Der Punkt hat in der geschrie­be­nen Spra­che neben der Kenn­zeich­nung des Satz­en­des vor allem zwei wich­ti­ge Funk­tio­nen:

  1. Er signa­li­siert Abkür­zun­gen.
  2. Er signa­li­siert eine (Rang-)Ordnung.

Vor allem die letzt­ge­nann­te Funk­ti­on scheint immer mehr in Ver­ges­sen­heit zu gera­ten. Der Punkt hin­ter einer Zahl soll zei­gen, dass an das Zahl­wort noch eine Ord­nung ange­hängt wird. Ein „1.“ liest sich also nicht „eins“, son­dern „ers­tens“, Fried­rich II. ist der zwei­te und nicht „Fried­rich zwei“.

Immer häu­fi­ger sieht man aber mitt­ler­wei­le Din­ge wie „der 2 Prä­si­dent“ („der zwei Prä­si­dent“), „das 3 Reich“ („das Drei Reich“) oder fal­sche Datums­an­ga­ben wie „am 05.06“ („am fünf­ten sechs“; nicht zu ver­wech­seln mit der so rich­tig geschrie­ben Uhr­zeit „fünf Uhr sechs“, was zu lus­ti­gen Situa­tio­nen füh­ren kann).

Bes­ser wird es aller­dings auch nicht, wenn man auf Num­mer Sicher geht: „Der 12.te Mann“ heißt so geschrie­ben „der zwölf­te­te Mann“. (Gut, das ist eigent­lich schon wie­der ganz put­zig.)

Ich habe auf­ge­ge­ben, ein grammar nazi zu sein (Wer jubelt da so laut?), aber eine Bit­te, lie­be Schrei­ber­lin­ge: Könn­ten wir bit­te alle ein wenig mehr auf die Punk­te ach­ten? Sie sind doch so klein. Und wich­tig.


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