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Johannes Mirus sein Blog

Hoch die Tassen!

The Week in Review, 30/2015

Grüß dich, Tagebuch,

(grüß dich doch selbst!)

in der letz­ten Woche war ich am Mon­tag beim Web- und schaute mir den Film Augen­höhe an. Ich hatte vor­her keine Ahnung, was mich da erwar­tet. Viele in mei­ner Umge­bung berich­te­ten, dass es ein tol­ler oder wenigs­tens inter­es­san­ter Film sei, den man sich unbe­dingt mal anse­hen sollte. Da ich schon län­ger wusste, dass ich ihn im Rah­men einer Dis­kus­si­ons­runde betrach­ten werde, war­tete ich ab. Es hat sich nicht gelohnt. Der Film ist nicht nur hand­werk­lich mit­tel­mä­ßig, er ist auch viel zu unkri­tisch und unre­flek­tiert, die Ziel­set­zung wird ohne Rah­men­in­for­ma­tio­nen über­haupt nicht deut­lich und nie­mand weiß, was am Ende her­aus­kom­men soll. So ver­lief dann auch die Dis­kus­si­ons­runde, die irgend­wie ziel­los war. Einige berich­te­ten von ihrer eige­nen Arbeits­si­tua­tion, der gesell­schaft­li­che Ver­fall wurde the­ma­ti­siert. Mit­ge­nom­men habe ich nur, dass das Super­vor­bild Pre­mium Cola ein noch schlim­me­rer Kapi­ta­list ist, als alle ande­ren, weil sie ihre kom­mer­zi­el­len Absich­ten bis ins krasse Gegen­teil leug­nen, und zum ande­ren mit Hilfe die­ser Masche es nicht nur schaf­fen, ast­reine PR zu machen, son­dern auch die Mit­ar­bei­ter aus­zu­beu­ten, die ohne soziale Absi­che­rung „frei­wil­lig“ auf selb­stän­di­ger Basis dort tätig sind.

Naja. Ansons­ten war die Woche ganz okay. Ein paar Dinge orga­ni­siert, ein paar Wei­chen gestellt, was man halt so macht. Ich ver­ab­schie­dete mich am Ende der Woche in einen ein­wö­chi­gen Urlaub. Es ging mir also schon schlechter.

Und ich bin schon wie­der Onkel gewor­den, jeden­falls so halb. Ein Schwägerinnen-Onkel. Ein Schwon­kel. Von einem total nied­li­chen Mäd­chen.

Bild: New Old Stock

1. FC Nürnberg

1/34: Debakel, Desaster, Offenbarungseid

SC Freiburg SC Frei­burg 6:3 1. FC Nürnberg 1. FC Nürnberg

1:0 Peter­sen (8., Foul­elf­me­ter, Grifo)
2:0 Peter­sen (11., Foul­elf­me­ter, Phil­ipp)
3:0 Peter­sen (13.)
4:0 Frantz (41., Peter­sen)
4:1 Möh­wald (44., Stark)
4:2 Beh­rens (47., D. Blum)
4:3 Schöpf (53., Foul­elf­me­ter, G. Burg­stal­ler)
5:3 Phil­ipp (61., Mujdza)
6:3 Schus­ter (90+1., Frantz)
Rot: Bul­t­huis (84., FCN, Schiedsrichterbeleidigung)

Die Sai­son fängt schlim­mer an, als selbst der pes­si­mis­tischste Club­fan sich das hätte vor­stel­len kön­nen. Zwei unnö­tige Elf­me­ter und einen wei­te­ren Tref­fer und es stand nach gerade ein­mal zwölf Minu­ten schon 0:3 aus Nürn­ber­ger Sicht. Es erin­nerte ein wenig an Brasilien–Deutschland. Bis zur Pause gab es dann noch auf jeder Seite einen Tref­fer. Nach dem Wech­sel ein kur­zer Hoff­nungs­schim­mer, zwei Tore und wir waren wie­der dran, konn­ten aber nicht nach­le­gen. Frei­burg schon.

Es war vor allem eine Nie­der­lage für Wei­ler, der sein Team falsch auf­ge­stellt hat. Mit der Her­ein­nahme von Polak nach dem Wech­sel war eine deut­li­che Qua­li­täts­stei­ge­rung zu ver­zeich­nen. Aber auch mit Polak waren drei Tore Rück­stand zu viel. Es war dar­über hin­aus eine Nie­der­lage der kom­plet­ten Abwehr, die auf Schul­mann­schafts­ni­veau agierte. Neu­zu­gang Möh­wald wirkte rechts außen kom­plett über­for­dert. Und zu allem Über­fluss ver­ab­schie­dete sich Bul­t­huis noch mit glatt Rot wegen Schiedsrichterbeleidigung.

Wir haben in Nürn­berg eine Menge Pro­bleme und sie wur­den heute deut­lich sicht­bar. In die­ser Ver­fas­sung brau­chen wir nicht über einen even­tu­el­len Auf­stieg sprechen.

Letzte 10 Bundesliga-Spiele: NNUNSUSNS—N
Tabel­len­platz: 18 (0 Punk­te)
Ten­denz: Puh (Rele­ga­ti­ons­ab­stände: 0 ↓, 3 ↑)
Nächs­tes Spiel: Frei­tag, 31. Juli, 18:30 Uhr, zuhause gegen Hei­den­heim (3.)
Same day

Die Zukunft des Onlinehandels

Ich wusste, dass die­ser Tag kom­men wird, aber ich hätte nicht gedacht, dass es schon so bald soweit sein wird, dass ich per­sön­lich davon betrof­fen bin. Ges­tern Vor­mit­tag lag ich noch im Bett und surfte rum, ärgerte mich mal wie­der über den schlech­ten WLAN-Empfang im Schlaf­zim­mer und bestellte nach Kon­sul­ta­tion von Ama­zon um 10:53 Uhr einen Repeater.

Um 13:54 Uhr erhielt ich eine Ver­sand­be­stä­ti­gung: „Lie­fe­rung vor­aus­sicht­lich: Sams­tag, 25. Juli 2015.“ Moment, das ist doch heute? Haha, schlech­ter Witz. Am glei­chen Tag und dann noch sams­tags! In Bonn, nicht in San Fran­cisco. Net­ter Gag.

Um 19:13 Uhr infor­mierte mich die Pack­sta­tion, dass sie ein Paket für mich bereithält.

Rund acht Stun­den von der Bestel­lung aus dem Bett her­aus bis zur Lie­fe­rung in die Pack­sta­tion. Wenn das ein Ein­blick in die nahe Zukunft des Online­han­dels war – wovon ich aus­gehe –, dann ist der Off­line­han­del sein vor­letz­tes Argu­ment los. Neben der per­sön­li­chen Bera­tung, die ja doch immer weni­ger statt­fin­det, ist die Lager­hal­tung vor Ort der gewich­tige Vor­teil des Ein­zel­han­dels. Wenn ich aber weiß, dass mich die Lie­fe­rung bequem in spä­tes­tens acht Stun­den erreicht, warum dann noch eine Hose anzie­hen und das Haus verlassen?

Ich habe die Zukunft des Online­han­dels gese­hen. Gefällt mir.

Natürliche Phänomene und germanischer Stolz

Wie bereits erwähnt waren wir unlängst im Teu­to­bur­ger Wald, in Lippe oder wie ich sagen würde: irgendwo. Das war durch­aus Absicht, denn schließ­lich woll­ten wir ein­fach mal woan­ders sein. Nicht zu nah, nicht zu weit weg. Dass es uns aus­ge­rech­net in eine Gegend ver­schlägt, die gleich zwei Sehens­wür­dig­kei­ten hat (aber auch nicht mehr), war Zufall. Ein schö­ner Zufall, schließ­lich waren sie die High­lights eines ansons­ten weni­ger gut gelun­ge­nen Wochenendes.

Externsteine

Vor den Extern­stei­nen gibt es auch Wasser

wei­ter­le­sen

Linktipps

Tim Wiese, Tempo, Preistricks, De-Mail

* Tim Wiese: Die Kampf­ma­schine
Fuß­ball ist ein har­tes Geschäft und Tim Wiese ein pro­mi­nen­tes Opfer. Der Arti­kel beschäf­tigt sich behut­sam mit einem 33-Jährigen, der Mil­lio­nen auf dem Konto, aber keine Per­spek­tive hat. Lesenswert.

* Wie wir ticken
Ein tol­les Bei­spiel eines Arti­kels, der die Mög­lich­kei­ten des Inter­nets nutzt und damit Mehr­wert schafft. Und neben­bei lernt man sogar was. Toll!

* Bon­ner Unter­neh­men Simon-Kucher: Der Trick der Piz­za­bä­cker
Preis­for­schung finde ich ja irre inter­es­sant, weil Men­schen sich da in ihrer vol­len Irra­tio­na­li­tät zu erken­nen geben. Im Inter­view wer­den die gän­gigs­ten Taschen­spie­ler­tricks bei der Preis­ge­stal­tung gezeigt.

* Digi­tale Agenda: Keine ein­zige Bun­des­be­hörde akzep­tiert De-Mail
Die Liste der Pan­nen und Pein­lich­kei­ten bei De-Mail reißt nicht ab. Es wäre höchste Zeit, die­ses teure und sinn­lose Pro­jekt end­lich zu been­den und nach Alter­na­ti­ven zu suchen.

Foto: Shut­ter­stock

The Week in Review, 29/2015

Moin, moin, Tagebuch,

in der letz­ten Woche war ich beim Zahn­arzt und beim Friseur.

Wie ein, zwei Leute viel­leicht noch wis­sen, hatte ich es ein paar Jahre lang nicht nötig, einen Fri­seur auf­zu­su­chen. Als ich dann wie­der alle paar Wochen zum Schnip­peln musste, dau­erte es lange, bis ich mal jeman­den fand, die ein Ergeb­nis fabri­zierte, das mich nicht jedes Mal im Anschluss den­ken ließ, lange Haare seien doch gar nicht so schlimm. Dann machte der Laden zu und ich musste wie­der neu suchen. Vor etwa vier Jah­ren fand ich dann eher zufäl­lig meine Lieb­lings­fri­seu­rin. Sie hat mich letzte Woche zum zwei­ten Mal inner­halb des letz­ten hal­ben Jah­res unan­ge­kün­digt ver­setzt und mich durch eine Kol­le­gin ver­tre­ten las­sen. Ich bin mit dem Ergeb­nis nicht unzu­frie­den, aber mit der Angst, die ich beide Male kurz vor­her hatte, nun wochen­lang mit etwas her­um­zu­lau­fen, das mir nicht gefällt. Lie­bes Tage­buch, was soll ich tun? Gleich eine neue Ver­trau­ens­per­son suchen, die dann viel­leicht auch nicht so völ­lig weit weg von Arbeits­stelle und Zuhause ist? Oder noch eine Chance geben?

Am Wochen­ende waren wir auf Kurz­ur­laub in Lippe. Genauer in Horn-Bad Mein­berg. Ein Kur­ort, dem man zum einen deut­lich anmerkt, in wel­cher Alters­klasse man Kuren macht, und zum ande­ren, dass Kran­ken­kas­sen nicht mehr allzu bereit­wil­lig Kuren bezah­len. Freunde hat­ten uns diese Über­nach­tung zur Hoch­zeit geschenkt, genauer: eine Mydays-Box für eine Nacht, aus der wir uns etwas aus­such­ten, das nicht zu weit weg ist, aber weit genug, um mal ein Wochen­ende raus­zu­kom­men. Es war ein Fehl­schlag, weil das „Qua­lity Hotel“ eine Qua­li­tät hat, die mich an den vier Ster­nen mas­siv zwei­feln lässt. Immer­hin haben wir die Extern­steine und das Her­manns­denk­mal gese­hen, also wie­der zwei Dinge abge­hakt, die man mal gese­hen haben sollte.

Am Sonn­tag reg­nete es, wir fuh­ren also nach einem grot­ten­schlech­ten Früh­stück direkt nach Hause, leg­ten uns aufs Sofa, schlos­sen ein Netflix-Abo ab und ver­brach­ten den Rest des Tages mit neuen Serien. Auch schön.

Der zweite in der Zweiten

Wappen 1. FC NürnbergDer zweite Ver­such in der Zwei­ten Bun­des­liga star­tet in einer Woche. Geht man nach Markt­wert und Mög­lich­kei­ten, aber auch nach Ambi­tio­nen (zumin­dest auf Sei­ten der Fans), muss der 1. FC Nürn­berg in der kom­men­den Sai­son 2015/16 zu den Auf­stiegs­kan­di­da­ten gehö­ren – direkt hin­ter Abstei­ger Frei­burg und Brau­se­ver­ein Leip­zig. Dass alles immer anders kommt, als man sich das vor­her gedacht hat, wis­sen aber alle drei eben Genann­ten aus der letz­ten Spielzeit.

Fol­ge­rich­tig gibt die Club-Führung selbst­be­wusst das Ziel „obe­res Tabel­len­drit­tel“ aus. Ebenso fol­ge­rich­tig sind die Inves­ti­tio­nen in den Kader. Nach dem erzwun­ge­nen Kom­plett­um­bau vor einem Jahr reich­ten die­ses Mal Kor­rek­tu­ren an ein­zel­nen Stel­len. Sehen wir uns das mal ein wenig genauer an.

wei­ter­le­sen

Linktipps

Krisenmanagement, Homeoffice, die Wahrheit, Bundesadler

* Kri­sen­ma­nage­ment
Johnny Haeus­ler schreibt über den nor­ma­len Wahn­sinn bei Klein­un­ter­neh­men, die in Schwie­rig­kei­ten gera­ten. So oder so ähn­lich habe ich das auch schon mit­be­kom­men. Das Wesent­li­che ist wohl: Nie­mals auf­ge­ben und selbst­be­wusst blei­ben, auch wenn gerade die halbe Welt zusam­men­ge­bro­chen ist.

* Das Recht auf Home­of­fice - Die Daheim­ge­blie­be­nen
In den Nie­der­lan­den ist man schon wei­ter. Dort gilt seit dem 1. Juli ein Recht auf Heim­ar­beit. Die Beweis­last für eine drin­gend not­wen­dige Anwe­sen­heit liegt beim Arbeit­ge­ber. In dem Arti­kel sind auch Pro und Con­tra Home­of­fice auf­ge­führt. Sehr interessant.

* Should Google Always Tell the Truth?
Inter­es­sante Frage, die man wohl bes­ser mal goo­geln sollte. Es gibt schließ­lich Fra­gen – ein paar lis­tet der Arti­kel exem­pla­risch auf –, die man ehr­lich und neu­tral beant­wor­ten kann oder so, wie es dem Men­schen oder der Gesell­schaft am bes­ten dient. (via Niuws)

* Die Federn des Bun­des­ad­lers
Hat der Bun­des­ad­ler fünf, sechs oder sie­ben dar­zu­stel­lende Federn pro Flü­gel und warum ist man sich nicht ein­mal inner­halb von offi­zi­el­len Aus­weis­do­ku­men­ten dar­über einig? Fra­gen, die ich mir nie gestellt, auf die ich jetzt aber eine Ant­wort habe.

Foto: Shut­ter­stock

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