20. Spieltag
1. FC Nürnberg
1:1
Preußen Münster 
1:0 Zoma (56.)
1:1 Hendrix (63., Kirkeskov)
Die erste Halbzeit war sinnbildlich für den aktuellen Zustand: Nürnberg kam raus wie die Feuerwehr, presste Münster früh fest und hatte nach wenigen Sekunden schon die erste Großchance. Zoma und Lubach hatten den Gegner mit dessen eigener Unsauberkeit gleich mehrmals erwischt, dazu Justvan – das 1:0 lag mehrfach auf dem Fuß. Genau da liegt aber das Problem: Die Abläufe nach Ballgewinn sind gut, die Tiefenläufe passen, nur der Abschluss wirkt fahrig und zu oft nicht konsequent zu Ende gespielt.
Nach der Pause fiel der verdiente Treffer dann doch, ausgerechnet wieder über einen Münsteraner Fehler, den Zoma endlich kalt ausnutzte. Das hätte der Startschuss sein müssen. Stattdessen folgte der bekannte Bruch: kein Nachsetzen, keine zweite Welle, kein Kontrollmodus. Münster durfte nach einem Einwurf einmal durchstoßen, Hendrix traf aus dem Nichts – und plötzlich war aus einem Heimspiel mit klarer Richtung ein offener Schlagabtausch geworden. In dieser Phase wackelte Nürnberg kurz, Reichert hielt und vorne fehlten bei den letzten Szenen – bis hin zu Yılmaz in der Nachspielzeit – die Klarheit, die solche Spiele entscheidet.
Unterm Strich bleibt erneut das Gefühl, zwei Punkte liegen gelassen zu haben, obwohl Spielanlage und Chancenbild etwas anderes hergaben.


SC Paderborn
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