Wappen 1. FC NürnbergEs kann ja nur bes­ser wer­den beim Club. Nach ei­ner kom­plet­ten Hin­runde ohne ei­nen ein­zi­gen Sieg (und das in­klu­sive Po­kal­spiel) ist es sta­tis­ti­sch un­mög­lich – Ach, was rede ich! Der Club hat bis­her jede sta­tis­ti­sche Un­mög­lich­keit ge­schafft. Aber wir sind ja Zweck­op­ti­mis­ten und des­halb: Die Rück­runde wird auf je­den Fall er­folg­rei­cher wer­den. Punkt.

In der Win­ter­pause hat der Club drei von drei Test­spie­len ge­won­nen,1 das macht Hoff­nung. Gleich­zei­tig gibt es Ver­letzte.2 Es wird also kein Selbst­läu­fer, aber das war auch so klar. Test­spiele sind keine Pflicht­spiele, sie kön­nen je­doch ge­hol­fen ha­ben, die an­ge­knack­ste Psy­che in der Mann­schaft wie­der in die rich­tige Rich­tung zu bie­gen.

Trans­fers

Es hat nur ei­nen Zu­gang in der Win­ter­pause ge­ge­ben. Das liegt vor al­lem daran, dass Ver­beek klipp und klar ge­sagt hat, dass die be­stehende Mann­schaft ge­nü­gend Po­ten­tial hat. Das ist si­cher­lich gut für die Mo­ti­va­tion der Spie­ler, aber es könnte sich – auch an­ge­sichts der Ver­letz­ten – als ge­fähr­lich her­aus­stel­len.

Neu im Team ist On­dřej Pe­trák. Die­ser Wech­sel war wohl so­wieso für den Som­mer ge­plant und wurde nun vor­ge­zo­gen. Der de­fen­sive Mit­tel­feld­spie­ler kommt für eine Mil­lion Euro von Sla­via Prag. Es gibt schlech­tere Adres­sen im Fuß­ball, aber ob er tat­säch­lich eine Ver­stär­kung ist, wird sich noch zei­gen. Das Kal­kül ist si­cher­lich, die De­fen­sive zu stär­ken und dem Verbeek-System mehr Sta­bi­li­tät zu ver­lei­hen.

Alexander Esswein
Alex­an­der Ess­wein (Foto: Fran­co­nia CC-BY-SA)

Den Club ver­las­sen hat hin­ge­gen Alex­an­der Ess­wein. Das ewige Ta­lent, wie er oft ge­nannt wurde, konnte sich in den zwei­ein­halb Jah­ren beim Club nie rich­tig durch­set­zen. Sei­nen we­ni­gen ge­nia­len Mo­men­ten folgte viele, in de­nen er nichts auf die Reihe brachte. Schluss­end­lich war man wohl auf bei­den Sei­ten nicht mehr mit der Si­tua­tion zu­frie­den. Ess­wein wech­selt mit ei­nem Ver­trag über drei­ein­halb Jahre nach Augs­burg. Even­tu­ell se­hen wir ihn also diese Sai­son wie­der. Als Ab­lö­se­summe wer­den 250.000 Euro kol­por­tiert, was mehr ist, als die 200.000 Euro, für die wir ihn da­mals aus Dres­den hol­ten, aber we­ni­ger ist, als sein ge­schätz­ter Markt­wert von zwei Mil­lio­nen. Sein Ver­trag wäre Ende der Sai­son so­wieso aus­ge­lau­fen, so ge­se­hen ist sein schnel­ler Wech­sel aus Club-Sicht also be­triebs­wirt­schaft­lich nicht dumm und dar­über hin­aus ein deut­li­ches Zei­chen, dass beide Sei­ten froh wa­ren, diese zum Ende hin im­mer un­schö­nere Be­zie­hung end­lich zu be­en­den.

Au­ßer­dem wird Mar­kus Mend­ler für den Rest der Sai­son an den SV Sand­hau­sen aus­ge­lie­hen. Mal se­hen, ob er zu­rück­kehrt.

(Up­date Frei­tag­abend) Wie Club­fans United un­ter Be­ru­fung auf Hür­riyet mel­det, wird auch Mu­ham­med Il­diz den Club ver­las­sen und bei Ga­zi­an­tep­spor an­heu­ern. Il­diz kam im letz­ten Win­ter von Ra­pid Wien und konnte sich beim FCN nicht durch­set­zen.

Gertjan Verbeek
Gert­jan Ver­beek (Foto: Paul Blank CC-BY-SA)

Ge­mischte Ge­fühle

Al­les in al­lem ist die Win­ter­pause gut ge­we­sen. Gert­jan Ver­beek hatte end­lich Zeit, das Team in Ruhe auf den kom­men­den Ab­stiegs­kampf vor­zu­be­rei­ten und ne­ben­bei eine gänz­lich neue, näm­lich of­fen­sive Aus­rich­tung ein­zu­stu­die­ren mit ei­nem ziem­lich mo­der­nen Sys­tem, das auch die in­di­vi­du­el­len Schwä­chen aus­glei­chen soll. Gleich­zei­tig ma­chen die Ver­letz­ten Sor­gen. Und ma­chen wir uns nichts vor, es ist ein wei­ter Weg weg von Platz 17, der zu­dem nicht nur von uns al­leine be­stimmt wird. Es wird hart und sehr, sehr eng wer­den. Aber wir sind ja Op­ti­mis­ten.

  1. 5:1 gg. Steaua Bu­ka­rest (Club-Tore: Kiyo­take, Ginc­zek, Drmic, Mak, Angha); 2:1 gg. FC Lu­zern (Gärt­ner, Mak); 1:0 gg. Gras­shop­pers Zü­rich (Drmic).
  2. Po­ga­tetz (Au­ßen­ban­d­an­riss, bis Ende Fe­bruar); Hasebe (Me­nis­kus­riss, bis Mitte Fe­bruar); Schä­fer (Schleim­beu­tel­ent­zün­dung im lin­ken Knie, wahr­schein­lich aber zum Rück­run­den­auf­takt wie­der fit).

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