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Johannes Mirus sein Blog

The Week in Review, 30/2014

Lie­bes Tagebuch,

die letzte Woche hatte ers­tens nur vier Arbeits­tage, jeden­falls für mich, und zwei­tens keine abend­li­chen Ter­mine, keine Mas­ter­ar­beits­dinge oder sonst­wel­che Ver­pflich­tun­gen. Ich war also ziem­lich ent­spannt und hätte nur noch einen klei­nen Kri­tik­punkt, die Schwüle betref­fend, aber wir wol­len ja mal nicht klein­lich sein.

★★★★★★✩

  

Das Monty-Hall-Problem

Das haben einige von euch bestimmt schon ein­mal gese­hen oder im Sta­tis­tik­un­ter­richt mit­be­kom­men, aber für alle ande­ren (und die, die es mitt­ler­weile wie­der ver­ges­sen haben) ist das Monty-Hall-Problem viel­leicht interessant.

Erin­nert ihr euch noch an die Sen­dung „Geh aufs Ganze!“, die viele Jahre im Vor­abend­pro­gramm von Sat.1 und spä­ter noch bei eini­gen ande­ren Sen­dern lief? Dabei ging es meis­tens um diese Fra­ge­stel­lung bzw. eine abge­wan­delte Form davon: Es gibt drei Tore, hin­ter einem davon ist der Haupt­ge­winn, zum Bei­spiel das Auto. Hin­ter den ande­ren bei­den ist der Zonk. Der Kan­di­dat wählt ein Tor, wor­auf­hin Jörg Drae­ger eines der bei­den ande­ren Tore öff­net, näm­lich eines mit einem Zonk. Er gibt dem Kan­di­da­ten anschlie­ßend die Chance, die Ent­schei­dung noch ein­mal zu überdenken.

Man sollte mei­nen, dass die Wahr­schein­lich­keit für den Haupt­ge­winn dann bei bei­den Toren gleich hoch ist. Also wäre es ziem­lich egal, ob man seine ursprüng­li­che Ent­schei­dung noch ein­mal über­denkt oder nicht. Dem ist aber nicht so.

Die­ses sta­tis­tisch inter­es­sante Phä­no­men heißt nicht zufäl­lig nach dem Mode­ra­tor des ame­ri­ka­ni­schen Ori­gi­nals Monty-Hall-Pro­blem. Das fol­gende Video erklärt recht anschau­lich, dass sich die Chan­cen auf den Haupt­ge­winn ver­dop­peln, wenn man das Tor wechselt.

Hat-Tip und Video­link: Quora.

  

Glückliche Männer, geschützte Displays, junge Werber

* 75 Years In The Making: Har­vard Just Released Its Epic Study On What Men Need To Live A Happy Life
Die „längste Lang­zeit­stu­die der Welt“ hat 75 Jahre lang 268 ame­ri­ka­ni­sche Män­ner beglei­tet. Die wesent­li­chen Erkennt­nisse: Alko­hol ist böse, eine funk­tio­nie­rende Bezie­hung gut, Libe­rale haben mehr Sex als Kon­ser­va­tive. Alles in allem drückt es der Stu­di­en­lei­ter so aus: „Hap­pi­ness is love.  Full stop.“ (via Marek Thi auf Face­book)

* Sofa­schon­be­zug des Lebens
Als Sofa­schon­be­zug für Han­dys habe ich Schutz­fo­lien noch nicht betrach­tet, aber ich mache mich sehr gerne über Leute lus­tig, die sie nicht abzie­hen. Die­ser Schutz­ge­danke auf Kos­ten des Nut­zer­er­leb­nis­ses steht für mich in einer Reihe mit Ver­si­che­run­gen gegen Unterversicherung.

* For the young
Mar­cus Brown redet dem Wer­be­nach­wuchs ins Gewis­sen. Die­sen Text kann man aber für ver­dammt viele Bran­chen adap­tie­ren. Ein­fach „adver­ti­sing“ durch zum Bei­spiel „Markt­for­schung“ ersetzen.

  

The Week in Review, 29/2014

Lie­bes Tagebuch,

letzte Woche war ich im Unper­fekt­haus in Essen, weil dort der Twitt­woch Ruhr ver­an­stal­tet wurde. Kers­tin Hoff­mann trug vor und auch sonst war es sehr nett und infor­ma­tiv. Letzte Woche habe ich auch meine Mas­ter­ar­beit abge­schickt, kurz und schmerz­los. Ansons­ten gab es viel Alkohol.

★★★★✩✩✩

  

Gauchogate

Es ist in letz­ter Zeit viel geschrie­ben und gesagt wor­den über das soge­nannte „Gau­cho­gate“; schon wie­der so ein Gate, aber das nur am Rande. Ich hatte mich ja wäh­rend des Betrach­tens der Live-Bilder ziem­lich klar positioniert:

Im Nach­gang hörte und las ich ziem­lich viel davon, dass das ja alles nicht so schlimm gewe­sen sei, im Über­schwang, da kann das ja schon ein­mal pas­sie­ren und über­haupt, in den Sta­dien sei das ja ganz nor­mal, Folk­lore sozu­sa­gen, man solle das alles nicht so ernst neh­men und sich mal lie­ber freuen. Nun bin ich wohl unver­däch­tig, mich nicht über die deut­sche Welt­meis­ter­schaft gefreut zu haben und ich meine auch, man muss aus der Situa­tion kein Gate kre­ie­ren. (In Nicht­som­mer­loch­zei­ten wäre das wohl auch nicht pas­siert, und was gibt es zur­zeit schon groß zu berich­ten?) Den­noch ist es mir ein wenig zu ein­fach, wie man diese Situa­tion herunterspielt.

Sascha Lobo saß heute Mor­gen bei Spie­gel Online und hat gemor­gen­streckt1. Dabei hat er sehr viele kluge Sachen zum „Gau­cho­gate“ gesagt, und er als Halbar­gen­ti­nier dürfe das auch, wie er meint:

Stän­dig wird dar­auf Bezug genom­men, dass Fuss­ball halt „so sei“, die Kul­tur in den Sta­dien usw. Ange­sichts der Tat­sa­che, dass noch vor nicht soooo lan­ger Zeit noch „uh-uh“-Rufe zur Nach­ah­mung von Affen­lau­ten ertön­ten, wenn schwarze Spie­ler der Ball führ­ten, in man­chen Sta­dien jeden­falls, scheint mir der Bezug auf Sta­di­en­tra­di­tio­nen so mit­tel­glück­lich gewählt. Völ­lig abge­se­hen davon, dass die Live­über­tra­gung von Pro­mi­nen­ten im Fern­se­hen etwas völ­lig ande­res ist als betrun­kene Gesänge auf Stadionrängen.

Spä­ter kar­tete er noch nach:

Man muss das als Sie­ger schon auch wol­len, sich beim Fei­ern lus­tig zu machen über die Ver­lie­rer eines Spiels. […] Chau­vi­nis­mus, die emo­tio­nale Grun­die­rung des ekel­haf­ten Natio­na­lis­mus, ist ja nichts ande­res als wenn man glaubt, etwas Bes­se­res zu sein als andere Men­schen. Und hier kommt der Punkt ins Spiel, der von der „Regt Euch mal ab“-Fraktion über­se­hen wird: Ja, es ist bloß ein dümm­li­cher Scherz gewe­sen, aber es ist auch ein Sym­bol, sich über­le­gen zu fühlen.

Dann kommt noch was mit einer Haken­kreuz­flagge, aber ich glaube, der Punkt ist gemacht. Und damit pofalla ich diese Diskussion.

  1. Liebe Groß­el­tern, das ist eine Mischung aus Blog und Twit­ter, bei der aktu­elle Ticker­mel­dun­gen berück­sich­tigt wer­den und der Autor sich im Büro von Spie­gel Online befin­den muss.
  

The Week in Review, 28/2014

★★★★Lie­bes Tagebuch,

ich bin immer noch fas­sungs­los und eupho­ri­siert. Als Deutsch­land 1990 Welt­meis­ter wurde, habe ich das nur so am Rande mit­be­kom­men. Erst seit 1994 ver­folge ich Welt- und Euro­pa­meis­ter­schaf­ten aktiv und des­halb ist Deutsch­land ges­tern für mich das erste Mal bewusst Welt­meis­ter gewor­den. Und das bei einer WM, bei der ich wirk­lich nicht mehr damit rechnete.

Letzte Woche habe ich vie­les getan, Hoch­zeits­dinge, Mas­ter­ar­beit, aber irgend­wie ist das alles gerade voll­kom­men unwich­tig. Deutsch­land ist Fußball-Weltmeister und ich durfte das von Anfang an mit­er­le­ben. Diese Woche bekommt natür­lich vier Sterne: ★★★★

  
WM 2014 bei 1ppm

Weltmeister.

Finale

Deutschland Deutsch­land 1:0 Argentinien Argentinien

1:0 Mario Götze (113.)

Ein har­tes Stück Arbeit. Deutsch­land ist Welt­meis­ter. Ich kann nicht mehr.

Deutsch­lands Weg zur Weltmeisterschaft:

  1. Grup­pen­spiel: 4:0 gegen Portugal
  2. Grup­pen­spiel: 2:2 gegen Ghana
  3. Grup­pen­spiel: 1:0 gegen USA
  4. Ach­tel­fi­nale: 2:1 n.V. gegen Algerien
  5. Vier­tel­fi­nale: 1:0 gegen Frankreich
  6. Halb­fi­nale: 7:1 gegen Brasilien
  7. Finale: 1:0 n.V. gegen Argentinien

Hund & Hin­ter­grund: Shut­ter­stock [M]

  
WM 2014 bei 1ppm

Brasilien vermasselt auch die Wiedergutmachung, Niederlande Dritter

Spiel um Platz 3

Brasilien Bra­si­lien 0:3 Niederlande Niederlande

0:1 Robin van Per­sie (3., FE)
0:2 Daley Blind (17.)
0:3 Geor­gi­nio Wij­nal­dum (90+1.)

Suchen Sie sich etwas aus:

  • Bra­si­lien spielt so schlecht, weil Ney­mar fehlt.
  • Bra­si­lien spielt so schlecht, weil sie nicht mehr Welt­meis­ter wer­den können.
  • Bra­si­lien spielt so schlecht, weil sie nichts können.

Eigent­lich ist es egal. Nur, wenn ich das so sah, wie sich die Mann­schaft von der Welt­meis­ter­schaft im eige­nen Land ver­ab­schie­dete, dann war da vor allem nicht zu erken­nen, dass sie wirk­lich eine Wie­der­gut­ma­chung oder zumin­dest einen wür­di­gen Abschied woll­ten. Klar, sie konn­ten auch nicht und kamen über­haupt erst ins Spiel, als es schon 0:2 stand und die Hol­län­der ein wenig Tempo raus­nah­men. Sicher war auch für den Spiel­ver­lauf der frühe Foul­elf­me­ter nicht för­der­lich. Aber trotz­dem, ich konnte nicht erken­nen, dass sie wirk­lich, wirk­lich wenigs­tens noch die Bron­ze­me­daille wollten.

Des­halb ist die Nie­der­lande ver­dien­ter Sie­ger einer Par­tie, die nie über A-Jugend-Niveau gekom­men ist, weil die Hol­län­der auch nur so viel taten, wie unbe­dingt nötig war. Sie dür­fen sich nun mit dem wert­vol­len Titel „WM-Dritter“ schmücken.

Hund & Hin­ter­grund: Shut­ter­stock [M]

  
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