Schon lan­ge nicht mehr Tage­buch geschrie­ben. Wo waren wir ste­hen geblie­ben?

Kin­des­be­treu­ung: Nach dem krank­heits­be­ding­ten Betreu­ungs­aus­fall ging Klein-Lea genau zwei Tage zur Tages­mut­ter, bis eines ihrer schul­pflich­ti­gen Kin­der posi­tiv getes­tet wur­de und in Qua­ran­tä­ne muss­te. Zwei Wochen hat­ten wir also von heu­te auf mor­gen zu über­brü­cken. Genau­er gesagt von einer Minu­te auf die ande­re, denn wir waren gera­de dabei, zur Tages­mut­ter auf­zu­bre­chen, als die Nach­richt kam. Ihr könnt euch vor­stel­len, was das für einen logis­ti­schen Auf­wand bedeu­te­te! Klar sind wir nach einem Jahr, in dem wir voll­kom­men nor­ma­le Betreu­ungs­wo­chen an einer Hand abzäh­len kön­nen, schon gestählt. Aber es geht trotz­dem an alle Res­sour­cen, die man so hat. Dazu zäh­len auch die Arbeitskolleg:innen, die schon wie­der Tei­le mei­ner Arbeit über­neh­men müs­sen, wofür ich nicht dank­bar genug sein kann. 

Aus­blick: Die Aus­sicht auf den Herbst lässt mich schau­dern. Es ist ja nur eine Fra­ge der Zeit, dass sich wei­te­re Fami­li­en­mit­glie­der infi­zie­ren und in Qua­ran­tä­ne müs­sen. Dazu kom­men noch die ganz nor­ma­len Sai­son­krank­hei­ten, die ein Klein­kind auch ger­ne mit­nimmt. Wir haben kei­ne Kind­krank­ta­ge mehr übrig, wir haben kei­ne Urlaubs­ta­ge mehr übrig. Ner­ven sowie­so schon lan­ge nicht mehr. Und ande­re Mög­lich­kei­ten, die nahen­den Kata­stro­phen zu umge­hen, gibt es auch nicht. Unser letz­tes Ass im Ärmel ist die Oma, die weit weg wohnt und für die wir eigent­lich kei­nen län­ger­fris­ti­gen Platz in der Woh­nung haben. Aber die­sen Joker wer­den wir ver­mut­lich trotz­dem irgend­wann zie­hen müs­sen. Ansons­ten bleibt mir nur, wei­ter­hin froh zu sein, dass ich mein eige­ner Chef bin und so tol­le Kolleg:innen habe.

Aber genug lamen­tiert. Es sind ja auch noch ande­re Sachen passiert.

Fern­se­hen: Ich war mal wie­der im TV zu sehen. Für die Lokal­zeit Bonn durf­te ich die Social-Media-Auftritte der Bon­ner Direktkandidat:innen bewer­ten. Das hat Spaß gemacht! Es ist immer wie­der schön, als Exper­te im Fern­se­hen zu sein. Noch schö­ner war es, dass der gan­ze Bei­trag um mich her­um gebas­telt wur­de; was für eine Ehre!

New ride: Das Lea­sing vom vor­he­ri­gen Geschäfts­wa­gen lief aus und ich muss­te mir über­le­gen, ob ich ein neu­es Auto möch­te. Das habe ich nach län­ge­rer Abwä­gung bejaht – es wer­den sicher wie­der Zei­ten mit mehr Dienst­rei­sen kom­men und die Klei­ne muss (hof­fent­lich) jeden Mor­gen zur Tages­mut­ter gebracht wer­den. Ein Selbst­bild als Rad­ler bei Wind und Wet­ter besit­ze ich nicht. War also die Fra­ge, was für ein Auto ich möch­te. Einen Ver­bren­ner woll­te ich auch auf kei­nen Fall mehr haben. Schon bei den letz­ten bei­den Auto-Anschaffungen woll­te ich auf E-Mobilität umstei­gen. Jetzt ist end­lich die Zeit reif gewe­sen. Dank zahl­rei­cher Sub­ven­tio­nen ist das neue ame­ri­ka­ni­sche E-Auto sogar letzt­lich güns­ti­ger als das vor­he­ri­ge Fahr­zeug. Und irre viel Spaß macht das Ding sowie­so, es fährt ja elektrisch.

Fami­li­en­fei­er: Die ers­te Aus­fahrt ging gleich nach Schwie­ger­el­tern­hau­sen, sie­he auch mei­nen WMDEDGT-Eintrag. Da ich noch kei­ne Wall­box an mei­nem Stell­platz habe, war der Akku nicht voll gela­den, wir durf­ten also eine Pau­se zwi­schen­durch ein­le­gen. Die war aber nicht der Haupt­grund, war­um wir auf der Hin­fahrt am Frei­tag­nach­mit­tag mehr als dop­pelt so lan­ge brauch­ten. Sich über Staus zu beschwe­ren, in denen man selbst betei­ligt ist, ist natür­lich zweck­los. Coro­na ist halt vor­bei (Schu­len aus­ge­nom­men). Bei der gro­ßen Fami­li­en­fei­er ver­lor man kein ein­zi­ges Wort mehr dar­über – außer, wie schön es sei, dass man sich end­lich mal wie­der im gro­ßen Rah­men sehen könne.

Kin­des­ge­burts­tag: Und noch eine fro­he Kun­de zum Abschluss. Der süßes­te Mensch auf der Welt wur­de zwei Jah­re alt. Zwei Jah­re Klein-Lea, mei­ne Güte! Sie ist schon so groß und selb­stän­dig, sie redet schon so viel! Wie toll das alles ist! (Mehr Ver­lieb­tes im Quartalsbericht.)

Bild der Woche: Auf dem Feld haben Fans der Jun­gen Uni­on (Mut­ma­ßung) Bän­ke mit Sprü­chen wie „Grü­ne spal­ten“ beschmiert. Dar­auf wur­de krea­tiv reagiert, wie ich finde.

Die Bank wurde in bunten Regenbogenfarben vollständig angemalt. Den Spruch kann man fast nicht mehr lesen.
Vorheriger ArtikelDas Beste aus Twitter, August-Edition
Nächster ArtikelKommentar #REGFCN: Weiter ungeschlagen

KOMMENTIEREN

Please enter your comment!
Please enter your name here