Bild aus The Hunger Games

(Über deut­sche Ergän­zungs­ti­tel zu Büchern und Fil­men könn­te ich mich regel­mä­ßig echauf­fie­ren, aber das nur am Ran­de.)

Man soll­te viel öfter ins Kino gehen, haben wir beschlos­sen. Des­halb haben wir spon­tan geguckt, was gera­de so läuft. Dabei sprang mir die ver­gan­ge­ne Woche ange­lau­fe­ne Ver­fil­mung einer immer noch sehr erfolg­rei­chen Buch­rei­he in die Augen. Erst vor ein paar Tagen hat­te ich im „Spie­gel“ loben­de Wor­te gele­sen. War­um also nicht.

Filmplakat The Hunger GamesThe Hun­ger Games wer­den ein­mal jähr­lich in einem post­apo­ka­lyp­ti­schen Nord­ame­ri­ka ver­an­stal­tet. Aus zwölf Rand­di­strik­ten wer­den je ein Mäd­chen und ein Jun­ge aus­ge­wählt, die in einer TV-Show dar­um kämp­fen, der letz­te Über­le­ben­de zu sein. Ein Spiel um Leben und Tod also für 12- bis 18-Jährige, die sich ent­we­der frei­wil­lig dazu mel­den kön­nen oder per Los dazu bestimmt wer­den. Kat­niss Ever­de­en mel­det sich unfrei­wil­lig frei­wil­lig, als ihre klei­ne Schwes­ter per Los gezo­gen wird. (Mehr zur Sto­ry – Spoiler-Warnung! – bei Wiki­pe­dia.)

Der Film braucht lan­ge, um die­sen Pro­zess zu erklä­ren und zu zei­gen. Er hält sich auf damit, die Aus­bil­dung der so genann­ten Tri­bu­ten zu zei­gen und deren Vor­stel­lung im Fern­se­hen. Erst in der zwei­ten Hälf­te des Films geht es um die eigent­li­chen Hun­ger Games, den Über­le­bens­kampf aus Sicht der Hel­din Kat­niss.

Es ist erfri­schend schön, eine weib­li­che Haupt­fi­gur zu haben, die tough ist aber sich trotz­dem nicht in einen Blut­rausch stürzt. Sie will nicht töten, son­dern nur über­le­ben. Das macht sie mit weib­li­cher Raf­fi­nes­se und Mit­ge­fühl, nicht mit bru­ta­ler Gewalt oder durch Hin­ter­halt.

Lei­der schwä­chelt die Sto­ry trotz­dem. Es geht nicht ohne die nöti­ge Por­ti­on Amour und – ohne das Ende zu ver­ra­ten – geht der Film so aus, wie man es erwar­tet. Typisch Hol­ly­wood, sage ich, auch wenn es die­ses Mal an der lite­ra­ri­schen Vor­la­ge liegt, dass die Moral hin­ter der Lie­bes­ge­schich­te zurück­ste­hen muss. (Ich weiß aber auch nicht, wie der zwei­te Teil dann wei­ter­geht.)

Alles in allem eine net­te Abend­un­ter­hal­tung. Weder ein Oscar-Anwärter, noch gro­ße Zeit­ver­schwen­dung. Gutes Hol­ly­wood­thea­ter ein­fach.

★★★✩✩

* * *

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