Es war eine die­ser Wochen. In vier Tagen habe ich 45 Stun­den gear­bei­tet, also wirk­lich gear­bei­tet und nicht am Schreib­tisch geses­sen. Und da ich von Res­sour­cen zerr­te, die ich nicht mehr habe, war der vier­te Tag dann schon gleich der ers­te mit Erkäl­tung; prak­ti­scher­wei­se aus­ge­rech­net der längs­te Tag, an dem ich von 8 Uhr mor­gens bis 22 Uhr abends im Ein­satz war.

Den Rest der Woche lag ich folg­lich flach, steck­te noch mun­ter die Damen im Haus an und kam so zum Ver­gnü­gen der ers­ten Krank­heit von Klein-Lea. Zum Glück hat es sie am wenigs­ten schlimm von uns Drei­en getrof­fen, aber so ein Baby mit ver­schleim­ten Atem­we­gen ist trotz­dem nicht das fried­lichs­te. Wobei es auch in der vor­lie­gen­den Berichts­wo­che noch gar nicht so wild war, es wur­de – spoi­ler alert! – noch schlim­mer.

* * *

Ein­ge­fan­gen habe ich mir die Erkäl­tung auf dem Betriebs­rä­te­tag, der zwei­ein­halb Tage lang im World Con­fe­rence Cen­ter Bonn statt­fand. Und zwar schon zum fünf­zehn­ten Mal mit rund 1000 Besucher/innen, ich staun­te nicht schlecht. Ich war mit wech­seln­der Beset­zung unter­wegs, um das Event per Soci­al Media zu beglei­ten und ganz vie­le Inter­views mit Besucher/innen und Politker/innen zu füh­ren.

Den ers­ten Tag habe ich sogar schon blog­tech­nisch bei #WMDEDGT ver­ar­bei­tet:

Es war ins­ge­samt eine tol­le Ver­an­stal­tung mit inter­es­san­ten Men­schen und The­men. Es hat mir trotz aller Anstren­gung sehr viel Spaß gemacht, in eine ande­re Welt abzu­tau­chen, eine Welt vol­ler Betriebsrät/innen und Gewerk­schaf­ten und ganz wich­ti­gen Politiker/innen.

* * *

Außer­dem war noch die ers­te Studierenden-Edition der Fuck­Up Nights Bonn, die feder­füh­rend von der Uni Bonn ver­an­stal­tet wur­de und in der es um Stu­di­en­zwei­fel ging. Das waren natur­ge­mäß eher per­sön­li­che Lebens­ge­schich­ten, man­che mit inter­es­san­ten Abzwei­gun­gen. Ich konn­te mir trotz­dem nicht hel­fen, die eine oder der ande­re hat­te dann doch Luxus­pro­ble­me, wenn sie/er nach 14 von den Eltern finan­zier­ten Semes­tern über­leg­te, dass ein Stu­di­um viel­leicht doch nicht das Rich­ti­ge für sie/ihn sei.

Ich will nie­man­dem sei­ne Betrof­fen­heit abspre­chen, es ist ja immer die eige­ne Per­spek­ti­ve, aus der man erlebt. Es ist viel­leicht eher ein gesell­schaft­li­ches Pro­blem, das mehr als ein/e Speaker/in auch ansprach: „Ich war der Mei­nung, mit Abitur, da muss ich doch stu­die­ren.“ Ich glau­be, das The­ma wird uns noch län­ger beglei­ten, ange­sichts des Anteils an Kin­dern pro Jahr­gang, die heut­zu­ta­ge auf das Gym­na­si­um gehen.

Auf eines war ich aber doch sehr nei­disch. Wir haben schon fünf Fuck­Up Nights ver­an­stal­tet, die nächs­te fin­det am 21.11. statt. Aber nie hat­ten wir so ein Auf­ge­bot an Pres­se. Die Uni hin­ge­gen scheint wohl ein inter­es­san­te­rer Absen­der zu sein.

* * *

Ende des Tex­tes. Bit­te wer­fen Sie eine Mün­ze ein!

KOMMENTIEREN

Please enter your comment!
Please enter your name here