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Johannes Mirus sein Blog

Offener Brief an HD+

HD+-LogoLie­bes HD+, lie­ber RTL, hallo ProSiebenSat.1 und der Rest,

wir müs­sen reden. High Defi­ni­tion, kurz HD, ist jetzt seit eini­gen Jah­ren state of the art im Fern­seh­be­reich. Auch ihr pri­vat­wirt­schaft­lich orga­ni­sierte Sen­der­grup­pen habt das gemerkt und bie­tet unter dem Namen „HD+“ ein hoch­auf­lö­sen­des Fern­se­hen für ganz viele Sen­der an.

Das macht ihr nicht altru­is­tisch, so wie die öffentlich-rechtlichen Sen­der, aber die haben ja auch Geld wie Heu. HD+ kos­tet 65 Euro pro Jahr über eure (sehr, sehr hüb­sche) Web­site, bei Kabel- und Pay-TV-Anbietern kann man euch even­tu­ell güns­ti­ger dazu neh­men. Ich merkte zum Bei­spiel vor weni­gen Tagen, dass man mir in mei­nem Sky-Paket vor zehn Mona­ten HD+ kos­ten­frei für zwölf Monate frei­ge­schal­tet hat. Jetzt will ich nicht dar­über meckern, dass ich das nicht mit­be­kom­men habe, ich will da ein Fehl­ver­hal­ten mei­ner­seits nicht aus­schlie­ßen. Immer­hin freue ich mich, dass ich nun eine Zeit lang Dschun­gel­camp, Bache­lor und die gan­zen ande­ren Qua­li­täts­pro­gramme in HD gucken kann.

Aber wisst ihr, warum wir nie­mals eine zah­lende Bezie­hung ent­wi­ckeln wer­den? Und das obwohl ich nicht grund­sätz­lich abge­neigt bin, für ein bes­se­res Bild ein paar Euro in die Hand zu neh­men? Weil ihr die Frech­heit besitzt, mich für Geld in mei­ner Frei­heit ein­zu­schrän­ken. Ich darf euer hoch­auf­lö­sen­des Bil­dungs­fern­se­hen weder auf­zeich­nen, noch Time­s­hift und Vor- und Zurück­spul­mög­lich­kei­ten nut­zen, wie es bei allen ande­ren Pro­gram­men (Free-SD-TV, öffentlich-rechtliches HD, ja sogar Sky-HD-Programme) selbst­ver­ständ­lich mög­lich ist.

Mal ehr­lich, lie­bes HD+, liebe Sen­der­grup­pen, stellt ihr euch so unsere Zukunft vor? Statt für das volle Leis­tungs­pa­ket nichts zu bezah­len möch­tet ihr Geld für weni­ger Mög­lich­kei­ten? Irgend­wie habt ihr das mit dem Geben und Neh­men nicht verstanden.

Ich wün­sche euch den­noch ganz viel Erfolg bei der Eta­blie­rung die­ses ein­falls­rei­chen Geschäfts­mo­dells. Wenn ihr mal jeman­den zum Reden braucht, zum Bei­spiel über Mar­ke­ting, sagt gerne Bescheid, ich bin für euch da.

Euer treu­doo­fer Johannes

  
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Selbstfahrendes Auto, GIFs, Pegida-Dresden

* 6 things I lear­ned from riding in a Google Self-Driving Car
The Oat­meal ist mit einem selbst­fah­ren­den Google-Auto rum­ge­cru­ist und dis­ku­tiert Vor- und Nachteile:

When dis­cus­sing self-driving cars, people tend to ask a lot of super­fi­cial ques­ti­ons: how much will these cars cost? Is this sup­po­sed to replace my car at home? Is this sup­po­sed to replace taxis or Uber? What if I need to use a drive-thru? They ignore the smar­ter ques­ti­ons. They ignore the fact that 45% of disa­bled people in the US still work. They ignore the fact that 95% of a car’s life­time is spent par­ked. They ignore how this tech­no­logy could trans­form the lives of the elderly, or era­di­cate the need for par­king lots or gara­ges or gas sta­ti­ons. They dis­miss the ent­ire con­cept because they don’t think a com­pu­ter could ever be as good at mer­ging on the free­way as they are.

* Der Tod des GIF
Wired-Autor Cas­par Cle­mens Mierau berich­tet über einen Vor­trag von Felix Mütze auf dem 31c3. Er zeigt, wie das GIF meh­rere Tode gestor­ben und trotz­dem über­lebt hat.

* Schlund
Ein ganz her­vor­ra­gen­der Text von Peter Rich­ter über Dres­den und Pegida:

Der Skan­dal ist, dass Pegida auch schuld daran ist, dass Dres­den für immer mehr Leute als schuld an Pegida gilt, als Stadt, die immer irgend­wie rechts und kon­ser­va­tiv war, ist, sein wird, als Stadt, die aus Prin­zip immer nur Rech­tes und Kon­ser­va­ti­ves her­vor­bringt und nichts anderes.

(via Felix Schwen­zel)

Bild: Shut­ter­stock

  
Dschungelcamp auf einer Leinwand

The Week in Review, 3/2015

Lie­bes Tagebuch,

in der letz­ten Woche machte ich dies und das. Man merkt, dass ver­schie­dene Ver­an­stal­tun­gen immer näher rücken. Für #MiMi­MiMi star­tete der Ticket­ver­kauf (wir sind schon nahezu aus­ver­kauft) und für das Bar­Camp Bonn gehen wir jetzt schon an Ein­zel­hei­ten wie die Hel­fer­su­che. (Der Ticket­ver­kauf star­tet dafür übri­gens am Mitt­woch, 12 Uhr.)

Außer­dem habe ich mir vor­ge­nom­men, wenigs­tens einen Tag in der Woche kom­plett frei zu haben. Ich taufte ihn „Hei­li­ger Mitt­woch“ und ich ver­su­che fortan, ihn gänz­lich frei von Ver­pflich­tun­gen zu hal­ten, unab­hän­gig davon, wie schön sie sein mögen. Der erste Test­durch­lauf in der ver­gan­ge­nen Woche ver­lief vielversprechend.

Ansons­ten fröhne ich einem der letz­ten Fern­seh­ver­gnü­gen, die ich mir noch live ansehe: Dem Dschungelcamp.

Die Woche, lie­bes Tage­buch, war nicht nur auf­grund des Hei­li­gen Mitt­wochs dann doch recht ange­nehm und enspannt. ★★★★★✩✩

  

Gratwanderung

Fin­dest du nicht, dass das eine ziem­lich Grat­wan­de­rung ist?“

Nein, über­haupt nicht.“ Sebas­tian fand, dass Nils deut­lich über­treibt. Sicher war es nicht voll­kom­men unge­fähr­lich. Und legal war es schon gleich zwei Mal nicht. Aber es musste sein, seine ganze Zukunft hing davon ab. Hätte Sebas­tian bei der kom­men­den Klau­sur auch wie­der ver­sagt, wäre seine aka­de­mi­sche Lauf­bahn schnel­ler been­det gewe­sen, als er „Uni“ sagen könnte. Er musste alles daran set­zen, das zu ver­mei­den. Nicht nur er selbst wäre damit alles andere als ein­ver­stan­den gewe­sen, seine Eltern hät­ten jeg­li­che Unter­stüt­zung sofort ein­ge­stellt; ihn wahr­schein­lich auch sofort ent­erbt, wenn er nicht in die Kanz­lei sei­nes Vaters ein­stei­gen könnte.

Sebas­ti­ans Aus­bil­dung kos­tete sei­nen Eltern sowieso schon viel Geld. Seit sechs Semes­tern stu­dierte er bereits und hatte trotz­dem noch nicht ein­mal alle Klau­su­ren des zwei­ten Semes­ters geschrie­ben. Denn dazu müsste er ler­nen und bis auf die aller­erste Klau­sur – „Grund­la­gen des Rechts“ – hatte er diese Tätig­keit bis­her aufs Äußerste ver­mie­den. Spä­tes­tens, nach­dem er im zwei­ten Semes­ter den einen Jahr jün­ge­ren Nils ken­nen­lernte, war eini­ges aus den Fugen gera­ten; ganz beson­ders das Ver­hält­nis zu sei­ner Aus­bil­dung. Aber die Liebe zu Nils war ein­fach das Erste und Wich­tigste, immer. Sebas­tian hatte gerne das Bild von Topf und Deckel vor Augen, wenn er an seine Bezie­hung dachte. Es passte ein­fach, sie ergänz­ten sich per­fekt. Nils war das genaue Gegen­teil von ihm: unauf­fäl­lig, aus beschei­de­nen Ver­hält­nis­sen stam­mend, ein Auf­stei­ger, der hart für alles im Leben kämp­fen musste und auch an der Uni nicht nach­ge­las­sen hatte. Sebas­tian war von Nils schon lange über­holt wor­den – wäh­rend der schon an sei­ner Bache­l­or­ar­beit war, musste Sebas­tian dar­über nach­den­ken, wie er über­haupt an der Uni blei­ben könnte. Aber Sebas­tian hatte nicht nur Bezie­hun­gen, große finan­zi­elle Mög­lich­kei­ten und eine bei­nahe umheim­li­che Gabe, Räume zu erleuch­ten, er konnte auch sehr gut Men­schen für sich vereinnahmen.

Nils, der Plan steht“, sagte Sebastian.

Das kommt nicht in Frage, Schatz! Das geht zu weit! Was ist, wenn sie dich erwi­schen? Das ist il-le-gal! Du stu­dierst ver­dammt noch­mal Jura! Wenn einer den Unter­schied zwi­schen Recht und Unrecht ken­nen sollte, dann ja wohl du, Sohn des gro­ßen und bedeu­ten­den Herrn Superstar-Rechtsanwalts! Setz dich auf dei­nen fet­ten Hin­tern und lern‘, wie du noch nie im Leben gelernt hast!“ Nils redete sich gera­dezu in Rage, aber Sebas­tian ließ das kalt.

Nils, Mäus­chen, ich weiß das alles und ich weiß, dass ich es hätte anders lösen kön­nen. Aber wenn ich diese Klau­sur in den Sand setze, war’s das. Uni aus, Raus­wurf, Exma­tri­ku­la­tion, kein Anwalt, keine Kanz­lei, nichts. Und es ist zu spät, um den Stoff vom vor­vor­letz­ten Semes­ter nachzuarbeiten.“

Nils seufzte. Ein Signal, das vom bevor­ste­hen­den Sieg die­ser Dis­kus­sion kün­dete. Ach, könnte er seine Über­zeu­gungs­fä­hig­kei­ten und Men­schen­kennt­nis doch ohne die­ses beschis­sene Stu­dium ein­set­zen!, dachte Sebastian.

Es ist voll­kom­men unge­fähr­lich. Ich muss nur an die Auf­ga­ben der Klau­sur kom­men und ich weiß, dass sie der Mauß­ner wie alle Profs auf dem Prü­fungs­ser­ver abge­legt hat. Ich habe mir sein Pass­wort besor­gen las­sen, das war nicht bil­lig, aber ich habe es. Es lau­tet übri­gens Michele91, super krea­tiv, wenn man weiß, dass seine Toch­ter Michèle 1991 gebo­ren ist. Ich muss mich nur noch an einem belie­bi­gen Com­pu­ter ein­log­gen und die Klau­sur run­ter­la­den. Und das mache ich jetzt.“

Hmpf.“ Mehr kam nicht mehr von Nils.

Das Her­un­ter­la­den der Klau­sur war ein Klacks. Das Pass­wort stimmte, die Prü­fung lag genau da, wo Sebas­tian sie erwar­tete und der Daten­trans­fer war nach weni­gen Sekun­den abge­schlos­sen. Schnell loggte er sich wie­der aus, löschte alle Ver­läufe und Benut­zer­pro­to­kolle, die sich auf dem Rech­ner befan­den – alles genau so, wie man es ihm gesagt hatte. Die Auf­ga­ben der Klau­sur waren nicht leicht, aber lös­bar, ganz beson­ders mit sei­nem Vor­sprung. Sebas­tian konnte nicht alles, was er frü­her zu ler­nen ver­passt hatte, durch das Vor­wis­sen aus­glei­chen; außer­dem baute er absicht­lich zwei kleine Feh­ler ein. Eine 4,0 als Note hätte voll­kom­men aus­ge­reicht und er wollte nicht über­trei­ben, damit nie­mand miss­trau­isch wird. Als er etli­che Wochen spä­ter seine Note erfuhr, war er den­noch über­rascht. Mit einer 1,3 hatte Sebas­tian nicht gerech­net. Bei den schlech­ten Noten, die er im Laufe sei­nes bis­he­ri­gen Stu­di­ums gesam­melt hatte, war nie etwas Bes­se­res dabei als eine 2,0.

Er wollte es Nils erzäh­len, mit ihm ansto­ßen, ein­fach nur fei­ern. Ja, es war nicht die feine eng­li­sche Art, aber es war eine Aus­nahme und Sebas­tian nahm sich vor, nun end­lich damit anzu­fan­gen, so zu stu­die­ren, wie es sich für einen Ver­tre­ter sei­ner Fami­lie gehört. Die 1,3 war dafür ein guter Start und wenn er sich nun wirk­lich, wirk­lich rein­hängte, könnte er viel­leicht sogar einen Abschluss mit einer Eins vor dem Komma erhal­ten. Die Welt sah an die­sem Nach­mit­tag so rosig aus wie schon lange nicht mehr. Sebas­tian war eupho­risch und konnte nicht erwar­ten, dass Nils ihn wie ver­spro­chen am Abend besu­chen kom­men würde.

Aber Nils kam nicht. Nicht an die­sem Abend, nicht am Tag danach und auch spä­ter nicht mehr. Nils war wie vom Erd­bo­den ver­schluckt. Er rea­gierte auf keine Nach­rich­ten, Anrufe, er war nicht in sei­ner Stu­den­ten­bude anzu­tref­fen und auch seine Mit­be­woh­ner wuss­ten nicht, wo er abge­blie­ben war.

Er war ein Agent, ein Spion, von irgend­ei­nem Land, von wel­chem war nicht zu erfah­ren“, erzählte mir Sebas­tian viele Jahre spä­ter. Er war mitt­ler­weile in die Kanz­lei sei­nes Vaters ein­ge­stie­gen und durch­aus erfolg­reich in sei­nem Beruf. „Ich hätte das nie gedacht. Nils! Deut­scher als ein Schä­fer­hund, der süßeste Typ, den ich in mei­nem Leben ken­nen­ge­lernt habe, eine Seele von Mensch! Und ein Spion, der sich nur zur Tar­nung an der Uni ein­ge­schrie­ben hatte.“ Sebas­tian machte ein künst­li­che Pause. „Und weißt du, wie er auf­ge­flo­gen ist?“

Ich wusste es nicht. Wie auch? Spio­nage ist ein Thema, das man aus Roma­nen oder James-Bond-Filmen kennt, aber nicht aus der Wirk­lich­keit. Über­haupt, ein Spion mit Anfang Zwan­zig – ich war nicht sicher, ob Sebas­tian mir einen Bären auf­bin­den wollte. Den­noch, seine Ges­tik, seine ganze Kör­per­hal­tung unter­strich seine Geschichte und Sebas­tian konnte man viel nach­sa­gen, aber er hatte es nie nötig gehabt, zu lügen, dazu war er viel zu selbstbewusst.

Erzähl!“, for­derte ich Sebas­tian auf. Ich konnte es kaum erwar­ten zu erfah­ren, wie Sebas­tian die Liebe sei­nes Lebens ver­lo­ren hatte.

Sie sind ver­däch­ti­gen Bewe­gun­gen auf dem Prü­fungs­ser­ver nach­ge­gan­gen. Irgend­wie sind sie auf den Typen auf­merk­sam gewor­den, der mir das Pass­wort besorgt hat. Der ist irgend­wann schwach gewor­den und hat denen gehol­fen, sozu­sa­gen als Kron­zeuge, die Quelle des Ein­bruchs auf­zu­de­cken. Aber sie haben nicht mich gefun­den, son­dern Nils, denn ich habe sei­nen Lap­top damals benutzt. Also sind sie zu Nils, haben den Lap­top beschlag­nahmt und ihn auch gleich mit­ge­nom­men. Auf dem Lap­top war zwar keine Klau­sur, aber jede Menge viel bri­san­te­res Mate­rial. Da haben sie dann raus­ge­fun­den, wer er wirk­lich ist. Nils – oder wie auch immer er in Wirk­lich­keit heißt – wurde aus­ge­wie­sen oder gegen einen ande­ren Spion aus­ge­tauscht, was weiß ich. Auf jeden Fall ist er nicht mehr in Deutsch­land, das weiß ich dank der Kon­takte mei­nes Vaters ganz sicher.“

Das ist ja mal rich­tig scheiße gelau­fen“, sagte ich. „Und du bist dabei nicht aufgeflogen?“

Nein. Nils sagte damals, das Ganze wäre eine Grat­wan­de­rung. Er hatte damit mir recht, als ich dachte.“

Die­ser Text ent­stand dank der güti­gen Wort­spende der Aktion *.txt. Wei­tere Texte zur Grat­wan­de­rung fin­det man dort.

  

Facebook-Marketing 2015

Ich weiß, Info­gra­fi­ken sind der neue heiße Scheiß und dass ich – nach genau null Info­gra­fi­ken in den ver­gan­ge­nen 13 Jah­ren Blog­ge­rei – schon die zweite die­ses Jahr ver­öf­fent­li­che, zeugt davon, wie up-to-date ich hier bin.

Wie auch immer, bei t3n habe ich eine Info­gra­fik des Anbie­ters Crowdly gefun­den, die einige Erkennt­nisse und Hin­weise zusam­men­fasst, wie man Face­book auch zukünf­tig noch als ernst­zu­neh­men­des Mar­ke­ting­werk­zeug missgebrau­chen kann. Der Kern, für euch tl;dr-Leute:

Der Facebook-Algorithmus fußt im Wesent­li­chen auf

  • der Wer­tig­keit der Interaktion,
  • der Enge der Bezie­hung zum Agierenden,
  • die Zeit, die seit der Aktion ver­gan­gen ist.

Und das bedeutet:

  • Je bes­ser der Inhalt, desto bes­ser. (Ach was.)
  • Je mehr Inter­ak­tion, desto bes­ser. (Na holla.)
  • Je wer­ti­ger die Inter­ak­tion, desto bes­ser. Ja, das steht schon ein paar Zei­len über die­ser hier. Aber was heißt „Wer­tig­keit“? Es heißt, dass Kom­men­tare und Sha­res mehr zäh­len als schnelle Likes. Was im Umkehr­schluss bedeu­tet, dass „Kli­cke Like für Beileid“-Aufforderungen und Ähn­li­ches für ernst­haf­tes Facebook-Marketing end­gül­tig der Ver­gan­gen­heit ange­hö­ren sollten.

Alles Wei­tere in der Grafik:

wei­ter­le­sen

  
Kamera

The Week in Review, 2/2015

Lie­bes Tagebuch,

huch, schon wie­der eine Woche rum? Tja, das geht schnell, wenn man wie­der regu­lär arbei­tet und jeden Abend irgend­wie schwer beschäf­tigt ist. In der letz­ten Woche habe ich viel geplant und umge­setzt, vor allem für die #MiMiMiMi!-Lesung und das Bar­Camp Bonn. Ich habe für meine eige­nen und für Stu­den­ten der FH Köln Dinge vor­ge­tra­gen. Ich fuhr im Pater­nos­ter des WDR-Funkhauses ein­mal die kom­plette Runde. Und ich war als „Experte“ im Fern­se­hen und faselte was von „46.000 Abon­nen­ten, das ist ja nicht ein­mal Spar­ten­sen­der­ni­veau“ und „YouTube wird sich eta­blie­ren und das ist das Schlimmste, was die­sem Medium pas­sie­ren kann“.

Die Woche, lie­bes Tage­buch, knüpfte irgend­wie ver­häng­nis­voll an 2014 an. ★★★✩✩✩✩

  

Wie YouTube-Nutzer ticken [Nachtrag]

Weil ich dar­über gleich im Fern­se­hen spre­chen werde (mehr dazu bestimmt dem­nächst), möchte ich euch fol­gende Info­gra­fik auch nicht vor­ent­hal­ten. Google hat erfor­schen las­sen, wie YouTube-Nutzer ticken, wie sie sich struk­tu­rie­ren und wofür sie die Video­platt­form nut­zen. Es über­rascht nicht, dass ein Drit­tel der Nut­zer zwi­schen 18 und 34 Jahre alt ist. Aber YouTuber sind nicht, wie man oft so meint, Stu­ben­ho­cker. Sie sind viel­mehr wesent­lich akti­ver in ihrer Frei­zeit als Nicht-YouTube-Nutzer und nut­zen die Videos nicht nur für Unter­hal­tung. Und: YouTube ersetzt nicht das Fern­se­hen, des­sen Nut­zungs­dauer übri­gens auch in den jun­gen Alters­grup­pen erstaun­lich sta­bil bleibt.

wei­ter­le­sen

  

Was Antworten auf Event-Einladungen wirklich bedeuten

EventeinladungenNut­zer von Netz­wer­ken wie Face­book, Xing oder Google+ errei­chen stän­dig Ein­la­dun­gen zu Events. Ein­ge­la­dene haben dann die Mög­lich­keit, den Sta­tus ihrer Teil­nah­me­be­reit­schaft kund zu tun. Diese Anga­ben haben jedoch sel­ten etwas mit der Wirk­lich­keit gemein. Ich habe das Ant­wort­ver­hal­ten zu Events empi­risch unter­sucht, also ein biss­chen rum­ge­fragt und auch als Orga­ni­sa­tor von Ver­an­stal­tun­gen beob­ach­tet. Des­halb kann ich nun stolz prä­sen­tie­ren: Was Ant­wor­ten auf Event-Einladungen wirk­lich bedeuten.

  1. Keine Ant­wort: Ich werde nicht teil­neh­men (möchte dir das aber nicht so direkt sagen).
  2. Zusage: Ich komme eventuell.
  3. Viel­leicht: Ich komme nicht.
  4. Absage: Wie kannst du es wagen, mich damit zu belästigen!
  
I Love New Year

The Week in Review, 1/2015

Lie­bes Tagebuch,

2015, könnte man sagen, ist ein fürch­ter­lich ereig­nis­lo­ses Jahr. Es bestand zu je 25 Pro­zent aus Feier- und Arbeits­ta­gen und zu 50 Pro­zent aus Wochen­en­den. Irgend­wie klingt das doch ganz gut. Zumal ich 2015 außer für die Sil­ves­ter­par­ty­rück­kehr und zum Müll­run­ter­brin­gen noch gar nicht das Haus ver­las­sen habe. Das Haus so gar nicht zu ver­las­sen klingt nicht für alle Men­schen erstre­bens­wert, aber wenn man ich ist, sind sol­che Gam­mel­tage, an denen nur die Lie­ge­un­ter­lage vari­iert wird (Bett oder Couch), ein sel­te­ner Segen; gerade und vor allem nach dem letz­ten Jahr und der Aus­sicht auf viele wei­tere Wochen, in denen es wie­der stres­sig wei­ter­ge­hen wird.

2015 ist übri­gens auch ein Jahr, in dem ich dank der minu­ten­weise auf­ge­tre­te­nen Lan­ge­weile ganz viel Lust auf neue Pro­jekte bekom­men habe. Eines ist sogar schon in einem fort­ge­schrit­te­nen Über­le­gungs­sta­dium, aber in Hin­sicht auf stres­sige Wochen (siehe oben) auch noch nicht mehr.

2015, habe ich beschlos­sen, wird ein Jahr, in dem ich wie­der mehr Texte schreibe. Also so rich­tige, mit Buch­sta­ben, Satz­zei­chen und Absät­zen. Und weil ich als alter Iron­blog­ger immer ein wenig Druck brau­che, habe ich mich bei *.txt ange­mel­det. Dort werde ich ab nächs­ter Woche in einem drei­wö­chi­gen Tur­nus mit einem Wort ver­sorgt, das ich text­mä­ßig ver­ar­bei­ten muss, sonst gibt’s Haue. Ich bin gespannt, ob und wie und wie lange ich das durch­halte. Und was meine Mit­strei­te­rin­nen so erarbeiten.

2015, lie­bes Tage­buch, wird nicht so blei­ben, wie es ange­fan­gen hat. Aber bis­her kann ich nicht groß meckern. ★★★★★★★

  
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