Es ist immer noch viel zu tun. Natür­lich ist das prin­zi­pi­ell gut und super, schließ­lich bedeu­tet es, dass der Laden läuft. Aber es zehrt auch an der Sub­stanz. Vor allem, wenn man dann noch Inter­na regeln muss, die nicht so ein­fach zu regeln sind – ich lie­be das deut­sche Steu­er­recht. Ers­te Wei­chen für das kom­men­de Jahr wer­den auch nach und nach gestellt. Kurz­um, ich kann den Weih­nachts­ur­laub kaum noch erwar­ten.

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Wir sind die­se und kom­men­de Woche wie­der im Jugend­zen­trum St. Cas­si­us und zei­gen jun­gen Men­schen, was man so mit Digi­ta­lem und Tech­nik anstel­len kann. An zwei Nach­mit­ta­gen und Aben­den war ich selbst dabei. Ich lern­te von DJ Micha­el Mar­ten, wie man ein Turn­ta­ble bedient (zumin­dest, wie man die zwei wich­ti­gen Knöp­fe drückt) und wur­de dank Dem Jop­en von der Idee eines 3D-Druckers so sehr ange­fixt, dass ich mir am glei­chen Abend noch einen bestell­te.

Die Jugend­li­chen durf­ten übri­gens auch an bei­des mal ran.

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Ein Gedan­ke, den ich neu­lich auf der Toi­let­te hat­te: Buch­hand­lun­gen sind wie Deli­ka­tess­lä­den. Es gibt Lebens­mit­tel im Super­markt, trotz­dem geben Men­schen Geld in Spe­zi­al­lä­den aus. Sie geben dort sogar deut­lich mehr aus; weil das Ambi­en­te ganz anders ist, weil man sich inten­si­ver mit den Waren beschäf­ti­gen kann und zu Impuls­käu­fen ver­lei­tet wird. Ich habe es jeden­falls noch nie aus einem Buch­la­den geschafft, ohne wenigs­tens ein Exem­plar gekauft zu haben.

Das Pro­blem des Buch­han­dels heißt aber Buch­preis­bin­dung. Wäh­rend der Deli­ka­tess­la­den ein­fach höhe­re Prei­se ver­langt, muss der Buch­händ­ler den glei­chen Preis neh­men wie die Online­kon­kur­renz. Und ich wet­te, von der Sei­te haben es noch nicht vie­le gedacht, die in der Buch­preis­bin­dung einen Schutz gegen Ama­zon und Co. sehen. Dabei kann das Ziel des sta­tio­nä­ren Han­dels nicht sein, das glei­che wie im Inter­net anzu­bie­ten, son­dern das Beson­de­re am Pro­dukt zu ver­mit­teln, zu bera­ten und zu lei­ten und dafür eben auch höhe­re Prei­se zu ver­lan­gen.

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Zum Abschluss wie­der ein paar Ant­wor­ten auf 1000 Fra­gen.

501. Lässt du dich gern über­ra­schen, wenn du essen gehst?
Wenn man Vege­ta­ri­er ist und essen gehen möch­te, braucht man ein biss­chen Aben­teu­er­lust. Auch wenn ich zuge­ben muss, dass ich fast nur noch über­rascht wer­den muss, wenn ich in einen Land­gast­hof gehe. In Städ­ten ist es nor­ma­ler­wei­se kein Pro­blem mehr, eine vege­ta­ri­sche Spei­se (die nicht Salat oder Pom­mes ist) aus der Kar­te aus­zu­wäh­len. Aber wenn ich in die Jäger­stu­be in Bad Pose­muckel gehe und eine gro­ße Aus­wahl zwi­schen Schwein, Rind und Bei­la­gen­sa­lat habe, dann freue ich mich schon auf das Ergeb­nis von: „Stel­len Sie mir ger­ne ein­fach etwas zusam­men, das vor­her nicht gelebt hat!“ (Es ist übri­gens meis­tens Grill­ge­mü­se oder Kro­ket­ten in Sah­ne­sauce.)

507. Trägst du häu­fig Lip­pen­stift?
Nein, nur ganz sel­ten, wenn ich den Ein­kaufs­korb habe.

520. Wie schön schreibst du noch mit der Hand?
Zeit für eine Geschich­te. In der Unter­stu­fe erzähl­te unser Deutsch­leh­rer vor ver­sam­mel­ter Klas­se, dass er im Leh­rer­zim­mer Auf­sät­ze von uns kor­ri­giert habe. Ein Kol­le­ge trat hin­ter ihn und frag­te, wel­ches Mäd­chen aus sei­ner Klas­se so eine schö­ne Schrift habe. Du ahnst die Poin­te: Es war mein Auf­satz. Damals war es mir pein­lich; heu­te fra­ge ich mich, was aus die­ser schö­nen Schrift gewor­den ist. Ich ver­mu­te, dass das Schrei­ben mit Kugel­schrei­ber nicht unbe­dingt zur Schrift­bild­ver­bes­se­rung bei­getra­gen hat.


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