Twit­ter ist mein Lieb­lings­netz­werk. War es schon immer, seit ich mich im Dezem­ber 2007 regis­trier­te. Seit ges­tern beschnei­det Twit­ter Drittanbieter-Angebote um wesent­li­che Funk­tio­nen. Seit­her bekom­me ich kei­ne Nach­richt mehr über Ret­weets und Likes in Tweet­bot und bekom­me nur zeit­ver­zö­gert mit, wenn jemand was schreibt oder ant­wor­tet. Sprich: Ich kann Tweet­bot nicht mehr ernst­haft ver­wen­den.

Noch schlim­mer: Es gibt kei­nen annä­hernd so guten Ersatz von Twit­ter selbst. Gera­de als jemand, der vie­le Kun­de­n­ac­counts betreut, bin ich auf ein mäch­ti­ges, account­über­grei­fen­des Tool ange­wie­sen. Das habe ich nun nicht mehr.

Auch wenn es nach einer Wel­le an Empö­rung und „Nie wie­der Twitter!“-Rufen wei­ter­ge­hen wird, ist es doch ein schlei­chen­der Tod für ein Netz­werk, das auch des­halb so groß wur­de, weil es offe­ne Schnitt­stel­len für Dritt­an­bie­ter hat­te.

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Neben­bei bemerkt: Es gibt einen dezen­tra­len Twitter-Klon namens Mastodon. Wir haben da eine eige­ne Instanz, kos­ten­los und min­des­tens genau­so gut: Bonn​.soci​al.

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Bei Bonn​.soci​al wur­de ich dar­an erin­nert, dass ich vor fast sie­ben Jah­ren über das „per­fek­te Ord­nungs­sys­tem“ für Papier schrieb. Damals mein­te ich: „Die tat­säch­li­che Bewäh­rungs­pro­be steht noch aus“ und ich ver­sprach: „Ich wer­de berich­ten.“ Habe ich aber bis­her nicht.

Dabei kann ich sagen: Ich nut­ze das Sys­tem noch immer. Ich habe kei­ne sepa­ra­ten Ord­ner „Gehalts­ab­rech­nun­gen“ (wegen nahe­lie­gen­den Grün­den) und „Steu­ern“ (wegen Steu­er­be­ra­ter­frau) mehr. Aber das Sys­tem an sich funk­tio­niert, alles Neue in die ent­spre­chen­de Monats­la­sche zu wer­fen und ein­mal pro Monat einen Sta­pel in einem Rutsch weg­zu­hef­ten bzw. -wer­fen. Zumal das Papier, das ich erhal­te, auch bestän­dig weni­ger wird.

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Noch ein Link­tipp zum Wochen­en­de.

* Net­flix: 19 ver­steck­te Funk­tio­nen, die jeder Nut­zer ken­nen soll­te
Da sind ein, zwei net­te Tipps dabei. *kamin­feu­er­an­mach*


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2 KOMMENTARE

  1. Ich habe mei­nen Papier­stau digi­ta­li­siert.
    Erst samm­le ich, dann sor­tie­re ich aus, was ich behal­ten muss und scan­ne das. Das Gan­ze lege ich dann in Ever­no­te ab und habe damit im wesent­li­chen alle Akten immer dabei.

    • Das klingt ver­nünf­tig, habe ich auch schon mal pro­biert, aber passt ein­fach nicht zu mir. Genau des­halb ver­su­che ich aber, so viel wie mög­lich direkt digi­tal zu erhal­ten.

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