Wird mal wie­der Zeit für einen inter­es­san­ten Schrift­ver­kehr. (Ver­frem­dun­gen aus Daten­schutz­grün­den [kur­siv und in ecki­gen Klam­mern].)

Ers­te Mail vom 12.07.2011:

Hal­lo [mein Vor­na­me] [mein Nach­na­me],

auf­grund unse­res Jah­res­ab­schlus­ses für das Jahr 2010 haben wir fest­ge­stellt, dass wir zu Ihrer Schei­ben­wi­scher[XY] – Bestel­lung 100000253 vom 18.01.2010 bis heu­te lei­der noch kei­nen Zah­lungs­ein­gang fest­stel­len konn­ten.

Es wäre nett, wenn Sie den offe­nen Betrag von 42,06 EUR an die nach­fol­gen­de Bank­ver­bin­dung über­wei­sen kön­nen.

[Bank­ver­bin­dung]

Alter­na­tiv kön­nen Sie die Zah­lung auch via Pay­Pal über fol­gen­den Link durch­füh­ren:

[Paypal-Link]

Herz­li­chen Dank im Vor­aus.

Soll­ten Sie Fra­gen dies­be­züg­lich haben, so kön­nen Sie sich gern an uns wen­den.

Mit freund­li­chen Grü­ßen

[Vor­na­me] [Nach­na­me]
Schei­ben­wi­scher[XY]

Mei­ne Ant­wort vom 13.07.2011:

Hal­lo [Vor­na­me] [Nach­na­me],

ich bin glei­cher­ma­ßen über­rascht, irri­tiert und ver­är­gert, wie Sie Ihren Zah­lungs­ein­gang pfle­gen und schon nach ein­ein­halb Jah­ren fest­stel­len, dass Ihnen etwas fehlt.*

Schlim­mer noch: Das stimmt gar nicht. Ich habe per Kre­dit­kar­te bezahlt. Ich habe Ihnen ent­spre­chen­de Rech­nung, die ich damals von Ihnen erhal­ten habe, bei­gefügt. Da steht genau das dar­uf. Ich hät­te ja gedacht, dass Sie die eben­falls vor­lie­gen haben, aber so kann man sich irren.

Immer­hin: Vie­len Dank, dass Sie mir auf die­se unkon­ven­tio­nel­le Wei­se mit­tei­len, wie alt mei­ne Schei­ben­wi­scher sind. Hat­te mich genau das neu­lich gefragt.

Vie­le Grü­ße
[mein Vor­na­me] [mein Nach­na­me]

—-
* Mer­ken Sie was? Ich gehe tat­säch­lich davon aus, dass Sie hier nicht bös­wil­lig ver­su­chen, mich für etwas zah­len zu las­sen, für das ich schon bezahlt habe. Ich glau­be eben immer an das Gute im Men­schen.

Zwei­te Mail vom 14.07.2011:

Sehr geehr­ter Herr [mein Nach­na­me],

vie­len Dank für Ihre mail.
Wir kön­nen ver­ste­hen, dass Sie ver­wun­dert und ver­är­gert sind.
Lei­der kön­nen wir auf den Kon­to­aus­zü­gen, die Zah­lung Ihrer­seits mit Kre­dit­kar­te nicht erse­hen.
Der Hin­weis auf der Rech­nung zeiht nur an, wie Sie gezahlt haben, jedoch nicht ob die Zah­lung erfolg­reich war.
Wäre es Ihnen mög­lich uns einen Beleg über die Zah­lung zukom­men zu las­sen?

Für Ihre Mit­hil­fe bedan­ken wir uns herz­lich und ver­blei­ben

Mit freund­li­chen Grü­ßen

[Vor­na­me] [Nach­na­me]

Mei­ne Ant­wort am 19.07.2011:

Bit­te? Wo ist die ver­steck­te Kame­ra? Ist nicht die Zah­lung mit Kre­dit­kar­te genau die Zah­lungs­me­tho­de, bei der ich Ihnen sage: “Ja, hier, mein Geld kön­nen Sie bei VISA anfor­dern. Tschüs­s­i­kow­ski!”? Das ist doch wohl Ihr Pro­blem, dar­über Buch zu füh­ren.

Und außer­dem, hät­ten Sie mich das im, sagen wir, Febru­ar 2010 gefragt, hät­te ich die­se unver­schäm­te Anfor­de­rung bestimmt noch ohne grö­ße­res Mur­ren erfüllt. Aber echt, Sie ver­lan­gen jetzt von mir, in uralten Unter­la­gen zu wüh­len, die alte Kre­dit­kar­ten­ab­rech­nung von vor 18 Mona­ten ein­zu­scan­nen, für Sie unre­le­van­te Zei­len (also alle bis auf eine) zu ver­frem­den und Ihnen das dann zuzu­sen­den? Nö, sor­ry, kei­ne Zeit.* Ent­we­der glau­ben Sie mir jetzt, dass ich, wie ich es so pfle­ge, mei­ne Rech­nung begli­chen habe oder Sie müs­sen mir anders kom­men.

Wie auch immer, ich muss mir jetzt neue Schei­ben­wi­scher bestel­len. Ken­nen Sie einen Online-Shop, bei dem man so etwas bestel­len kann? Einen guten!

Für Ihre Mit­hil­fe bedan­ke ich mich herz­lich und ver­blei­be

am Platz vor dem Schreib­tisch

*) Ich bin mir der Iro­nie bewusst, dass das Schrei­ben einer sol­chen Mail eben­falls Zeit bean­sprucht. Sie haben das bestimmt aber rich­tig ver­stan­den.

To be con­ti­nued, neh­me ich an.

Im Übri­gen habe ich wirk­lich gezahlt, sonst wür­de ich mich nicht so weit aus dem Fens­ter leh­nen. ;-)

* * *

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