Ein bisschen Regen macht noch keinen Klimawandelstopp

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In letz­ter Zeit reg­ne­te es mal wie­der ein wenig mehr. Wie das im Spät­herbst ja rich­tig ist. Prompt stieg der Pegel des Rheins wie­der auf ein zwar nied­ri­ges, aber fast schon nor­ma­les Maß.

Man sieht einen deutlichen Anstieg des Pegels von etwa einem Meter auf über 2,50 Meter in den letzten zwei Tagen.
Rhein­pe­gel in Bonn, Stand 05.12.2018, 09:15 Uhr. Quel­le: Stadt Bonn

Die Hoff­nung, dass damit alle Pro­ble­me besei­tigt sind und zum Bei­spiel die Sprit­prei­se wie­der sin­ken, ist aller­dings nicht von Dau­er. Der Pegel wird bald auch wie­der sin­ken. Das hat einen ein­fa­chen Grund: die Dür­re in die­sem Som­mer. Der Geo­graph Jörg Uwe Belz pro­gnos­ti­ziert gar:

Und um den Zustand vor der Tro­cken­pha­se wie­der zu errei­chen, müss­ten bis Ende Juni 1150 bis 1200 Liter Regen pro Qua­drat­me­ter fal­len. (…) Damit der Rhein und die Grund­was­ser­spei­cher wie­der das Niveau vor dem Dür­re­som­mer errei­chen, müss­te es also im ers­ten Halb­jahr 2019 schon nahe­zu dop­pelt so viel reg­nen wie ansons­ten im gan­zen Jahr.

So lang­sam wird einem erst das Aus­maß bewusst, was die­ser eigent­lich tol­le Som­mer für lang­fris­ti­ge Aus­wir­kun­gen hat. Und wir in Deutsch­land sind ja noch eini­ger­ma­ßen glimpf­lich davon­ge­kom­men.

Ange­sichts des­sen scheint mir eine Ver­an­stal­tung wie die Kli­ma­kon­fe­renz zur­zeit in Kat­to­witz mehr als ange­mes­sen. Klar kann man das unfrei­wil­lig wit­zig fin­den, dass aus­ge­rech­net im Koh­le­re­vier eines Lan­des, das zum größ­ten Teil noch die­sen fos­si­len Brenn­stoff zur Ener­gie­ge­win­nung nutzt, Gast­ge­ber eines welt­wei­ten Kli­ma­gip­fels ist. Aber dar­um geht es nicht. Es geht dar­um, dass fast alle Län­der der Erde zusam­men­kom­men und ver­su­chen, eine Lösung zu fin­den, damit das Kli­ma nicht völ­lig aus dem Ruder gerät. Bei allen Pro­ble­men und Her­aus­for­de­run­gen, die das mit sich bringt.


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