Was willst du nächs­te Woche essen?“ ist so eine Fra­ge, die bei uns regel­mä­ßig für schlech­te Lau­ne sorgt. Bei der einen, weil sie den Ein­kauf orga­ni­siert, bei dem ande­ren, weil ihn die Fra­ge stets unvor­be­rei­tet trifft. Am Ende lan­det dann eine Aus­wahl der immer glei­chen zehn Gerich­te auf unse­rem Tisch. Neben der man­geln­den Krea­ti­vi­tät beim Ein­kauf ist das Pro­blem auch, dass man im stres­si­gen All­tag mit Klein­kind nicht auch noch neue Rezep­te aus­pro­bie­ren möch­te. Und dann pas­siert es auch noch immer wie­der, dass Res­te von Zuta­ten blei­ben, die man nicht mehr woan­ders ver­ar­bei­tet bekommt und weg­wer­fen muss.

Neue Essenserlebnisse ohne selbst kreativ werden zu müssen

Es fiel daher auf frucht­ba­ren Boden, als uns ein Freund, der kürz­lich Vater gewor­den war, von sei­nen posi­ti­ven Erfah­run­gen mit Hel­lo Fresh berich­te­te. Sei­ne Wor­te waren: „Hel­lo Fresh hat uns in den ers­ten Wochen den Arsch geret­tet.“ Bei dem Kochbox-Lieferdienst bekommt man pro Woche zwei bis fünf Rezep­te und deren exak­te Zuta­ten per Paket gelie­fert. Man kann ein paar Prä­fe­ren­zen vor­ein­stel­len; bei uns zum Bei­spiel den Wunsch, nur vege­ta­ri­sche Spei­sen zu erhal­ten. Und wir kön­nen meh­re­re Wochen im Vor­aus schon sehen, was bei uns auf den Tisch kom­men soll, sodass wir ein­zel­ne Gerich­te auch noch aus­tau­schen kön­nen, wenn wir dar­auf kei­ne Lust haben.

Ansons­ten ist das zunächst ein­mal eine gute und durch­dach­te Sache. Wir haben uns für drei Mahl­zei­ten pro Woche ent­schie­den und müs­sen uns daher nur noch halb so vie­le Gedan­ken machen, was wir kochen sol­len. Wir behal­ten aber gleich­zei­tig die Fle­xi­bi­li­tät, an stres­si­gen Tagen eine Piz­za in den Ofen zu schie­ben oder so. Wir müs­sen nicht auf­pas­sen, ob wir alle Zuta­ten da haben und müs­sen auch nichts Über­flüs­si­ges entsorgen.

Zeit und Geld sind nicht zu vernachlässigen

Es ist aber – um zu den nega­ti­ven Sei­ten zu kom­men – immer noch Koch­ar­beit, kein Essen auf Rädern. Wir müs­sen für jedes Gericht min­des­tens 30 Minu­ten Zube­rei­tungs­zeit ein­pla­nen, meis­tens mehr. Das ist immer noch stres­sig, wenn man berufs­tä­tig ist und ein Kind recht­zei­tig mit Nah­rung ver­sorgt wer­den will. Zudem sind nicht immer alle Zuta­ten in einem ess­ba­ren Zustand, wenn sie ankom­men. Zwar lie­gen die Aus­fäl­le in einem sehr nied­ri­gen Bereich, man kann sie an einer Hand abzäh­len. Aber es ist schon ärger­lich, wenn der hal­be Ruco­la ver­fault ist oder der Par­me­san nicht wie ange­ge­ben in dem Paket ent­hal­ten ist.

Zudem ist Hel­lo Fresh ein teu­rer Spaß. Wenn man nicht gera­de Neu­kun­den­ra­batt bekommt, kos­tet eine Mahl­zeit alles in allem knapp 7,50 Euro pro Per­son. Da muss man sich schon ent­schei­den, ob das die Gedanken- und Ein­kaufs­be­quem­lich­keit wert ist.

Apro­pos Bequem­lich­keit: Wer sich nicht den Sams­tag mit Paket­dienst­war­ten ver­sau­en will und nicht sowie­so den gan­zen Tag zuhau­se ist, muss für ein immer noch groß­zü­gi­ges Vierstunden-Lieferfenster unter der Woche 1,50 Euro Auf­preis bezah­len. Und da muss man immer noch zuhau­se war­ten und kann nicht weg. Zur Not kann man aller­dings – mit ein wenig Vor­lauf – eine Lie­fe­rung auch aus­set­zen oder verschieben. 

Letzt­lich nicht zu ver­ges­sen ist der gro­ße Hau­fen Ver­pa­ckungs­müll. Davon ist zwar das meis­te recy­cel­bar, aber man muss trotz­dem die gan­ze Pap­pe und die Papier­ver­pa­ckun­gen irgend­wo ent­sor­gen. Nach­hal­ti­ger als der eige­ne Ein­kauf im Super­markt ist das sicher­lich nicht.

Hello Fresh hat Vor- und Nachteile

Alles in allem muss man sich also entscheiden:

👍 Pros

  • Vie­le neue Essensentdeckungen
  • Rezep­te zum Behal­ten und Nach­ko­chen (wenn man will)
  • Fri­sche Zuta­ten und inter­es­san­te Gewürze
  • Kei­ne Lebensmittelverschwendung
  • Ein­fa­che Hand­ha­bung von Inhal­ten und Lie­fe­run­gen in der App

👎 Cons

  • Ziem­lich teu­res Vergnügen
  • Zu gro­ßes Lieferfenster
  • Eine Men­ge Müll
  • Man muss immer noch kochen und dafür Zeit haben
  • Sel­ten mal feh­len­de oder nicht mehr genieß­ba­re Lebensmittel

Für uns haben wir ent­schie­den, erst ein­mal wei­ter von Hel­lo Fresh belie­fert zu wer­den. Es schmeckt uns fast immer und es macht Lau­ne, neue Rezep­te zu ent­de­cken – meis­tens gute.

Ich hätte da ein Kennenlernangebot

Wer Hel­lo Fresh auch mal kos­ten­los bzw. stark ver­güns­tigt aus­pro­bie­ren und uns dabei auch noch andert­halb freie Mahl­zei­ten ange­dei­en las­sen möch­te, darf ger­ne das ger­ne mit dem fol­gen­den Link tun: https://​1kurz​.link/​h​e​l​l​o​f​r​esh

Man kann die Lie­fe­rung jeder­zeit wie­der ein­stel­len, das ist kein Knebel-Abo. Und ich schrei­be die­sen gan­zen Bei­trag hier nicht, weil ich Gut­ha­ben ein­sam­meln möch­te, weil ich beauf­tragt wur­de oder weil ich sonst noch irgend­wel­che Vor­tei­le davon hät­te, son­dern weil ich mal offen berich­ten woll­te, wie das so mit Hel­lo Fresh läuft.

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