Euro-2012-LogoNach­dem ich mit in Teil 1 mit den Mann­schaf­ten beschäf­tig­te, die bereits nach der Grup­pen­pha­se in den Urlaub rei­sen durf­ten, wid­me ich mich nun in Teil 2 mei­nes Euro-Rückblicks den Län­dern, die zwar die Vor­run­de über­stan­den haben, aber dann im Vier­tel­fi­na­le schei­ter­ten.

Tschechien

Tsche­chi­en hat sich recht sou­ve­rän durch die Vor­run­de gebracht. Nach einer ver­hee­ren­den Auf­takt­nie­der­la­ge gegen Russ­land fass­te das Team Fuß und konn­te in den fol­gen­den Grup­pen­spie­len gegen Grie­chen­land und Polen Sie­ge ein­fah­ren. Als Grup­pen­ers­ter zogen sie ins Vier­tel­fi­na­le ein, wo sie dann ziem­lich sang- und klang­los gegen Por­tu­gal unter­gin­gen.

Im Rück­blick wird man aus die­sem Team also nicht so wirk­lich schlau. Es gibt viel Licht, aber auch ziem­lich gro­ße Schat­ten. Das Posi­tivs­te an der Mann­schaft ist wohl, dass der ein­zi­ge EM-Vertreter des FCN ab und zu für Tsche­chi­en ein­ge­setzt wur­de. Ohne mess­ba­ren Erfolg aller­dings.

Griechenland

Grie­chen­land begann schon wie­der zu über­ra­schen. Kei­ner rech­ne­te mit die­ser Mann­schaft, die zwar im Eröff­nungs­spiel gegen Polen noch ein Unent­schie­den errei­chen konn­te, dann aber auch gegen Tsche­chi­en ver­lor. Erst der Über­ra­schungs­sieg am letz­ten Vor­run­den­spiel­tag gegen Favo­rit Russ­land bescher­te den Grie­chen den völ­lig unver­mit­tel­ten Ein­zug ins Vier­tel­fi­na­le. Dort gin­gen sie dann aber gegen Deutsch­land ver­dient 2:4 unter.

Nichts war’s mit dem zwei­ten grie­chi­schen Wun­der nach 2004. Dabei hat­te ich mich schon wie­der so über die­sen Under­dog gefreut.

Frankreich

Ein wenig Glück gepaart mit Unver­mö­gen, so könn­te man die fran­zö­si­sche Vor­stel­lung bei die­ser EM beschrei­ben. Nach­dem man gegen Eng­land mit etwas For­tu­ne ein Remis fabri­zie­ren konn­te, gab es einen Sieg gegen die Ukrai­ne, im letz­ten Vor­run­den­spiel dann aber auch eine Nie­der­la­ge gegen das bereits aus­ge­schie­de­ne Schwe­den. Frank­reich hat­te den Vier­tel­fi­nal­ein­zug eigent­lich nur der Tat­sa­che zu ver­dan­ken, dass es zwei Mann­schaf­ten gab, die noch schlech­ter waren.

Das Glück ver­ließ Frank­reich dann aller­dings, als sie es im Vier­tel­fi­na­le mit Spa­ni­en zu tun beka­men. Die mach­ten näm­lich ein­fach kur­zen Pro­zess und schmis­sen die Fran­zo­sen schnell und schmerz­voll aus dem Tur­nier.

Eines aber bleibt für die Anna­len: Frank­reich gegen Ukrai­ne war das Spiel, das nach nicht ein­mal fünf Minu­ten unter­bro­chen wer­den muss­te, um die Spie­ler vor Stark­re­gen und Gewit­ter zu schüt­zen. Erst nach einer Stun­de Unter­bre­chung wur­de das Spiel wie­der ange­pfif­fen.

England

Und damit zum ewi­gen Vier­tel­fi­na­lis­ten Eng­land. Ganz tra­di­tio­nell schie­den sie im Vier­tel­fi­na­le im Elf­me­ter­schie­ßen aus dem Tur­nier aus. Bis dahin hat­te sich Eng­land aber manier­lich prä­sen­tiert. Im Auf­takt­spiel gegen Frank­reich reich­te es zwar nur zu einem Unent­schie­den, aber eigent­lich hät­te das vom Spiel­ver­lauf schon ein Sieg sein kön­nen. Als Sie­ger ging das Team von der Insel dann halt bei den nächs­ten bei­den Ver­glei­chen gegen Schwe­den und gegen die Ukrai­ne vom Platz. Als Grup­pen­ers­ter schlos­sen sie die Vor­run­de ab.

Das Vier­tel­fi­na­le gegen Ita­li­en war hart. Der Spiel­ver­lauf war eigent­lich sehr deut­lich pro Ita­li­en, aber Eng­land hielt zumin­dest den eige­nen Kas­ten sau­ber. 120 Minu­ten lang. Man rieb sich schon ver­wun­dert die Augen, wie aus­ge­rech­net Eng­land aufs Elf­me­ter­schie­ßen aus sein kann – und wur­de in sei­nem Arg­wohn bestä­tigt. Tja.

Im letz­ten Teil beschäf­ti­ge ich mich dann schließ­lich mit den Halb- und Fina­lis­ten.

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