sowas mach­ten, son­dern das zwei­te Mal. Trotz­dem habe ich mich immer noch nicht dar­an gewöhnt, dass ich zum einen mei­ne Kin­der jemand „Frem­den“ in Obhut gebe, und dass ich zum ande­ren nicht stän­dig schau­en muss, was der Nach­wuchs gera­de an Bedürf­nis­sen hat. Trotz­dem (oder des­we­gen, da bin ich mir halt noch nicht sicher) war es ein lus­ti­ger Abend, den man ger­ne wie­der­ho­len kann. Und wird.

Busi­nessCamp: Eine gro­ße Ver­an­stal­tung gab es auch noch. Nach fünf­jäh­ri­ger Pau­se durf­ten wir wie­der im Auf­trag der Tele­kom ein Bar­camp orga­ni­sie­ren, das sich an klei­ne und mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men rich­te­te. Es war ein durch­schla­gen­der Erfolg. Die Kol­le­gin­nen hat­ten es so toll orga­ni­siert, dass ich mich voll aufs Mode­rie­ren und Gast­ge­ben kon­zen­trie­ren konn­te und Oli­ver, unser Auf­trag­ge­ber, konn­te eine Men­ge Lor­bee­ren ein­sam­meln, die er sich ver­dient hat­te durch sei­ne beharr­li­che Initia­ti­ve und Durch­set­zungs­kraft, die uns erst ermög­lich­te, zusammenzukommen.

Ein Mann steht auf einer Bühne, er trägt ein Headset und spricht gerade. Hinter ihm ist ein leeres Sessionboard aufgebaut, auf dem nur Räume und Uhrzeiten stehen (und die Mittagspause).
Johan­nes mode­riert (Foto: Bonn​.digi​tal/​M​arc John)

Ahrtal: Last but not least waren wir das ers­te Mal nach der Ahrtal-Flut wei­ter fluss­auf­wärts als Der­n­au, um uns einer Tor­tur von Wan­de­rung hin­zu­ge­ben, die wir zusam­men mit den bes­ten Freun­den aus­ge­heckt hat­ten. Natür­lich hat nie­mand bedacht, dass wir für die Kin­der den Fahr­rad­an­hän­ger mit­neh­men muss­ten, damit die Klei­nen auch mal zwi­schen­durch ent­span­nen kön­nen. Über Stock und Stein muss­te die­ses Teil mit, wir alle hat­ten viel Freu­de dar­an. Ich spür­te noch Tage danach mei­ne Ober­schen­kel von den qua­si senk­rech­ten Abstie­gen, die ich mit Anhän­ger im Rücken absol­vie­ren durf­te. Aber, hey, dafür gab’s Ausblick!

Ein Berghang, man sieht einen Mann von hinten, ein Kind von hinten und den Fahrradanhänger.
Freund P., Toch­ter L. und Fahr­rad­an­hän­ger Q. in den Ber­gen von Ahrbrück
Blick ins Ahrtal, links und rechts Hänge, in der Mitte Wiese, Straßen, ein paar Häuser und die Ahr.
Blick von oben aufs Ahrtal und Ahr­brück (vor­ne) bzw. Hön­nin­gen (hin­ten)

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