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Johannes Mirus sein Blog

Freiheitsstatue

The Weeks in Review, 20+21/2015

Lie­bes Tagebuch,

zum ers­ten Mal, seit ich dir schreibe, habe ich es trotz aller Vor­sätze nicht geschafft, dich recht­zei­tig mit der ver­gan­ge­nen Woche zu fül­len. Das hat neben dem typi­schen aku­ten Zeit­man­gel auch zwei andere Gründe. Zunächst wollte ich mein New-York-Review schrei­ben, damit ich das direkt ver­lin­ken kann. Dafür musste ich aber erst ein­mal Fotos sor­tie­ren. Du weißt ja, was das bedeu­tet, wenn man 740 Bil­der sich­ten und bear­bei­ten muss. Als ich dann end­lich soweit war und ich meine WordPress-Eingabemaske öff­nete, stellte ich fest, dass sich mein Besu­cher­zähl­tool Piwik eigen­mäch­tig zum Streik ent­schlos­sen hatte. Es dau­erte, bis ich eine vor­über­ge­hende Lösung fand.

Nun aber. In der Kalen­der­wo­che 20 war ich in New York und das habe ich – das kommt jetzt über­ra­schend – bereits ver­bloggt. Ich wie­der­hole aber gerne noch ein­mal an die­ser Stelle: Es war toll. Anstren­gend, aber toll.

In der Woche danach hatte ich erst ein­mal hef­tig mit dem Jet­lag zu kämp­fen. Egal, wie ich es mache, er trifft mich immer hart. Die­ses Mal dachte ich eigent­lich, wir hät­ten es beson­ders schlau ange­stellt. Wir flo­gen in der Nacht von Frei­tag auf Sams­tag, konn­ten uns im Flug­zeug sogar eine kleine Mütze Schlaf abho­len, hiel­ten dann den Sams­tag durch und stan­den Sonn­tag nicht zu spät auf. Den­noch fand ich in der Nacht zum Mon­tag lange kei­nen Schlaf. Luxus­pro­bleme, ich weiß, was flie­gen wir auch auf einen ande­ren Kontinent.

An dem Mon­tag hat­ten wir – für mich über­ra­schend, aber das war wohl meine Schuld – einen BarCamp-Bonn-Besprechungstermin mit Björn vom FIW. Da beide Sei­ten höchst zufrie­den mit dem Ver­lauf des ver­gan­ge­nen waren, bestand auch wenig Dis­kus­si­ons­be­darf, dass wir auch das nächste Bar­Camp am 27. Februar 2016 wie­der im Forum Inter­na­tio­nale Wis­sen­schaft aus­tra­gen wer­den. Ich freue mich sehr.

Am Mitt­woch war ich mal wie­der beim Social Media Chat Bonn. Prak­ti­scher­weise gibt es auch dar­über schon einen Blog­post.

Über Pfings­ten hat­ten wir dann fami­liä­ren Besuch, mit dem wir unter ande­rem auch den Euro­vi­sion Song Con­test sahen. Ich sage es wahr­schein­lich jedes Jahr, aber die rich­tige Würze bekam der ESC für mich erst, seit ich par­al­lel auf Twit­ter unter­wegs bin. Es macht unheim­lich Spaß, diese gan­zen Kom­men­tare zu lesen. Was mich aber nervt sind die immer mehr wer­den­den Hash­tags, die man ver­fol­gen muss. Noch vor drei Jah­ren gab es keine Dis­kus­sion, dass der von allen ver­wen­dete Hash­tag #ESC ist. Die­ses Mal musste man #ESC, #esc15, #esc2015, #euro­vi­sion und #euro­vi­si­onde ver­fol­gen, wollte man alle mög­li­chen Tweets mit­be­kom­men. Von den Länder-Hashtags, die im Fern­se­hen ein­ge­blen­det wur­den, will ich erst gar nicht anfan­gen. Froh ist, wer ein geeig­ne­tes Tool hat.

Den ESC an sich fand ich die­ses Jahr selt­sam unspan­nend. Das lag ganz sicher nicht am schlech­ten deut­schen Abschnei­den. Es ist mir näm­lich meis­tens ziem­lich egal, wie „wir“ am Ende plat­ziert sind. Ich hatte mir mehr offene Pro­vo­ka­tio­nen statt ver­steck­ter Andeu­tun­gen erhofft und mehr ganz offen zur Schau gestellte Brü­cken, die man sich als Motto auf die Fah­nen geschrie­ben hatte. Auch die Show an sich war weni­ger bom­bas­tisch als die letz­ten Jahre. Das muss nicht immer schlecht sein, aber ich war die­ses Mal ein­fach nicht wirk­lich mitgerissen.

Die Wochen, lie­bes Tage­buch, waren ins­ge­samt von einer Stres­sig­keit und Unaus­ge­schla­fen­heit, wie ich sie schon lange nicht mehr erlebte. Ich hoffe und bin mir ganz sicher, dass diese Phase über­stan­den ist und nun wie­der etwas mehr Ruhe in mein Leben einkehrt.

  

34. Spieltag: Abschluss auf Platz 9

1. FC Nürnberg 1. FC Nürn­berg 2:1 VfR Aalen VfR Aalen

1:0 Bul­t­huis (28., Schöpf)
1:1 J. Gja­sula (50., Chessa)
2:1 G. Burg­stal­ler (87., Kerk)

Im letz­ten Spiel der Sai­son gewinnt der Club gegen den schon vor­her fest­ste­hen­den Abstei­ger Aalen mit 2:1. Wir ste­hen nach 34 Spiel­ta­gen auf Platz neun. Das sind min­des­tens sechs Plätze unter dem, was sich Ver­ant­wort­li­che und Fans nach dem unnö­ti­gen Abstieg vor einem Jahr vor­ge­stellt haben. Man ist ernüch­tert, flüch­tet sich in Sar­kas­mus („Schon zwei Spiel­tage vor Schluss den Klas­sen­er­halt gesi­chert!“) und hofft ein­fach nur, dass Trai­ner und Spie­ler das an den letz­ten Spiel­ta­gen aus­ge­säte Hoff­nungs­pf­länz­chen flei­ßig gie­ßen. Immer­hin scheint die Zweite Bun­des­liga auch im kom­men­den Jahr nicht die schwerste aller Zei­ten zu werden.

Letzte 10 Bundesliga-Spiele: NNNUNSUSN–S
Tabel­len­platz: 9 (45 Punk­te; Vor­wo­che: Platz 10)
Ten­denz: Mit­tel­feld (Rele­ga­ti­ons­ab­stände: 9 ↓, 13 ↑)
Nächs­tes Spiel: In Liga zwei
  
Skyline von New York von New Jersey aus

New York

New York war für mich bis­lang eine Stadt, in der ich schon mehr­fach mit Flug­zeu­gen gelan­det und wie­der gestar­tet bin und die ich bis­lang nur geschäft­lich besuchte. Also so etwas wie Frank­furt, nur wei­ter weg. So rich­tig tou­ris­tisch und pri­vat war ich dort vor­her noch nicht. Güns­tige Umstände erga­ben unlängst die Chance, das nach­zu­ho­len. Ein hal­bes Jahr nur nach unse­rem letz­ten USA-Aufenthalt waren wir also schon wie­der drü­ben in der neuen Welt; was unter ande­rem den gro­ßen Vor­teil hatte, die Immi­gra­tion von andert­halb Stun­den auf wenige Minu­ten ver­kür­zen zu können.

New York ist eine groß­ar­tige Stadt, fünf Sterne, gerne wie­der. Groß­ar­tig natür­lich auch im Sinne von groß. Wir haben uns die Füße platt gelau­fen, waren jeden der sie­ben Tage zwölf Stun­den auf den Bei­nen – und das meine ich nicht im über­tra­ge­nen Sinn. Trotz­dem haben wir gerade ein­mal die wirk­lich wich­ti­gen Dinge geschafft. Schon alleine des­halb wer­den wir da ganz bestimmt wie­der mal lan­den. Vor­erst jedoch erfreue ich mich an den vie­len Ein­drü­cken – von denen ich eine ganz kleine Aus­wahl gerne auch wie­der­ge­ben möchte.

wei­ter­le­sen

  

33. Spieltag: Krasse Fehlentscheidung führt zur Niederlage

TSV 1860 München TSV 1860 Mün­chen 2:1 1. FC Nürnberg 1. FC Nürnberg

0:1 Stark (45., D. Blum)
1:1 Vall­ori (56., Adlung)
2:1 Adlung (72., Handelfmeter)

Das Spiel fing rich­tig gut an, der Club war spiel­be­stim­mend und krönte seine Leis­tung mit der Füh­rung kurz vor dem Pau­sen­pfiff. Auch nach dem Sei­ten­wech­sel sah es zunächst gut aus, aber dann lan­dete ein guter Ball im eige­nen Netz. Da konnte man nicht viel machen, so etwas pas­siert halt mal. Aber dann kippte das Spiel.

Zunächst ver­ur­sachte Stark einen kla­ren Hand­elf­me­ter. Nur er selbst weiß, warum er da kurz­fris­tig die Sport­art wech­selte. Den Elfer ver­wan­delte 1860s Vall­ori locker. Und dann kamen Schieds­rich­ter Drees’ Stern­stun­den. Als Bul­t­huis sei­nen ers­ten Tref­fer für den Club machte, ein wirk­lich schö­nes Tor, kraft­voll und ziel­si­cher, ent­schied er auf Abseits. Aber erst, nach­dem alle fer­tig geju­belt hat­ten. Es war kein Abseits, der Lini­en­rich­ter hob die Fahne nicht und in den Fuß­ball­re­geln steht, dass im Zwei­fel für den Angrei­fer ent­schie­den wird. Den­noch hat sich Drees nicht ent­blö­det, den Tref­fer zurück­zu­neh­men und oben­drauf dem selbst­ver­ständ­lich auf­ge­brach­ten Bul­t­huis eine gelbe Karte wegen Meckerns zu geben.

Das alles pas­sierte fünf Minu­ten vor Schluss, es war trotz erheb­li­cher Nach­spiel­zeit für den Club kaum noch mög­lich, nach­zu­le­gen. Es reichte aber für Drees, eine Minute vor Abpfiff dem ansons­ten unauf­fäl­li­gen Pinola noch mit Gelb-Rot vom Platz zu schi­cken. Eine echte Glanz­leis­tung des Schieds­rich­ters, dem man kaum noch nach­sa­gen kann, ein Unpar­tei­ischer zu sein.

1860 sicherte sich wich­tige Punkte im Abstiegs­kampf und wir kön­nen froh sein, dass es für uns um nichts mehr geht.

Letzte 10 Bundesliga-Spiele: NNNNUNSUS–N
Tabel­len­platz: 10 (42 Punk­te; Vor­wo­che: Platz 8)
Ten­denz: Mit­tel­feld (Rele­ga­ti­ons­ab­stände: 6 ↓, 13 ↑)
Nächs­tes Spiel: Sonn­tag, 24. Mai, 15:30 Uhr, zuhause gegen Aalen (18.)
  

32. Spieltag: Sieg gegen Braunschweig

1. FC Nürnberg 1. FC Nürn­berg 3:1 Ein­tracht Braunschweig Eintracht Braunschweig

1:0 Rei­chel (32., Eigen­tor, Pinola)
2:0 D. Blum (52., Stark)
3:0 G. Burg­stal­ler (67., Schöpf)
3:1 Berg­green (68., Zuck)

Ein kur­zer Nach­trag. Ich war nicht da, habe das Spiel nicht ver­fol­gen kön­nen. Die Berichte sagen, dass es ein ver­dien­ter Sieg war. Pinola hat spä­tes­tens jetzt sein Eigen­tor aus dem letz­ten Spiel aus­ge­gli­chen, als er Braun­schweig zu einem zwang.

Mit die­sem Sieg ist der Klas­sen­er­halt fix. Wer hätte gedacht, dass wir das in die­ser Sai­son über­haupt erwäh­nen müssen.

Letzte 10 Bundesliga-Spiele: UNNNNUNSU–S
Tabel­len­platz: 8 (42 Punk­te; Vor­wo­che: Platz 10)
Ten­denz: Mit­tel­feld (Rele­ga­ti­ons­ab­stände: 8 ↓, 12 ↑)
Nächs­tes Spiel: Sonn­tag, 17. Mai, 15:30 Uhr, aus­wärts gegen 1860 Mün­chen (17.)
  
Skyline New York von New Jersey aus

The Week in Review, 19/2015

Lie­bes Tagebuch,

what a hell of a week. Mon­tag war noch ein­mal ein „nor­ma­ler“ Arbeits­tag, der natür­lich voll­ge­packt bis oben­hin war, denn es war der letzte für die nächs­ten zwei Wochen.

Diens­tag­vor­mit­tag ging’s ab nach Ber­lin zur re:publica. Ich berich­tete schon über die Inhalte (Tag 1, Tag 2, Tag 3). Über das Drum­herum wird noch ein Bericht fol­gen, sobald ich die Muße dazu habe. Don­ners­tag­abend flog ich zurück, um die Kof­fer umzu­pa­cken, denn …

… Frei­tag­früh stand ich um 5 Uhr mor­gens wie­der auf. Es ging nach Frank­furt und von dort aus nach New York. Rund eine Woche werde ich mir nach zwei eher kur­zen Auf­ent­hal­ten end­lich ein­mal in aller Aus­führ­lich­keit die Stadt anse­hen und so wenig Tou­ris­ti­sches wie mög­lich aus­spa­ren. Nach dem zwei­ten vol­len Tag habe ich erst ein­mal eine Gruß­bot­schaft mei­ner Füße zu über­mit­teln: „Aua!“

So toll und auf­re­gend alles war, so fürch­ter­lich anstren­gend war es auch. Ich schleppe seit Diens­tag schon eine gehö­rige Por­tion Schlaf­de­fi­zit mit mir rum, das durch kurze re:publica-Nächte und eine sechs­stün­dige Zeit­ver­schie­bung nicht bes­ser gewor­den ist.

  
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